Vogelsberger besichtigten ENERCON- Beeindruckende Führung in Magdeburg

Die eiförmige Kanzel der E 176

Fotos: Dieter Graulich

 

Die Vogelsberger Gruppe vor dem Verwaltungsgebäude der ENERCON in Magdeburg

 

Die derzeit größte Windkraftanlage, eine E-176. Davor Rotorblätter für Anlagen des Typs E-70

 

28.06.12 - Ulrichstein - In der vergangenen Woche nutzten erneut insgesamt 46 Bürger aus den Großgemeinden Ulrichstein, Lautertal und Herbstein die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Werksbesichtigung bei ENERCON in Magdeburg, ein Bild von der Herstellung modernster Windkraftanlagen der Multi-Megawatt-Klasse zu machen. Nach der Ankunft erhielten die Vogelsberger Gäste zunächst einige Informationen über das Werk selbst. Insgesamt arbeiten an der Fertigung der ENERCON Windkraftanlagen alleine in den drei Magdeburger Werken rund 4.600 Beschäftigte. Als sehr vorteilhaft habe sich die Verkehrsanbindung der Werke erwiesen, denn neben Bundesautobahn und Eisenbahn, ENERCON hat drei eigene Lokomotiven, ist auch ein Anschluss an die Binnengewässer vorhanden, war zu hören. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es zunächst in eine Werkshalle um aus nächster Nähe die Fertigung und Montage von Steuerungs- und Schaltanlagen an zu schauen. Auf dem Außengelände wurde dann die derzeit größte Binnenlandwindkraftanlage, eine ENERCON E-176 in Augenschein zu nehmen. Mit einer Nabenhöhe von 135 Meter und bei einem Rotordurchmesser von 127 Metern leistet die Anlage stolze 7.580 kW. Die Drehzahl liegt variabel bei 5 bis 11,7 Umdrehungen in der Minute. Je nach Untergrund des Standortes betragen die Kosten für dieses Kraftpaket zwischen 12 und 18 Millionen Euro. Ein Rotorblatt der E-176 wiegt 66 Tonnen.

Erstaunt waren alle Fahrtteilnehmer, wie ruhig die Anlage lief, denn es waren fast keine Geräusche zu hören. Danach ging es in die Rotorwerkstatt um hier die vielen Schritte bis zum fertigen Produkt zu sehen. Für die Herstellung eines Rotorblattes werden drei Schichten benötigt, das bedeutet dann rund 24 Stunden Arbeitszeit. Interessant waren auch die Ausführungen über die Länderspezifische Farbgestaltung der Rotoren. Während für Österreich unbedingt rot-weiß-rot vorgeschrieben ist, hat man sich in Deutschland auf rot – grau - rot geeinigt. An der Farbgebung insgesamt erkenne man schon von weitem welche Anlage von ENERCON sei, denn nur diese hätten vom Boden her eine abgestufte Grünfärbung. Außerdem erkenne man die Anlagen an der eiförmigen Kanzel. Letzter Besichtigungsblock war die Herstellung der Generatoren von der Wicklung bis zum kompletten Zusammenbau. Frederik Grunert von der hessenENERGIE, der die Gruppe begleitete, freute sich das große Interesse und die Möglichkeit zum Dialog zwischen Herstellern, Bürgern und Betreibern beitragen zu können. ++gr++


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