| 04.07.12 - Polizeireport MKK - Dieser Polizeireport beinhaltet Informationen und Meldungen der Polizeidienststellen zu Ereignissen im Bereich des Main-Kinzig-Kreises. Die Meldungen werden den ganzen Tag über - soweit neue Infos vorliegen - ergänzt.
Knollenpetze eingesetzt
HANAU. Wer einen Bolzenschneider mit sich herumschleppt, ist entweder Bauarbeiter oder - Fahrraddieb. Das zeigte sich am Dienstagabend in der Auheimer Straße, wo eine Hanauerin bereits seit dem frühen Nachmittag ihr Velo an einem Pfosten abgestellt und verschlossen hatte. Just als sie gegen 19.15 Uhr wieder zu ihrem Fahrrad kam, war dort ein Unbekannter mit besagtem Bolzenschneider zugange. Der etwa 35 Jahre alte und 1,70 Meter große Mann hatte mit der "Knollenpetze" bereits die beiden Ringschlösser aufgetrennt. Als der Ganove sich bei seiner Aktion ertappt sah, warf er das massive Schneidewerkzeug in eine blaue Sporttasche und rannte schnell in Richtung des Hafengebietes davon. Der glücklose Fahrraddieb, der von dünner Gestalt war, hatte einen rötlichen Vollbart und machte einen recht heruntergekommenen, fast schon kränklichen Eindruck. Er war mit einem bunten T-Shirt und einer langen Jeans bekleidet und trug außerdem ein Basecap. Möglicherweise treibt sich der Ganove weiterhin im Hafen oder im angrenzenden Stadtgebiet herum. Wer den Mann mit der blauen Sporttasche ebenfalls bemerkt hat und Hinweise geben kann, wendet sich bitte an die Kripo (06181/100-123) oder die Wache am Freiheitsplatz (06181/100-611).
Automaten geplündert
HANAU. Im Bereich der Bahnunterführung an der Lamboystraße waren in den ersten Stunden des Dienstags Einbrecher unterwegs. Zwischen 2.30 und 6.30 Uhr knackten die Ganoven ein Fenster der Kneipe auf, nachdem sie zuvor den Rollladen hochgeschoben hatten. Im Schankraum öffneten die Langfinger gewaltsam die dort aufgestellten Spielautomaten und bedienten sich am Inhalt der Münzschächte. Allerdings ließen die Dunkelmänner bei ihrer Flucht Werkzeuge zurück, die bereits von der Kriminaltechnik auf verwertbare Spuren untersucht werden. Die Kripo Hanau (Telefon 06181/100-123) nimmt Hinweise zu diesem Einbruch entgegen.
Exis an der Kinzig unterwegs
HANAU. In recht übler "Konkurrenz" traten am Dienstagnachmittag zwei Männer im Bereich der Otto-Wels-Straße auf. Die beiden zeigten sich unsittlich gegenüber Passantinnen; dies aber unabhängig voneinander und zu unterschiedlichen Zeiten. Zunächst trat gegen 14.30 Uhr ein 25 bis 30 Jahre alter augenscheinlicher Südländer am Tiefgarten auf. Der schwarzhaarige, schlanke Mann war 1,65 Meter groß und hatte eine Tätowierung am rechten Oberarm. Rund eineinhalb Stunden später war im gleichen Bereich ein etwa zehn Jahre alter und zehn Zentimeter größerer Mann mit schlanker Figur zugange. Sein Aussehen war eher mitteleuropäisch; er hatte dunkelblonde bis hellbraune Haare sowie einen Dreitagebart und trug neben einer Bluejeans ein weiß-blaues T-Shirt. Außerdem hatte der Exi einen schwarzen Rucksack dabei. Die Polizei ermittelt und fragt, ob die beiden Männer noch zu anderen Zeiten aufgetreten sind oder sonst gesehen wurden? Hinweise bitte an die Kripo am Freiheitsplatz, Telefon 06181/100-123.
"Fahrstunde" mit Folgen
WÄCHTERSBACH. Schnell noch "Bäumchen-wechsel-dich" wollte in der Nacht zum Dienstag ein junges Pärchen spielen, als es mit einem Auto unterwegs war und von der Polizei kontrolliert werden sollte. Die kombinierte Streife des Polizeipostens und des Freiwilligen Polizeidienstes schauten kurz nach Mitternacht auf dem Messeplatz nach dem Rechten, als ihnen der dort herumfahrende Opel auffiel. Das Auftauchen des Funkwagens führte dazu, dass die beiden Insassen sogleich vor den Augen der Beamten die Plätze tauschten und dann recht zügig das Weite suchten. Die Fahrt endete jedoch in einer Seitenstraße, nachdem die hinterher fahrende Streife Verstärkung von zwei weiteren Funkwagen bekommen hatte und den kleinen Wagen anhalten konnte. Bei der anschließenden Überprüfung der Opel-Insassen stellte sich heraus, dass der 20-jährige Fahrer und Eigentümer des Autos weder einen Führerschein noch eine Zulassung oder Versicherung für den Corsa vorweisen konnte; gegen ihn wird nun entsprechend ermittelt. Gleiches gilt für die sechs Jahre jüngere Beifahrerin, die offenbar von dem Autobesitzer eine "Fahrstunde" auf dem Messeplatz erhalten hatte und aufgrund ihres Alters zwangsläufig keine Fahrerlaubnis besitzt. +++
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