Vertragsunterzeichnung von RP und BM: Kooperationen für besseres Wasser

28.07.12 - Burghaun - Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Alexander Hohmann, Bürgermeister der Marktgemeinde Burghaun, haben am Freitag, 27. Juli 2012, einen Vertrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Bereich der Marktgemeinde Burghaun unterzeichnet. Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist die stetige Verringerung der Belastungen des Grundwassers und der Oberflächengewässer bis zum Jahr 2015.Die Umwelt und alle Bürger profitieren von diesem Projekt: Sinkende Nitratbelastungen auf den Flächen und die Verringerung der Phosphateinträge in die Gewässer sorgen für besseres Oberflächen- und Grundwasser; besseres Oberflächen- und Grundwasser sichert und verbessert die Lebensqualität. Mit dem jetzt unterzeichneten Vertrag wird ein Beratungs- und Maßnahmenmanagement zur Reduzierung der Stickstoffeinträge und zur Minderung der Erosion auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen vereinbart.

Ziel dieser Maßnahme ist die flächenhafte Reduzierung der Nitratbelastung im Grundwasser zur nachhaltigen Sicherung der Ressource Wasser – in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten. Mit der Reduzierung der Erosion und der damit verbundenen Verringerung der Phosphatbelastung der angrenzenden Bäche und Flüsse wird die Wasserqualität verbessert und eine gesicherte Lebensgrundlage für eine Vielzahl von Lebewesen geschaffen.
Im Vertragsraum sind landwirtschaftliche Nutzflächen von ca. 2.821 Hektar in den Gemarkungen Burghaun, Großenmoor, Gruben, Hechelmannskirchen, Hünhan, Langenschwarz, Rothenkirchen, Schlotzau und Steinbach erfasst.

Die Marktgemeinde Burghaun als Maßnahmenträger wird die im Vertrag vereinbarten Beratungsleistungen nach den Vergaberichtlinien ausschreiben und vergeben. Die Umsetzung des Projektes soll vertrauensvoll und zielorientiert auf der Basis einer freiwilligen Zusammenarbeit mit den Landwirten erfolgen. Die landwirtschaftlichen Betriebe sollen detailliert und kostenlos darüber beraten werden, wie sie die Schadstoffeinträge so gering wie möglich gestalten oder wie sie dafür sorgen, dass die Einträge so niedrig bleiben, wie sie sind. Wie hoch der Beratungsaufwand sein wird, richtet sich nach dem Belastungspotential der jeweiligen Gemarkung, der Belastung des Grundwassers und der Erosionsgefährdung der Flächen.

Die entstehenden Projektkosten für die Beratung und die beratungsbegleitenden Maßnahmen finanziert das Land Hessen. Des Weiteren sollen freiwillige Agrarumweltmaßnahmen, wie zum Beispiel der Anbau von Zwischenfrüchten oder Mulch- und Direktsaatverfahren, über das Hessische Integrierte Agrarumweltprogramm (HIAP) angeboten und umgesetzt werden.Regierungspräsident Dr. Lübcke und Bürgermeister Hohmann hoben bei der Vertragsunterzeichnung hervor, wie sehr der gesamte Erfolg letztendlich auf Freiwilligkeit und Kooperationswillen beruhe. Die Marktgemeinde Burghaun, Wasserrechtsinhaber von 13 Trinkwassergewinnungsanlagen auf ihrem Gebiet, wurde vom Regierungspräsidium als Projektträger ausgewählt.Lübcke und Hohmann betonten, ihr gemeinsames Ziel sei die vertrauensvolle und zielorientierte Umsetzung des Projektes zum Schutz und Erhalt unseres Grundwassers und der Oberflächengewässer. Sie sagten: „Wir rufen alle Flächenbewirtschafter und alle im Umsetzungsbereich tätigen Personen und Organisationen, die sich dem Grundwasserschutz verpflichtet fühlen, dazu auf, sich in das Projekt einzubringen."Der Regierungspräsident dankte in seinem Hause dem Dezernat Grundwasserschutz und Wasserversorgung in Bad Hersfeld (namentlich Dirk Schädlich und Udo Sadlo) für den erfolgreichen Start mit dem neuen Beratungsvertragswesen.+++


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