| 26.12.12 - FULDA - Zu einem "öffentlichen Gebet für die ungeborenen Kinder" lädt am kommenden Freitag - wie in jedem Jahr - der "Aktionskreis Fulda in der Aktion Leben" (Fest der Unschuldigen Kinder) um 18.30 Uhr zur Mariensäule (Pestsäule) am Fuße des Frauenberges in Fulda ein. Wie Sprecher Otto Spahn erklärte, werde wieder für den Schutz der ungeborenen Kinder und für alle, die durch ihr Tun oder Unterlassen an deren tausendfachen Tötung mitschuldig geworden seien, gebetet. Bischof Heinz Josef Algermissen habe ebenfalls zur Teilnahme aufgerufen und werde in dem Anliegen mitbeten.
Wie in den Vorjahren beginnt um 18 Uhr vor dem Dom eine Lichterprozession. Der Schweigemarsch trifft gegen 18.30 Uhr an der Mariensäule ein und schließt sich dort dem Gebet für die ungeborenen Kinder an. Das Gebet findet zum 22. Mal statt, erstmals war es im Jahr 1991. Die Mariensäule befindet sich am Fuße des Frauenberges (unmittelbar vor dem Treppenaufgang zum Kloster) und wurde 1651 an dieser Stelle errichtet. Sie erinnert an die große Pest in Fulda vor 360 Jahren.
"In einer Gesellschaft wie der unsrigen, die sich so viel auf ihre moralischen Standards einbildet, ist die Tötung von jährlich weit mehr als hunderttausend Ungeborenen zutiefst verwerflich. Die furchtbare Wahrheit, nämlich dass dies monatlich 400 Schulklassen mit je 25 Kindern sind, wird in der Öffentlichkeit nicht diskutiert" erklärte Otto Spahn.
Es sei daher besonders an die mit der Schutzpflicht der ungeborenen Kinder beauftragten staatlichen Organe die Frage zu stellen, wie es möglich sein könne, dass Konfliktberatungsstellen im Internet aussagten, dass die bestehende Pflichtberatung nach § 219 StGB eine „Entmündigung und Diskriminierung von Frauen" darstellt. Wenn in Beratungsstellen so gedacht werde, könne man sich leicht den Inhalt der geführten Beratungsgespräche und darüber hinaus den Wert dieser mit Millionenbeträgen subventionierten Beratungsstellen vorstellen.
Die "Aktion Leben" frage deshalb, ob nicht viele der Politiker vor dieser schon seit längerer Zeit bestehenden Wirklichkeit die Augen zumachten. Es sei wohl auch die Unfähigkeit darüber nachzudenken, sondern die Unwilligkeit, darüber, in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Wenn darüber hinaus nun eine Diskussion von Experten für medizinische Ethik über die Gleichrangigkeit von neugeborenen und ungeborenen Kindern mit dem Ziel angestoßen wird, die Tötung von Neugeborenen straffrei zu stellen, so löse dies Entsetzen aus. +++
[document info] Copyright © Osthessen-News und andere Urheber 2000-2013 Ein Projekt von unabhängigen Journalisten in Fulda. Eine Veröffentlichung der Inhalte bedarf der Zustimmung von Osthessen-News oder des jeweiligen Urhebers. |