„Feuerwehr für Feuerwehren“ - Workshops statt Schauübung zur Bestehensfeier

Alte Uniformen und Geräte Foto 3868: Brennbare Flüssigkeiten mit Schaum löschen.

Fotos: Gerhard Manns

31.07.12 - Alheim - Seit 1852 besteht das organisierte Feuerlöschwesen im Alheimer Ortsteil Sterkelshausen, im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Dieses 160-jährige Bestehen wurde in Verbindung mit einem „Unkonventionellen“ Gemeindefeuerwehrtag natürlich auch ausgiebig gefeiert. Am Samstagabend fand ein historischer Löschangriff mit einer alten Handdruckspritze statt und den sich anschließenden Feierlichkeiten zum 160. Geburtstag der Wehr im Festzelt. Den Höhepunkt der Zweitägigen Veranstaltung bildeten die Workshops am Sonntag. Die Brandschützer der Wehr Alheim-Sterkelshausen und ihr Wehrführer Matthias Bieber hatten sich diesmal etwas ganz Besonderes ausgedacht. Andere Wege gehen und mal etwas Neues ausprobieren, Fortbildung für die Angehörigen der Einsatzabteilungen, statt der traditionellen Schauübung am Sonntagnachmittag zum Gemeindefeuerwehrtag.

Am Sonntagmorgen ab 11:00 Uhr fanden Workshops für die Alheimer Wehrleute an verschiedenen Stationen statt. Die Wehrkameraden richteten insgesamt sechs Stationen ein. An der Station 1 in Heinebach wurde unter der Anleitung von Fahrlehrer Mike Reinhard aus Ludwigsau-Gerterode für alle Maschinisten ein Fahrsicherheitstraining angeboten. An der Station zwei informierte Kreisausbilder Stefan Daube aus Niederaula über den richtigen Umgang und Handhabung mit der Motorkettensäge. Kreisausbilder Patrick Kniest aus Wildeck-Obersuhl unterrichtete im Feuerwehrhaus Sterkelshausen am Planspiel über Einsatztaktik und gab den Feuerwehrleuten Tipps und Tricks mit auf den Weg. Die Station vier hatte Sterkelshausens Wehrführer Matthias Bieber, welcher auch gleichzeitig Kreisausbilder für Atemschutz ist, selbst übernommen und zeigte anhand von praktischen und theoretischen Beispielen wie ein verunglückter Atemschutzgeräteträger (Notfalltraining) gerettet werden kann.

An der Station fünf wurde mit der mobilen Schaumübungsanlage demonstriert wie man brennendes Benzin oder Diesel richtig löscht, denn diese Stoffe können nur mit Schaum abgelöscht werden. Auch die Handhabung von allen Armaturen, welche für einen Schaumangriff benötigt werden, führte man vor. Dafür war der stv. Wehrführer und Kreisausbilder Holger Möller zuständig. An der Station sechs gings in luftige Höhe, dort erläuterte Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand die Absturzsicherung. Geübt wurde am Baukran auf dem Gelände des Sägewerks von Helmut Schade. Einige Bürger waren gekommen um sich die Aktionen anzuschauen, denn sowas bekommt man als „Zivilist“ nicht alle Tage geboten, so die Aussage von einem Zuschauer. Als Gäste waren einige Wehrleute von der Partnerwehr aus dem sächsischen Cannewitz, welches ca. 30 km östlich von Leipzig liegt, anwesend. Nach den Ansprachen zum Gemeindefeuerwehrtag am Sonntagnachmittag, beförderte GBI Bernd Hildebrand Christian Fisch aus dem Ortsteil Oberellenbach zum Oberlöschmeister. Danach folgte der gemütliche Teil und Festausklang am Abend. (gm) +++


Holger Möller erklärt wie es richtig ist.

Stefan Daube mit den Motorsägen- Ausbildung.

Die Gäste aus Cannewitz als interessierte Zuschauer.

Hoch hinaus, aber gut gesichert.

Der Sicherungstrupp.

Die Richtige Schnitttechnik wird vorgeführt.

Das Atemschutznotfalltraining

Die gegenseitige Luftspende

Das Planspiel, Patrick Kniest, fünfter v. links, gibt Erläuterungen.

Bernd Hildebrand erklärt die Absturzsicherung.

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