Kreiskrankenhaus: Ministerin Lucia Puttrich übergibt Bewilligungsbescheid

Freuten sich über die Bewilligung von 1,8 Millionen Euro Landesförderung für den knapp fünf Millionen Euro teuren zweiten Bauabschnitt (von links): Chefarzt Dr. med. Christof Müller, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Voss, Ministerin Lucia Puttrich, Landrat Joachim Arnold, Prokurist Olaf Kromm und Geschäftsführer Potinius vor der Fassade des Altbaus, der zum größten Teil abgerissen wird.

30.12.12 - SCHOTTEN - Eineinhalb Jahre nach der Inbetriebnahme des neuen Bettenhauses am Kreiskrankenhaus Schotten sind die Weichen für den zweiten und letzten Bauabschnitt gestellt. Ministerin Lucia Puttrich persönlich übergab am (gestrigen) Donnerstag den Förderbescheid des Landes Hessen für die knapp fünf Millionen Euro teure Maßnahme an den Aufsichtsratsvorsitzenden der Kliniken des Wetteraukreises, Landrat Joachim Arnold, GZW-Geschäftsführer Wolfgang Potinius, Prokurist Olaf Kromm und die beiden Chefärzte Prof. Dr. Reinhard Voss und Dr. Christof Müller. Der letzte Bauabschnitt umfasst den Teilabriss des alten Bettenhauses sowie den Neubau eines Verwaltungstraktes und des (noch fehlenden) Haupteingangs und wird vom Land Hessen mit 1,8 Millionen Euro unterstützt.

„Den Löwenanteil von 3,2 Millionen steuert der Wetteraukreis bei. Die Baumaßnahme soll im Herbst 2013 abgeschlossen sein", erläuterte Landrat Arnold.Erfreut zeigten sich alle Anwesenden über die ausgesprochen positive Entwicklung der Belegung am Kreiskrankenhaus Schotten. Seit Bezug des Neubaus im Juni 2011 nahmen die Patientenzahlen "stärker zu, als wir es in so kurzer Zeit für möglich gehalten hatten", erklärte Chefarzt Dr. Müller. Allein um 600 stieg die Zahl der Patienten im ablaufenden Jahr. Für GZW-Geschäftsführer Potinius ist dies ein eindeutiger Beweis dafür, dass die bekannt gute medizinische Versorgung im Kreiskrankenhaus der adäquaten räumlichen Ausstattung bedurfte, um für die Patientinnen und Patienten aus der Umgegend wirklich attraktiv zu sein.

Ministerin Puttrich, die nach eigenem Bekunden "schon immer ein Herz für das Kreiskrankenhaus Schotten" hatte, lobte die große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals. "Wann immer und von wem mir etwas berichtet wird, die herzliche Atmosphäre im Krankenhaus und die Zuwendung des Personals wird hervorgehoben", betonte sie und zeigte sich zuversichtlich, dass die Fertigstellung des letzten Bauabschnitts die Attraktivität des Kreiskrankenhauses in den Augen der Bevölkerung noch weiter steigern werde.

Im Gegensatz zur ursprünglichen Planung wird nach ihren Angaben auch das erste Obergeschoss des Altbaus abgetragen. Es hatte eigentlich für eine Nutzung durch Bereitschaftsdienst, Verwaltung und Praxen umgebaut werden sollen. "Letztlich kommt der Neubau billiger", ergänzte Potinius. Deshalb werden nun die vier Obergeschosse des alten Funktions- und Bettenhauses abgerissen und Räume für die Verwaltung, Bereitschaftsdienst und Ärzte neu errichtet. Das einzig verbleibende Erdgeschoss des Altbaus wird brandschutztechnisch saniert, außerdem schließt der zweite Bauabschnitt die Gestaltung des Außenbereichs mit ein. Neben Aufenthaltszonen sind auch Parkplätze geplant. Mit dem Entkernen des Altbaus wurde bereits begonnen, wie Prokurist Kromm mitteilte. Laut Plan sollen die Abbruch-, Umbau- und Neubaumaßnahmen im Herbst 2013 beendet werden.

Landrat Joachim Arnold dankte dem Land Hessen für die "überdurchschnittlich hohe Investitionsförderung" der gesamten Baumaßnahme. „Dies zeigt, welche strukturelle Bedeutung das Land dem Kreiskrankenhaus Schotten bei der Sicherstellung der Patientenversorgung zumisst. Um den Betrieb dauerhaft zu gewährleisten, ist aber die Zahlung eines Sicherstellungszuschlages zum laufenden Betrieb unabdingbar. Wegen der bisherigen Weigerung des Landes, sich an den jährlichen Defiziten in Millionenhöhe zu beteiligen, sind wir leider gezwungen, den Rechtsweg gegenüber dem Land weiter zu beschreiten", betonte Arnold.

Bei einem anschließenden Rundgang zur künftigen Baustelle wurde allen Beteiligten die optische Diskrepanz zwischen Alt- und Neubau noch einmal deutlich vor Augen geführt. „Wir freuen uns schon auf die Zeit, wenn aus dem ansprechenden Plan Wirklichkeit geworden ist", sprach Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Voss den Anwesenden aus dem Herzen.+++


Wie es im Herbst 2013 an dieser Stelle aussehen soll, zeigt die Computersimulation des Architekturbüros Wörner und Partner. Links hinten ist der vor eineinhalb Jahren bezogene Bettenhaus-Neubau zu sehen, davor das dann sanierte Erdgeschoss des Altbaus und rechts der zweigeschossige Neubau des Verwaltungstrakts.

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