Das Loch, das alles auslöste. Der Verkehr führt jetzt über die alte B 40 (Brücke) - Fotos: Stefan Fleischer

Über 20 Kubikmeter Beton flossen hinein...

02.06.08 - SCHLÜCHTERN

Loch auf A66 "handfestes Problem": bis morgen Sperrung, dann Baustelle

Nur "scheibchenweise" gibt es Informationen darüber, was exakt auf dem neuen Teilstück der Autobahn A 66 nach dem Teileinbruch eines Fahrbahnstückes passiert. Wie "osthessen-news" bereits am gestrigen Sonntagmorgen berichtete, entpuppt sich der "kleine Absacker" auf dem neuen Teilstück der Autobahn A 66 doch nach und nach als "handfestes Problem". Und deshalb bleibt die zweispurige Fahrbahn zwischen Schlüchtern-Nord und dem jetzigen Ende bei Neuhof-Nord (Kreis Fulda) jetzt bis Dienstag in beide Richtungen gesperrt. Doch dann gibt es offenbar noch lange kein "grünes Licht" und freie Bahn, sondern der Untergrund der Autobahn soll gründlich untersucht werden.

Das heißt: ab Mittwoch wird es auf die Dauer von mindestens sechs Wochen in dem genannten Bereich nur eine Fahrspur in Richtung Norden und Richtung Süden geben. So waren die Behördeninformationen vom Samstagabend. Heute morgen aber ist sogar von einer dreimonatigen Teilsperrung die Rede. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 100 km/h begrenzt. Die Verlängerung der Vollsperrung wurde mit dem Hinweis begründet, dass es bei der Einrichtung der Baustelle "Lieferschwierigkeiten" für die Elemente der bis zu 80 Zentimeter hohen Betontrennwände gibt.

Nach der Entdeckung des "Loches" am vergangenen Freitagnachmittag ("osthessen-news" berichtete ausführlich mit VIDEO unter http://www.angelstein-tv.de/OsthessenNews/beitrag_C.php?id=1150604 ) wurden mehr als zwanzig 25 Kubikmeter hineingekippt, um den Boden zu stabilisieren. Weiterhin sind an mehreren Stellen bis zu 50 Meter tiefe Löcher mit einem Durchmesser von 20 Zentimeter gebohrt worden, um den Untergrund zu erkunden. Auch am gestrigen Sonntag - als die nachfolgenden Bilder entstanden - liefen die Pumpen.

Hintergrund ist, dass es im Erdreich durch den Bau der zweiten Tunnelröhre für den Diestelrasen-Tunnel auf der Strecke Frankfurt - Fulda zu Setzungen infolge einer notwendigen Grundwasserabsenkung gekommen sein könnte. Die neue Röhre kreuzt in etwa 20 Meter Tiefe die Autobahn. Das ganze Ausmaß möglicher Schäden müssen weitergehende Sonogramm-Untersuchungen mit Blick auf mögliche weitere Bodenhohlräume und Ausspülungen erbringen. Vor Wochen war in die neue Tunnelröhre Grundwasser eingedrungen und hatte für einen Stopp der Bauarbeiten gesorgt.

Die voraussichtlich dreimonatige Teilsperrung wurde von den Behörden mit dem Hinweis begründet, dass nach und nach erst der Boden der Richtungsfahrbahn Fulda untersucht wird. Danach wird die Baustelle auf diese Fahrbahn verlegt und die Untersuchungen gehen auf der Richtungsfahrbahn Schlüchtern weiter. +++


Die "Unglücksstelle" ist abgesperrt...

...und rund 1.500 Meter vor der Ausfahrt Schlüchtern-Nord


Der Verkehr wird vorerst nur auf der rechten Fahrbahn in beide Richtungen laufen ...


Es gab am Wochenende Probebohrungen....

...bis zu 50 Meter tief ...


Und ständig wird noch Grundwasser abgepumpt...

...und nach einem Reinigungssieb in die Regenwasserkanäle abgeleitet

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