11.03.09 - BURGHAUN

Alter Käfer bei Allgäu-Orient-Rallye - Sieger gewinnt Kamel -"Guter Zweck"

„Eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt“ wie die Veranstalter sagen, startet ab 2. Mai diesen Jahres zum 4. Mal. Ca. 200 Fahrzeuge starten in Oberstaufen zur Allgäu-Orient-Rallye nach Amman in Jordanien. Mit dabei ist das Team um Marc Abd-El-Jaleel, dem auch der Hünhaner Torsten Keller angehört. Ein Rallyeteam besteht aus vier bis sechs Personen und zwei bis drei Autos. Die künftigen Rallyefahrzeuge müssen entweder mindestens 20 Jahre alt sein oder dürfen laut Schwacke-Liste nicht mehr als 2.000 Euro wert sein. Wer als gesamtes Team in Amman ankommt (egal ob mit einem oder allen Rallyewagen) und alle Sonderaufgaben auf der Strecke erfüllt hat, kommt in die Wertung. Hauptpreis ist ein echtes Kamel. Marc Abd-El-Jaleel (Aitrang) und seine Teammitglieder Volker Laumann (Messel) und Torsten Keller (Hünhan) machen sich schon ernsthafte Gedanken, wo sie das Kamel unterstellen können.

Vorher müssen sie aber noch ihre Rallyefahrzeuge technisch und optisch herrichten. Zwei VW Käfer (Baujahr, 1971 bzw. 1985) warten schon auf ihren automobilen Höhepunkt als Rallyewagen. Beide Autos werden zurzeit liebevoll hergerichtet, vor allem das Fahrzeug des Teamchefs muss umfangreiche kosmetische Operationen über sich ergehen lassen. „Die Fahrzeuge sind technisch wirklich gut. Wir werden mit den Autos sicher in Amman ankommen“, ist Torsten Keller überzeugt. „Zumindest wird es bei uns keine kochenden Kühler oder geplatzten Kühlerschläuche geben".

Das Team „Drive against hunger“ freut sich sehr auf das Abenteuer. Schließlich kommt es bei dieser „Antwort auf die Schicki-Micki-Rallye Paris-Dakar“ nicht in erster Linie auf das Rasen und Gewinnen an. Das Ganze soll Spaß machen und man wird viele Länder und Menschen kennen lernen.

Die Teams bestimmen ihre Routen bis Istanbul selbst. Allerdings dürfen keine Autobahnen benutzt werden und Navigationssysteme sind natürlich auch tabu. Nach einer Sonderprüfung in der Türkei, bei der mitten während der Rushhour vor die blaue Moschee im Zentrum der Metropole gefahren werden muss, geht es dann über den Bosporus, durch Anatolien und Syrien ins jordanische Königreich. In Jordanien selbst warten Sonderprüfungen in der Wüste und an besonderen Orten wie Petra, dem Wadi Rum, am Roten Meer, auf Mount Nebu und am Toten Meer auf die Rallyeteilnehmer. Unterwegs sind noch geheime Sonderaufgaben zu lösen. Eine Aufgabe ist bereits durchgesickert: Ganz tief drin im Suk von Damaskus müssen bei einem bestimmten Gewürzhändler 100 Gramm eines speziellen Pfeffers gekauft und der Preis ausgehandelt werden.

In Syrien gibt es während der harten Wüsten-Sonderprüfungen Gelegenheit, die mitgebrachten Spielzeug- und Kleiderpakete an die Kinder der in den armen Regionen und Flüchtlingslagern lebenden Menschen zu verteilen. Wie in den vergangenen Jahren soll die Siegerehrung bei einem königlichen Empfang bei Prinzessin Basrah stattfinden.

Zu guter Letzt dient das Ganze noch einem weiteren guten Zweck, denn alle Fahrzeuge und Teile der Ausrüstung werden in Jordanien bleiben und in Jordanien oder in einem anderen arabischen Land verkauft. Die Erlöse fließen auf ein Sperrkonto des World Food Program (WFP) der Vereinten Nationen und werden zweckgebunden ausbezahlt. Diese Organisation der Vereinten Nationen hat auch das Patronat für die Allgäu-Orient-Rallye übernommen.

"Kleines Auto - aber Platz für Sponsoren-Aufkleber"

Aktuell wird mit diesem Programm der Aufbau einer Käserei in einem Beduinendorf finanziert, um sesshaft gewordene Beduinen in die Lage zu versetzen, die Milch ihrer Schafe und Ziegen zu verwerten und damit einigen armen Familien ihr Ein- und Auskommen zu sichern. Einen großen Wunsch hat das Team noch: „Unsere Autos sind nicht groß - trotzdem, da haben noch viele Aufkleber von Sponsoren Platz", hoffen die Hünhaner auf Unterstützung aus der Region. +++

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