02.06.11 - FULDA

Zu schnell! Kleinwagen gegen Kleinlaster - 3 junge Leute schwerverletzt

Auf der Schlitzer Straße im Fuldaer Stadtteil Horas hat sich am frühen Donnerstagmorgen ein folgenschwerer Verkehrsunfall mit mehreren Schwerverletzten ereignet. Gegen 01:20 Uhr raste ein DACIA-Kleinwagen mit FD-Kennzeichen offenbar mit hoher Geschwindigkeit stadtauswärts in Richtung Gläserzell. Wegen einer "ordnungsgemäß abgesicherten Straßenbaustelle" (Polizei) kam der Pkw aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Wagen prallte gegen einen Bordstein, wurde abgewiesen, schleuderte über die Gegenfahrspur und stieß frontal gegen einen am linken Fahrbahnrand geparkten Fiat Ducato. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Klein-Lkw acht Meter nach hinten und dann gegen einen Baum geschleudert, wo er quer zur Straße zum Stillstand kam. Die drei Insassen wurden schwerverletzt.

Der 19-jährige Fahrer war durch die massiven Verformungen der Karosserie schwer eingeklemmt. Die Feuerwehr Fulda brauchte mit mehreren hydraulischen Geräten fast eine halbe Stunde, um den Schwerstverletzten zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben. Während der technischen Rettung wurde der Mann allerdings schon ärztlich versorgt. In der Zwischenzeit trafen weitere Rettungswagen aus Kleinlüder und Fulda ein. Die Besatzungen kümmerten sich um die beiden anderen Mitfahrer im Alter von 18 und 16 Jahren, die ebenfalls schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten.

Im Einsatz waren insgesamt vier Rettungswagen aus Fulda, Kleinlüder und Schlitz (Vogelsbergkreis) sowie das am Klinikum Fulda stationierte DRK-Notarzteinsatzfahrzeug. Mit 15 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen war die Feuerwehr Fulda vor Ort - die Einsatzleitung hatte Thomas Helmer. Um den rettungsdienstlichen Bereich vor Ort zu koordinieren hatte die Leistelle Fulda den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OLRD) Manfred Rippert aus Marbach alarmiert.

Die Schlitzer Straße war derzeit - auch durch die Vielzahl der Einsatzfahrzeuge - mehrere Stunden voll gesperrt. Über den Zustand der Verletzten gibt es keine weiteren Informationen. Nach Angaben des Führungs- und Lagedienstes beim Polizeipräsidium Osthessen wurde ein Sachverständiger zur Einsatzstelle bestellt, der den Unfall rekonstruieren soll. Die Feuerwehr leuchtet die Unglücksstelle aus. Weiterhin wurde beim Fahrer eine Blutentnahme durchgeführt und das Fahrzeug sichergestellt. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt 27500 Euro. (ma/cps). +++

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