Britta Kanabaja (Blickwechsel e.V.), Franco Wendt und Simona Flach (Pestalozzischule) coachen mit vollem Körpereinsatz. - Fotos: Konstantin Müller

05.06.13 - FULDA

Spongebob trifft auf Serienkiller: Pestalozzi-Schüler produzieren eigenen Film

Alle auf Position, Licht an, leise sein ... und Action! In ein echtes Filmstudio verwandelt sich diese Woche ein Klassenzimmer der Pestalozzischule in Fulda. Gefördert durch die Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien in Hessen (LPR) nimmt der Blickwinkel e.V. gemeinsam mit einer Schülergruppe einen Film auf. Das Drehbuch? Dafür sind die Schüler völlig allein verantwortlich, sie können das Projekt mit ihren Vorlieben und medialen Einflüssen vollkommen selbst gestalten. So kann es schon mal passieren, dass der Held der Kinderserie Spongebob Schwammkopf im Rahmen einer Schulübernachtung auf den gefürchteten Serienkiller aus der Reihe "Scream" trifft. Viele Ideen hatten die Schüler, ein endgültiger Titel steht zwar noch nicht fest, ein experimenteller Mix aus Liebe, Horror und Comedy soll aber nach Drehschluss im Kasten sein.

Am heutigen Mittwochmorgen kam es dann zum großen Showdown: Nachdem sich die Schüler ausreichend vorbereitet hatten, ging es für die Teilnehmer der Pestalozzischule nun endlich ans Dreh-Set. Und hier musste alles stimmen: Auf Kommando mussten alle leise sein und Szenen wurden solange gedreht, bis alles sitzt. Applaus gab es aber nach jeder abgedrehten Szene. Neben dem Spaß an der Sache und der Spontanität der Anwesenden ist eines ganz wichtig: Improvisation. „Wir haben auch zwei Schüler, die aufgrund ihrer Behinderung keine konkreten Anweisungen ausführen können, dann bemühen wir uns ihnen eine Szene vorzuspielen oder improvisieren einzelne Szenen komplett", kommentierte Simona Flach, Pädagogin an der Pestalozzischule, die spontan entstehenden neuen Szenen.

Das Projekt mit dem Titel „Siehste Töne!? Hörste Bilder!?" soll Schülern und Schülerinnen mit Beeinträchtigungen die Möglichkeit geben, neue Kommunikations- und Informationsmedien besser kennenzulernen. Durch die Schauspielerei entwickeln sich die sprachlichen Fähigkeiten der eingeschränkten Schüler, zudem lernen sie während der Filmproduktion den Unterschied zwischen Realität und Show kennen und sammeln erste Erfahrungen im Umgang mit Computer und Videokamera. Das Ergebnis ihrer Arbeit wird am Ende der gesamten Schule präsentiert, am 12.06. besuchen sie sogar den offenen Kanal in Fulda, wo ihr Film im Anschluss ausgestrahlt wird. (km)+++



...Ganz schön viel los am Set.


Telke Reeck (Blickwechsel e.V.) filmt das Geschehen.

"Den Rucksack musst du ausziehen", Franco Wendt bereitet seinen Schüler auf die nächste Szene vor.


...Auch sowas passiert mal beim Dreh.

Kamerafrau Monja übernimmt jetzt die Führung.

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