25.06.12 - Herbstein - Die Stadt Herbstein feiert vom 23. bis 26. August 2012 die 750. Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte durch den Fürstabt von Fulda. Dieses Großereignis beschäftigt seit geraumer Zeit viele Bürger, Vereine, Gruppen und die Stadtverwaltung mit den Vorbereitungen. So waren bereits seit Mitte Januar Martin und Matthias Ruhl, Martin Kaiser, Karl Mischler, Stefan Böttinger und Matthias Bott mit dem Wagenbau für den Hessentagsfestzug beschäftigt um dort für das 750-jährige Stadtjubiläum zu werben. Als Motiv hatte sich Gruppe das wunderschöne, historische Fachwerkrathaus aus dem Jahre 1910, mit der Kirche und einem Teil der Stadtmauer mit Turm gewählt (wir berichteten bereits darüber).
In mühevoller Kleinarbeit wurden in weit über 1.000 Stunden alle Einzelheiten mit kleinen Leistchen auf geklebt und gestrichen. Das Besondere an dem Modell war, dass es auf jeder Seite des Wagens, die Frontansicht des Rathauses, vom Marktplatz aus gesehen, die beiden Kirchen und Teile der Stadtmauer zeigt. Dies hatte einen besonderen Grund, denn nach dem Hessentagsumzug sollte das Modell geteilt und an den Stadteingängen von Lauterbach und Grebenhain kommend aufgestellt werden. Und dies geschah jetzt in der vergangenen Woche. Am Samstagvormittag wurden die letzten Arbeiten in Höhe des Betonwerkes Wiegand erledigt und nun ist die Werbung für das Stadtjubiläum perfekt. Ortsvorsteher Martin Ruhl wies bei einem Gespräch mit den Osthessen-News besonders auf den Höhepunkt des Jubiläums, den stehenden Festzug am Sonntag, den 26. August 2012 in der Altstadt hin. Dabei werden alte Handwerkstraditionen dargestellt, in denen sich die Geschichte der Stadt widerspiegelt. Fast alle beteiligten Gruppen seien aus dem Herbsteiner Stadtbereich. „Herbstein offen zur Welt“, unter diesem Motto stehe das Multi-Kulturen-Programm beim Stadtjubiläum.
Das Wirken der Religionen finde darin seinen Ausdruck. Mit Andachten, Konzerten und Lesungen leisteten die christlichen Kirchen ihren Beitrag; an einer Bürgerbibel werde fleißig geschrieben. Herbsteiner Bürger, die ein besonderes Hobby hätten, also Tüftler, Sammler, Bastler geben Einblicke in ihre Talente und öffneten ihr Haus. Geschicklichkeit sei beim lustigen „Spiel ohne Grenzen“-Turnier gefragt, bei denen die Stadtteile ihre Kräfte messen würden. Sportgeist beim Seifenkistenrennen, Ausdauer beim Charity-Lauf im Kurpark oder die kesse Sohle beim Disco-Tanz, sowie das etwas Glück beim Drei-Länder-Fußballturnier zwischen Heviz/Ungarn-Ranst/Belgien und Herbstein seien gefragt, für jeden sei etwas dabei. Während dieser Zeit biete die Gastronomie im Festzelt auf dem Marktplatz ein erfrischendes Angebot und im nahe gelegenen „Fastnachts- und STATT-Museum“ könne man zwischendurch ein bisschen Geschichte schnuppern. Im Jubiläumsjahr erscheine außerdem die neue Herbsteiner Stadtchronik, in der viel aus der Vergangenheit zu lesen sei. ++gr++
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