Zu Besuch beim Erdbeerbauern WÜRFL - So mache ich die perfekte Marmelade

23.06.16 - REGION

Sie ist die Königin der Früchte, doch dieser Titel trügt. Die Erdbeere, die die meisten Deutschen mit Herzenslust essen zählt eigentlich zu den Sammelnussfrüchten. Wer weiß das schon? Für Erdbeerbauer Sebastian Würfl vom Familienunternehmen Würfl sind dieser und viele weitere Fakten über die Erdbeere kein Geheimnis. Er kennt die gesunde Leckerei seit seiner frühen Kindheit besser als die meisten anderen, denn sie spielte in seinem Leben stets eine bedeutsame Rolle. "Ich liebe Erdbeeren einfach und ich werde ihrer auch nicht überdrüssig", sagt er mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

Leuchtend rot strahlt sie aus ...

Sebastian Würfl ist Juniorchef des ...

Beim Besuch auf einem der vielen Selbstpflücker-Felder der Würfls im Landkreis Fulda und dem Raum Frankfurt schaut er sich die Pflanzen mit großer Genauigkeit an. 75.000 Pflanzen stehen hier, prächtig gewachsen und in saftigem Grün. Gerüchte um dahinfaulende Ernte aufgrund des kalten und regnerischen Wetters kann er nicht bestätigen. Gerade im Raum Fulda hängen die Pflanzen voller köstlicher roter Erdbeeren. "Natürlich hört man mit meinem Beruf bei der Wettervorhersage ganz genau hin. Letztes Jahr hätten wir uns mehr Regen gewünscht, dieses Jahr würden wir das Wasser manchmal gerne wieder aus den Feldern pumpen. Aber die Ernte läuft prima, jetzt müssen nur die Leute kommen und Erdbeeren pflücken", sagt er. Das sei nach den Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen das größte Problem. Viele glaubten, es gebe keine Erdbeeren. Dabei trägt ein Feld wie das in Stöckels bei guten Bedingungen sogar um die 35 Tonnen.


Weitgereiste Pflücker

Aller Nachrichten zum Trotz: bleibt das Wetter trocken, schauen einige fleißige Pflücker auf den Feldern der Würfls vorbei. Sie füllen ihre - meist selbst mitgebrachten - Eimer mit den zwei verschiedenen Sorten. Die eine ist heller und eignet sich besonders gut für Desserts oder Erdbeerboden, die zweite ist wie gemacht für Marmelade - allein schon wegen ihrer kräftig dunkelroten Farbe. Die vielen Kunden machen selten einen Unterschied, ihnen schmecken beide. Manche kommen sogar extra aus der thüringischen Rhön und sammeln für sich und als Geschenk für Verwandte und Bekannte. 36, 41, 68 Kilo -  die meisten nehmen nicht bloß kleine Mengen mit, sondern verbringen einige Stunden pflückend auf den Feldern. Es macht ja schließlich auch Spaß, wenn man sich genau die Erdbeeren aussuchen kann, die einen anlachen.

Auf dem Feld neben dem ...

Eva Sachs arbeitet seit 24 ...

Für einige dürfte auch Eva Sachs ein Grund sein, warum sie immer wieder hierher kommen. Sie arbeitet seit 24 Jahren für die Würfls und ist ein echtes Original. Bei der Ankunft begrüßt sie jeden mit ihrem herzhaften Lachen und kennt ihre Stammkunden ganz genau. Wie viele Erdbeeren die 56-Jährige aus Stöckels wohl am Tag so nascht? Gar nicht so viele wie man meinen möchte. Ab und an könne sie sich schon mal nicht entziehen, aber es darf dann auch gerne wieder etwas anderes sein. 

Sebastian Würfl ist mit und ...

Der Name? Ein Betriebsgeheimnis

Sebastian Würfl hingegen nascht während seines Besuchs auf dem Feld in Stöckels immer wieder von den Früchten. Geschätzt nehme er wohl so 500 Gramm bis ein Kilo davon am Tag zu sich. Das geht jedoch nur, weil er von seinen Erdbeeren vollkommen überzeugt sein kann. "Die Arbeit ist nichts Abstraktes. Man schafft ein Produkt, dass man auch guten Gewissens vertreten kann", so der 36-Jährige. Wie die beiden Sorten auf den Feldern der Würfls heißen, das verrät er nicht. "Betriebsgeheimnis", sagt er mit einem Grinsen. Doch unter den unzähligen Sorten müssten sie glücklicherweise als Direktvertrieb nicht auf lange Haltbarkeit bei Einbußen in Sachen Geschmack setzen. Bei Würfls zählt primär das Aroma.


Erdbeermarmelade mal anders: Erdbeer-Kokos-Limette

Ein Klassiker, den man daraus machen kann, ist - klar - die Erdbeermarmelade, wie viele sie von Mama oder Oma kennen. Noch immer zählt die Marmeladensorte zu den beliebtesten in deutschen Haushalten. Immer wieder versuchen sich aber Experimentierfreudige an neuen Varianten der Erdbeermarmelade. Bloggerin Claudia Weinelt, alias Kulinarikus ( http://kulinarikus-food.blogspot.de/ ), aus Fulda hat sich an eine exotische Variante herangewagt: Erdbeer-Kokos-Limetten-Marmelade. Und wie man diese zaubert, verrät sie hier und in unserem Videobeitrag. 

Wenige Zutaten, großer Effekt: die ...

Fotos: Marcel Grösch/ Sabrina Ilona Teufel

Für fünf bis sechs kleine Gläser benötigt man:

500 g frische Erdbeeren
250 g Gelierzucker
Ein Päckchen Zitronensäure
200 ml Kokosmilch
25 g Kokosraspeln 
Eine halbe Limette (Abrieb der Schale und Saft nach Geschmack)

Zuerst werden die Erdbeeren gewaschen und geschnitten. Anschließend werden Kokosmilch, Limettenschale und -saft (vorsicht, damit die Marmelade nicht zu sauer wird) und Kokosraspeln hinzugegeben. Wer den Kokosgeschmack etwas intensiver haben möchte, der kann die Kokosraspeln vorher leicht in einer Pfanne anrösten, bis sie goldbraun werden. Dann wird der Gelierzucker zu den anderen Zutaten gegeben. 

Mit einem Stampfer - wer die Marmelade mit Fruchtstückchen mag - oder mit dem Pürierstab wird die Masse zerkleinert, bis sie die gewünschte Feinheit erreicht hat. Dann kommt alles in einen Topf und wird erhitzt. Die Marmelade sollte etwa vier Minuten sprudelnd kochen, dann kann man einen Geliertest machen. Wird die Masse fest, wenn man sie in ein leicht vorgekühltes Schälchen gibt, dann kann sie heiß in die Gläser gefüllt werden. Falls nicht, empfiehlt es sich, etwas Zitronensäure hinzuzugeben. Das unterstützt den Gelierprozess. 

Die fertige Marmelade kann dann heiß in die Einmachgläser gefüllt werden. Direkt nach dem Befüllen jedes einzelnen Glases sollte dieses fest zugeschraubt und auf den Kopf gestell werden. Aber bitte nicht vergessen, das Glas vor dem vollständigen Erkalten wieder umzudrehen, sonst hängt die Marmelade am Deckel. Ob die Marmelade luftdicht verschlossen und damit besonders haltbar ist, erkennt man später beim Öffnen am deutlichen Klicken des Deckels. Und dann heißt es: Guten Appetit. (Sabrina Ilona Teufel) +++

Claudia Weinelt bloggt unter dem ...

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