Gut geplant ist halb geheiratet: So organisiert man die perfekte Hochzeit

Damit bei der Hochzeit alles klappt, sollte das Brautpaar frühzeitig mit den Planungen beginnen

01.02.17 - REGION

Bootcamp für BräuteVon Mai bis Oktober dauert die Haupt-Hochzeitssaison. In dieser Zeit will alles erledigt werden, damit der große Tag zum schönsten im Leben eines Brautpaares wird. mondaine gibt in seinem „Bootcamp für Bräute“ ab Februar Tipps, Inspirationen und Hintergrundwissen für werdende Brautpaare. Wir sprechen mit Experten und teilen Eindrücke von Brauleuten aus der Region.

Seit der Kindheit haben sie ganz genaue Vorstellungen von diesem einen, besonderen Tag in ihrem Leben: viele Frauen, die ans Heiraten denken, werden darüber wieder zu jungen Mädchen, überaus ehrgeizigen Planerinnen und – wenn etwas unplanmäßig läuft – auch als gestandene Dame mal zur richtigen Zicke. Heiraten ist wunderschön, aber auch stressig. Für viele kommt diese Erkenntnis oft erst, wenn sie schon mitten im größten Stress sind. Doch es gibt Abhilfe. Wichtig ist es, langfristig zu denken und einen groben Ablauf der nötigen Vorbereitungen stets im Hinterkopf zu haben. Wir haben den 12-Monats-Plan für Brautpaare.


„Ja“, oder?

Alles beginnt mit dem Heiratsantrag. Der Mann fällt auf die Knie, zückt eine kleine Schmuckschatulle und stellt dann die Frage der Fragen „Willst du meine Frau werden?“ – so muss der Antrag heute nicht mehr unbedingt aussehen. Ob nun sie fragt, oder er, unter vier Augen oder zu einem besonderen Anlass, es gibt keine Regeln. Wichtig ist zunächst einmal die feste Überzeugung, denn ein Heiratsantrag soll wohlüberlegt und gut erfühlt sein. Der klassische Kniefall des Mannes kommt auch heute bei vielen Damen äußerst gut an, hat er doch etwas vom Ritter, der um die Prinzessin buhlt. Doch auch darüber hinaus gibt es bei Heiratsanträgen kein „richtig“ und „falsch“. Wichtig ist nur, dass er dem Menschen, den man fragt, gefällt. Besondere Ideen, die zeigen, dass man seinen zukünftigen Ehepartner wirklich gut kennt und auch freies Sprechen und der Überraschungseffekt sind aber durchaus günstige Faktoren beim richtigen Antrag.

Im Idealfall lautet die Antwort „Ja“ und die Planungen dürfen beginnen. Während die ganz Traditionellen nach dem Antrag auch recht bald eine Hochzeit erwarten, lassen sich immer mehr junge Menschen Zeit. Sie heiraten, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist und es sich passend anfühlt. Ob nun vom einen oder vom anderen Lager, gewisse Termine sollte man in jedem Fall kennen, denn sonst steht man am großen Tag schnell mal ohne Band oder Fotografen da.

Fotos: ON-Archiv

12 bis 6 Monate vorher

Ein guter Zeitpunkt, um einen groben Plan zu machen. Wie stellen wir uns unsere Hochzeit vor? Gibt es ein Motto unter dem alles stehen soll? Wen wünschen wir uns als Trauzeugen und heiraten wir eigentlich nur standesamtlich, oder auch kirchlich? Frühestens sechs Monate vor der standesamtlichen Trauung kann man seine Trauung anmelden. Dafür braucht man einen gültigen Personalausweis und einen Auszug aus dem Geburtenregister. Es empfiehlt sich, einen Termin zu vereinbaren, um alle Formalitäten beim Termin in Ruhe abklären zu können. Wichtig: gerade Termine im Sommer sind oft begehrt, denn dann ist Hochzeits-Hochsaison. Also früh genug abklären, ob der Wunschtermin sich einrichten lässt.

Ringe werden meist nicht passend ...

Etwa um dieselbe Zeit sollten Paare, die kirchlich heiraten wollen, auch mit dem Pfarrer oder Pastor sprechen. Auch hier sind besondere Termine (beispielsweise mit besonderem Datum) begehrt und man sollte alles rechtzeitig besprechen. Zudem ist die kirchliche Hochzeit nicht verpflichtend und auch – im Gegensatz zur standesamtlichen Trauung - kein Akt, bei dem es um Rechtsgültigkeit geht. Umso wichtiger ist es, dass man auch gerne von einem bestimmten Pfarrer oder Pastor den besonderen Segen für die Ehe empfängt.

Ebenfalls macht es Sinn, nun die passende Location für die Feier zu suchen, nach dem Hochzeitskleid Ausschau zu halten und es bei Erfolg auch schon zu bestellen sowie Kosten- und Gästeplanung zu beginnen.


Ein halbes Jahr vor der Hochzeit

Die Hochzeitstermine sind angemeldet, die Location gebucht und auch das Kleid ist gekauft – damit die Gäste bei der Feier nicht mit leerem Magen dastehen, können sich Brautpaare nun an die Menüplanung und Planung der Hochzeitstorte machen und Speisen und Getränke mit Location oder externen Caterern und einem Konditor besprechen. Vielleicht kennt das Paar ja auch einen besonders begabten Hobbykonditor, dem es vertraut, denn wichtig ist, zu wissen, dass Essen und Getränke auf vielen Hochzeiten einen sehr großen Posten in der Kostenplanung ausmachen können. Es lohnt sich also, mehrere Angebote einzuholen oder vielleicht eine Location zu wählen, wo man nur die Verköstigung bezahlen muss und die Räumlichkeiten im Preis inbegriffen sind.

Zudem ist jetzt ein guter Zeitpunkt, den Anzug für den Bräutigam, die Eheringe und alle Druckerzeugnisse (Einladungen, Menükarten, Kirchenhefte) auszusuchen. Gerade beim letzten Punkt macht es auch wieder Sinn, unterschiedliche Angebote einzuholen. Spätestens rund ein Vierteljahr vor der Hochzeit sollten die Einladungen verschickt werden, versehen mit Bitte um Rückmeldung und einer Frist, damit mit einer festen Gästezahl geplant werden kann.

Auch sollte jetzt die Hochzeitsreise geplant werden, da bei Fernreisen noch Impfungen nötig sein können. Diese müssen unter Umständen aufeinander aufbauend mehrfach gegeben werden. Außerdem bitte nicht die Planung und das Engagieren von Fotograf, Musikern/DJ und Friseur/Stylisten vergessen. Friseure und Stylisten bieten in der Regel einen Termin für Probestyling und -frisieren an.


Noch 12 Wochen, dann wird geheiratet

Jetzt geht es ans Eingemachte. In den letzten Wochen vor der Hochzeit sollte jedes Brautpaar seine Kleidung für den großen Tag noch einmal anprobieren. Im größten Stress der Vorbereitungen purzeln vor allem bei vielen Bräuten nochmal Pfunde und das Kleid soll ja perfekt sitzen. Wichtig ist, dass man nicht zu spät mit den Änderungswünschen dran ist, denn der Schneider braucht auch seine Zeit. Ebenfalls passend sollten nun die Trauringe bereit zur Abholung sein.

Sobald die Rückmeldungen der Eingeladenen da sind, sollte die finale Gästezahl an Caterer und/oder Location weitergegeben sowie abgeklärt werden, dass alle, die bei der Trauung dabei sein wollen, auch im Saal des Standesamtes oder der Kirche einen Platz finden. Außerdem kann nun die Tischordnung festgelegt werden, die vor allem bei Spannungen unter den Gästen gerne mal eine Herausforderung darstellt.

Die Braut sollte nun ihr komplettes Outfit abstimmen und gegebenenfalls bei schlechten Wettervorhersagen für das ärmellose Kleid noch einen Bolero oder eine Stola organisieren, denn eine frierende Braut ist sicher keine rundum glückliche. Außerdem sollte sie nun schon einmal die Schuhe einlaufen, sodass es am großen Tag keine Wackelpartien oder wunden Füße gibt. Alles, was für den Ablauf (Blumenkinder, Brautjungfern, Hochzeitstanz) wichtig ist, kann man nun sinnvollerweise proben und dann es geht bei vielen auch schon vor der Hochzeit bei Polterabend und Junggesellenabschied ans Feiern.

Wenn es schließlich nur noch wenige Tage sind, sollte die Planung noch einmal genau überprüft werden und letztlich alles Wichtige für den großen Tag bereitliegen. Und dann es heißt es hoffentlich auch schon zum zweiten Mal freudestrahlend „Ja, ich will.“ (Sabrina Ilona Teufel) +++

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