11.04.07 - Schlüchtern

30 Mio. Euro kostet neuer zweigleisiger "Ramholz-Tunnel" - Juni 2008 fertig

Mit einem Kostenaufwand von rund 30 (dreißig) Millionen Euro baut die Bahn bei Schlüchtern-Ramholz im Main-Kinzig-Kreis einen neuen zweigleisigen Tunnel der Bahnstrecke Flieden – Gemünden. Dem alten Brauch der Mineure folgend wurde der neue Tunnel heute Mittag getauft, die Patenschaft für den neuen Tunnel übernahm die Ehefrau des Main-Kinzig-Landrats, Evelin Pipa. Da die Frau von Erich Pipa gesundheitsbedingt nicht anwesend sein konnte, sprang Tochter Alexandra in die Bresche.

Der neue "Ramholz-Tunnel" wird im Endausbau eine Länge von 474 Metern haben. Es ist der Ersatz für den alten nur 388 Meter langen "Ramholz-Tunnel", der vor genau 135 Jahren erbaut wurde und in Zukunft nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Die Sanierung des alten Tunnels wäre nur bei zeitweise stillgelegtem Eisenbahnbetrieb bzw. unter Einschränkung des laufenden Eisenbahnbetriebes möglich gewesen und hätte sich über mehrere Jahre hingezogen. Lediglich wenn der neue Tunnel an die bestehende Strecke angeschlossen wird, muss der Zugverkehr unterbrochen werden. Derzeit fahren im Durchschnitt täglich runde 160 Züge durch den bestehenden Tunnel.

Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Bahn für Hessen und der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa, besuchten heute die Baustelle für den neuen Ramholz-Tunnel an der Bahnstrecke Flieden – Gemünden.

Der alte Ramholz-Tunnel wurde von 1868 bis 1871 errichtet. Im Mai 1872 wurde er eingleisig ab 1936 zweigleisig in Betrieb genommen. In den Jahren von 1906 bis 1909 wurde der gesamte Tunnel mit Ausnahme der Portale runderneuert. Dabei wurde das ursprüngliche Sandsteinmauerwerk durch Ziegelsteinmauerwerk ersetzt. Bis heute wurde der Tunnel mehrmals umgebaut. Untersuchungen hatten 1990 ergeben, dass eine weitere Erneuerung des Ramholz-Tunnels grundsätzlich und vor allem unter Betrieb in Zukunft nicht mehr wirtschaftlich möglich sein wird. Als Ersatz für den bestehenden 388 Meter langen Tunnel wird derzeit ein neuer zweigleisiger 474 Meter langer Tunnel im sogenannten Kalottenvortrieb mit speziellen Tunnelbaggern gebaut.

„Mit dem Bau des neuen Tunnels wird mit kurzer Bauzeit die langfristige Befahrbarkeit der Strecke sichergestellt“, erklärt der Projektleiter Jürgen Gunnemann von der DB ProjektBau, „ohne, dass es zu einer Beeinträchtigung von Reisenden während der Bauzeit kommt.“ Die Sanierung des alten Tunnels wäre nur bei zeitweise stillgelegtem Eisenbahnbetrieb bzw. unter Einschränkung des laufenden Eisenbahnbetriebes möglich gewesen und hätte sich über mehrere Jahre hingezogen. Lediglich wenn der neue Tunnel an die bestehende Strecke angeschlossen wird, muss der Zugverkehr unterbrochen werden. Derzeit fahren im Durchschnitt täglich runde 160 Züge durch den bestehenden Tunnel.

Die Inbetriebnahme des neuen Tunnels soll im Juni 2008 erfolgen. Danach wird der alte Tunnel mit Gestein aus dem Vortrieb des neuen Tunnels verfüllt. Der Abschluss der Maßnahme inklusive der Verfüllung und Rekultivierung ist für Mitte 2009 geplant. +++