Von links: Christine Mayer-Simon, Martina Klüh und Maryam Valipour wurden für ihr Engagement geehrt. - Fotos: Wolfgang Kampe

MAINTALBaumpflanzaktion 2015

Bürgerschaftliches Engagement wächst und gedeiht

13.03.15 - Die seit 2001 durchgeführte jährliche Baumpflanzaktion des Maintaler Frauenbüros und des Frauenbeirates fiel in diesem Jahr genau auf den Internationalen Frauentag. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen wurden am 8. März in Anwesenheit von Bürgermeister Erhard Rohrbach drei Maintaler Frauen für ihr bürgerschaftliches Engagement gewürdigt: Maryam Valipour ist im Stadtteilzentrum Bischofsheim aktiv, Martina Klüh bei der freiwilligen Feuerwehr Maintal und Christine Mayer-Simon in der Flüchtlingsbetreuung (Arbeitskreis Asyl). Als Symbol für ihren Einsatz wurde jeweils eine junge Linde gepflanzt. Der Posaunenchor Dörnigheim bot der Veranstaltung den musikalischen Rahmen.

Seit 2001 wächst und gedeiht der Frauenhain am Dörnigheimer Mainufer in Höhe des Leinpfades. „Die Bäume und ihr stetiges Wachstum sind ein schönes Symbol für die Beständigkeit und die innere Stärke, mit der sich Frauen in Maintal oft über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg für andere Menschen einsetzen“, so die Maintaler Frauenbeauftragte Anne Denecke.

Maryam Valipour ist eine der geehrten Frauen. In ihrer Laudatio gingen Petra Damm und Sabine Müller auf ihr Leben und ihre Verdienste ein. Sie stellten heraus, dass Maryam Valipour seit der Gründung des Stadtteilzentrums „als aktive Frau, nein oft als Motor von Aktionen bei den verschiedensten Projekten mit Herz und Verstand dabei“ sei. So beteiligte die Mutter dreier Kinder ihre gesamte Familie bei der Planung und Durchführung der Neugestaltung des Flugzeugspielplatzes in Maintal-Bischofsheim. Auch bei den Projekten „Kinder- und Jugendhaus“ und „Neue Partnerschaften-Vereine und interkulturelle Öffnung“ habe Maryam Valipour aktiv und kreativ mitgewirkt. Zudem organisierte sie zum internationalen Tag der Museen mit anderen Frauen eine Ausstellung im Heimatmuseum.

Seit einigen Jahren ist sie auch Mitglied des Frauenbeirates und dort im Sprecherinnen-Gremium. „Mariam Valipour ist ein Vorbild für viele Frauen. Sie zeigt, dass es sich lohnt, sich zu engagieren und offen und neugierig zu bleiben“, so Petra Damm und Sabine Müller in ihrer Rede abschließend. Die Laudatio für die bei der Feuerwehr aktive Martina Klüh hielt Stadtbrandinspektor Andreas Matz. Er ging insbesondere auf den Anteil der Frauen bei der Feuerwehr ein. Auch, wenn die Feuerwehr schon lange kein „Männerverein“ mehr sei, liege ein fünfzigprozentiger Frauenanteil noch in weiter Ferne. Dennoch sei Maintal auf einem guten Weg und liege im hessenweiten Vergleich weit über dem Durchschnitt von zehn Prozent.

So sind von den 179 Mitgliedern in den vier Maintaler Einsatzabteilungen 32 weiblich (18 Prozent). Bei der Jugendfeuerwehr sei das Verhältnis noch etwas besser, hier sind von den 69 Mitgliedern 16 weiblich (23 Prozent). Noch besser sehe es in den zwei Kinderfeuerwehren aus, hier sind von den 39 Kindern 18 Mädchen (46 Prozent). Mit der Ehrung von Martina Klüh spricht Andreas Matz alle Maintaler Feuerwehrfrauen an. Er führt aus: „ Feuerwehr ist Teamwork. Daher steht die einzelne Feuerwehrfrau bzw. der einzelne Feuerwehrmann ungern alleine im Vordergrund. So legt auch die heute zu Ehrende Wert auf die Feststellung, dass Sie diese Auszeichnung nur stellvertretend für alle Maintaler Feuerwehrfrauen entgegen nimmt.“

Dennoch würdigt er Martina Klühs persönliche Verdienste: „Martina hat das Bild der Feuerwehrfrau in Maintal erheblich geprägt.1997 trat sie in die Feuerwehr Maintal-Wachenbuchen ein. Sie absolvierte alle Ausbildungsabschnitte, bis zur Truppführerin. 2002 wechselte sie in die Einsatzabteilung nach Hochstadt. Schon sehr früh in Ihrer Feuerwehrkarriere erkannte die Hauptfeuerwehrfrau ihre Vorliebe für die Jugendarbeit. So wurde Martina 2008 als Stadtjugendfeuerwehrwartin in das höchste Führungsamt in der Jugendarbeit der Feuerwehr Maintal berufen. Dieses Amt hatte Sie bis Ende letzten Jahres inne. Auch Ihre langjährige Tätigkeit in der Fachabteilung-Brandschutzaufklärung/ -erziehung hat zum positiven Bild der „Feuerwehrfrau“ bei vielen Kindern und Jugendlichen in Maintal beigetragen.“ 

Die Stadtverordnete Monika Vogel (GRÜNE) und der Asylbewerber Mustafa Abdi Ali würdigten in ihren Redebeiträgen die Verdienste von Christine Mayer-Simon vom Arbeitskreis Asyl. „Ich finde es so wichtig und notwendig, dass es Menschen wie Dich gibt, die mit hohem persönlichen Einsatz bereit sind, sich für Menschen einzusetzen und Menschen zu unterstützen, denen unsere Gesellschaft mit Skepsis und Misstrauen begegnet“, stellte Monika Vogel gleich zu Beginn ihrer Laudatio heraus. Sie ging auch auf Christine Mayer-Simons vergangene kommunalpolitische Tätigkeit ein: „Bereits hier war es so, dass ich Dich hier kennengelernt habe als eine Frau, die engagiert für Themen und Inhalte einsteht, die ihr wichtig sind.

"Du warst nie die Parteifrau, die nur die parteipolitische Brille trägt, sondern immer zugewandt, empathisch und offen.“ Bei ihrer jetzigen Aufgabe unterstütze Christine Mayer-Simon eine Gruppe von Menschen, die „nicht von allen gewünscht sind und die auch mit vielen Anfeindungen und Ressentiments zu kämpfen haben.“ Mustafa Abdi Ali schilderte in seinem Beitrag anschließend sehr eindrucksvoll, wie sehr Christine Mayer-Simon ihm und allen anderen Asylbewerber helfe. Viele Asylbewerber waren am Sonntag vor Ort, um ihrer „Mutter“, wie sie Christine Mayer-Simon liebevoll nennen, für ihr unermüdliches Engagement zu danken. +++

Das Bild zeigt die geehrten ...

Viele Asylbewerber waren am Sonntag ...

Martina Klüh und ihre Kolleginnen ...


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