Die Studierenden der Fachschule Heilerziehungspflege mit „ihren“ Lamas

22.06.15 - ALSFELD

Lamas im Vogelsberg

Studierende der Fachschule erfahren tiergestützte Pädagogik

Am Ende ihrer Ausbildung an der Fachschule Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege der Max-Eyth-Schule in Alsfeld machten die Studierenden der Klasse 02FSSW an ihrem letzten Unterrichtstag eine neue Erfahrung in tiergestützter Pädagogik, die mittlerweile zu einem festen Modul in der Heilerziehungspflege gehört.

Mit Hilfe geplanter pädagogischer Prozesse wird Menschen mit Unterstützungsbedarf ermöglicht mit Tieren zu interagieren, über Tiere zu kommunizieren oder für Tiere tätig zu sein. Die Ziele sind u.a. die Wiederherstellung und Erhaltung körperlicher und emotionaler Funktionen.

Die Studierenden unternahmen zusammen mit Herrn Odermatt von Vogelsberglamas.de eine Wanderung mit seinen Lamas durch den Vogelsberg. Die „Herren“ Mika, Mendelssohn, Maradonna und Modly erwarteten die Studierenden bereits in ihrem Zuhause in Lingelbach. Lamas sind Kamele ohne Höcker, erläuterte Herr Odermatt zu Beginn der Exkursion. Sie riechen ihre natürlichen Feinde auf 5 km Entfernung, können in einem Tempo von ca. 70 km/h laufen und das über 5 Kilometer. So schützen sie sich in der Natur vor ihren Feinden. Außerdem können sie sich jeden Weg merken, den sie einmal in ihrem Leben gegangen sind. Diese und mehr Informationen erhielten die Studierenden zur Einstimmung. Zu Beginn der 4-stündigen Wanderung durch den Vogelsberg suchten sowohl Mensch als auch Tier die jeweilige Rolle in der gemischten Wandergruppe. Welcher „Herr“ darf vorne gehen, wann gibt es eine Pause, um das frische Grass oder die trockenen Halme zu fressen, so offensichtlich die Perspektive der Lamas. Wie kann ich den Lamas zeigen, was ich will, wie kann ich mich mit meinem Partner/meiner Partnerin beim Führen des Lamas verständigen, wie gelingt es, alle Studierenden gleichermaßen an der Erfahrung mit den Tieren teilhaben zu lassen, das beschäftigte die Studierenden und Lehrkräfte. Nach ca. 30 Minuten hatten alle, Menschen wie Tiere ihren Platz in der illustren Truppe gefunden und manche Annäherungsversuche konnten gewagt werden.

Die Studierende genossen den Tag mit den Lamas und nahmen neben intensiven persönlichen Erfahrungen mit den Tieren auch die Erkenntnis mit, dass sie in ihrem im Sommer beginnenden Berufspraktikum diese Erfahrung möglicherweise in ihrer Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen einbringen können.

Die Max-Eyth-Schule legt in ihrer Ausbildung der Staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger/innen besonderen Wert auf moderne Ansätze in der Heilerziehungspflege, wozu auch das Arbeiten und Lernen in und mit der Natur gehört, bspw. auch im Projekt Lernort Natur.+++




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