Nach altem Brauch werden die Jungmeister mit einem Schluck Wein begrüßt

27.09.15 - SCHLÜCHTERN

Leistung lohnt sich

51 Meisterbriefe der Kreishandwerkerschaft überreicht

Beim Herbstball der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern haben der Vizepräsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Andreas Brieske, und Landrat Erich Pipa 51 Jungmeistern die Meisterbriefe überreicht. In seiner Festrede betonte Brieske: „Leistung lohnt sich. Auch und gerade im Handwerk.“ Brieske beglückwünschte die Jungmeister dazu, das sie nach Lehre und Gesellenzeit die Ärmel hochgekrempelt und wieder die Schulbank gedrückt hätten. „Sie haben es geschafft. Sie haben durchgehalten, Leistungsbereitschaft gezeigt. Darauf können Sie stolz sein.“ Ein Meisterstück entstehe nicht aus dem Nichts, sondern sei Handwerk, das aus Leidenschaft komme. „Wer zum Meister in seinem Fach wird, der hat gute Chancen, sein Leben erfolgreich zu meistern.“

Handwerksbetriebe hätten auch in konjunkturell schlechten Zeiten ausgebildet. Dies sei aus dem Wissen heraus geschehen, dass nur gut ausgebildete Arbeitskräfte den Anforderungen genügten. „Knüpfen Sie hier an, vermitteln sie den jungen Kollegen, dass Arbeit mehr Würde als Bürde sein kann, mehr Lust liefert als Last.“ Der Kammer-Vizepräsident appellierte an die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen. „Der Umgang mit neuen Techniken, mit neuen Werkzeugen und Werkstoffen, wird Sie immer wieder neu fordern. Nehmen Sie die Herausforderung an.“ Der Meisterbrief sei ein Zeugnis über Leistungen und handwerkliche Fähigkeiten, ein Dokument, das Chancen öffne.

Rejoice - die Hip Hopper ...

So mancher wagte ein Tänzchen Fotos: kel

Der Vizepräsident der Handwerkskammer Andreas ...

Landrat Erich Pipa berichtete von der Auftragsvergabepraxis im Main-Kinzig-Kreis. Rund 80 Prozent gingen an die heimische Wirtschaft und das heimische Handwerk. „Das ist auch ein Dankeschön an alle Unternehmen, die ausbilden.“ Pipa appellierte an die Betriebe, auch Flüchtlingen, Praktikumsplätze zu geben. „Helfen Sie mit, dass die Menschen, die zu uns kommen, schnell integriert werden, eine Ausbildung erhalten und in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können.“

Kreishandwerksmeister Ottmar Hutzenlaub führte humorvoll durch das Programm, dass mit dem Auftritt der Hiphopper „Rejoice“ und der „Harald-Schmitt-Band“ ausgesprochen abwechslungsreich war. Vielen Jungmeistern fiel bei der Meisterbriefverleihung ein Stein vom Herzen. „Ich fühle mich befreit vom Lern- und Schulstress. Das zehrt schon an den Nerven. Manchmal habe ich geglaubt, ich schaffe es nicht“, gestand Patrick Schubert aus Linsengericht. Der jüngste in der Jungmeistergilde, Fabian Müller aus Mottgers, hielt die Vollzeit in Wiesbaden für eine Zeit, die er nie vergessen werde. Schon in wenigen Jahren will sich der 20-Jährige selbständig machen und sich selbstbewusst den Herausforderungen stellen, die auf ihn zukommen. (kel)+++

Die Harald Schmitt Band

Die Jungmeister




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