16.01.16 - BEBRA

Telefonieren, Surfen und Fernsehen

Vectoring-Ausbau: Mehr Tempo für Bebra

Bahn frei für das Netz der Zukunft: Nachdem die Telekom die Ortsteile Breitenbach, Blankenheim und Lüdersdorf im September 2015 mit Vectoring versorgt hat, ist jetzt die Kernstadt Bebra sowie der Ortsteil Weiterode an der Reihe. Die Telekom wird weitere rund 15 Kilometer Glasfaser verlegen und 23 Multifunktionsgehäuse aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten. Dadurch werden rund 4.300 Haushalte in Bebra bis Ende 2016 Vectoring-fähig.

Vectoring ist ein Datenturbo für das VDSL-Netz. Im Vergleich zu einem bisherigen VDSL-Anschluss (Very High Speed Digital Subscriber Line) verdoppelt sich das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo sogar auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich wird.

"Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger und der Gewerbebetriebe an ihren Internet-Anschluss steigen ständig", sagt Uwe Hassl, Bürgermeister von Bebra. "Deshalb freuen wir uns, dass Bebra jetzt vom Ausbau-Programm der Telekom profitiert und wir nicht auf die wesentlich langsamere Technik der Breitband Nordhessen GmbH warten müssen. So bleibt unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz zukunftsfähig und kann auch künftig am technischen Entwicklungsprozess der Telekom partizipieren."

"Wir wissen, wie wichtig schnelle Anschlüsse sind und deshalb bringen wir Jahr für Jahr mehr Menschen ins schnelle Internet als jedes andere Unternehmen", sagt Fuat Dalar, Regio Manager der Telekom Deutschland. "Dafür investieren wir allein in Deutschland jedes Jahr bis zu vier Milliarden Euro."

Drei Schritte zum schnellen Internet

Erstens: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse (MFG), die großen grauen Kästen am Straßenrand, wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70.000 Euro pro Kilometer.

Zweitens: Die Multifunktionsgehäuse werden mit moderner Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Dort werden unter anderem die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Die MFG werden über das Ausbaugebiet verteilt. Die Entfernung zwischen Kunde und MFG soll möglichst gering sein.
Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Drittens: Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird durch Vectoring-Technik schneller. Vectoring beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich. Beim Herunterladen erhöht sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Mehr Anschlüsse, mehr Tempo, mehr Komfort

Die Telekom setzt beim Netzausbau auf einen Technologiemix aus Festnetz und Mobilfunk. So bietet die Telekom beispielsweise einen Hybrid-Router an, der Bandbreite aus beiden Netzen bündelt. Das Ziel: Der Kunde soll immer und überall die bestmögliche Verbindung erhalten. Daher wird bis Ende 2016 die Zahl der VDSL-fähigen Haushalte von 12 auf 24 Millionen erhöht. Bis Ende 2018 werden 95 Prozent der Bevölkerung den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s nutzen können. In gleichen Zeitraum wird das Festnetz auf dem Internet Protokoll laufen und damit noch mehr Sicherheit und Komfort für die Kunden bieten. +++




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