HERINGENStadt und K + S im Dialog

Große Investition: Trennkanalisation in Wölfershäuser Straße

23.08.16 - Schon seit geraumer Zeit sorgen die Kanalisation in der Wölfershäuser Straße und die "Märzenquellen" im Bereich des Heinerberges in der Kernstadt für Diskussionen. Dabei geht es im Wesentlichen um die Frage, wie die dort der Kanalisation der Stadt Heringen (Werra) und damit der städtischen Kläranlage zulaufenden salzhaltigen Wässer so erfasst und abgeleitet werden können, dass eine Beeinträchtigung des Klärwerks verhindert wird. Dazu ist laut Pressemitteilung der Stadt geplant, in der Wölfershäuser Straße eine Trennkanalisation zu errichten, die das Hausabwasser getrennt von den salzhaltigen Wässern und dem Niederschlagswasser abführt. Am Heinerberg müssen die mit Salz verunreinigten Wässer erfasst werden, um sie von den Schmutzwasserleitungen fernzuhalten. Anschließend wird das mit Salz belastete Wasser kontrolliert den Genehmigungen entsprechend in einen Vorfluter (Gewässer) abgeleitet. Dazu sind große Investitionen notwendig. Derzeit wird zwischen Stadt und Kaliindustrie einvernehmlich abgestimmt, wer welchen Anteil an den Kosten trägt.

"Aus dem Schützengraben heraus ist es ganz schwer, zu vernünftigen Absprachen zu kommen", meint Bürgermeister Daniel Iliev und freut sich darüber, dass "Stadt und K+S KALI jetzt einen Neuanfang im Dialog begonnen haben." Dem pflichtet Christoph Wehner, einer der Werksleiter des Kaliwerkes Werra, bei und führt aus: "Eine Lösung der Probleme mit den salzhaltigen Wässern muss aus beiderseitigem Interessen dringend herbeigeführt werden. Da ziehen Stadt und K+S an einem Strang." Dass dabei ganz am Anfang und zentral neben vielen technischen und genehmigungsrechtlichen Aspekten die Frage der Finanzierung und damit der Kostenteilung steht, ist allen Beteiligten klar. "Das Werk Werra der K+S KALI GmbH", so Christoph Wehner weiter, "steht zu seiner Verantwortung für das Werratal und wird sich dort, wo der Kalibergbau ursächlich für die Probleme verantwortlich ist, entsprechend finanziell beteiligen."

Um die Ernsthaftigkeit der Suche nach einer für alle Beteiligten gangbaren Lösung zu unterstreichen, sind mehrere, gemeinsam besetzte Arbeitsgruppen zu den Themen Finanzierung, Technik, wasserrechtliche Einleitungserlaubnis und Öffentlichkeitsarbeit gegründet worden. Hier sollen die drängenden Fragen und Probleme gemeinsam, einvernehmlich, sachorientiert und schnell gelöst werden.

Eine weitere Arbeitsgruppe wird sich mit dem Thema der Trinkwassergewinnung beschäftigen. Hier werden künftig Stadt Heringen (Werra) und Wasserbeschaffungsverband das hydrogeologische Wissen und die Erfahrungen von K+S partnerschaftlich nutzen. Darüber freut sich der "Wassermeister" des Wasserbeschaffungsverbandes, Heiko Habermann, und meint: "Wir stehen vor einer Situation, in der wir uns über die Erschließung neuer Trinkwasservorkommen Gedanken machen müssen und können daher den Sachverstand und die Expertise von K+S ergänzend zu unseren eigenen Kompetenzen gut gebrauchen." +++




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