04.01.17 - REGION

ON WISSEN Serie

Anschlussfinanzierung für Ihre Immobilie in 2017? Das sollten Sie wissen

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer, die für ihr Eigenheim eine Baufinanzierung abgeschlossen haben, stehen vor dem Problem, dass die vereinbarte Zinsbindung in den kommenden Monaten oder Jahren ausläuft.

Aktuell ist das Zinsniveau für Baufinanzierungen sehr niedrig. So manch einer zahlt für sein aktuelles Baudarlehen sogar einen höheren Zins, als derzeit von den Banken angeboten wird. Daher fragen sich viele, ob dann, wenn die Anschlussfinanzierung ansteht, immer noch so günstige Zinsen angeboten werden und ob es nicht sogar möglich ist, sich den derzeit sehr niedrigen Zins für die weitere Finanzierung bereits heute zu sichern.

Für die Beantwortung dieser Fragen kommt es jedoch ganz entscheidend darauf an, wie lange die Zinsbindung für das bestehende Darlehen noch läuft.

Dauer der Zinsbindung entscheidend

Wenn die Zinsbindung im Laufe 2017 ausläuft, bestehen gute Chancen, dass die Anschlussfinanzierung auch dann noch zu sehr günstigen Zinsen abgeschlossen werden kann. Die meisten Experten sind sich sicher, dass in den nächsten Monaten keine wesentliche Änderung des Zinsniveaus zu erwarten ist, auch wenn es sich aktuell um historische Tiefststände handelt. Selbst mittelfristig in den nächsten 12 Monaten, wird, wenn überhaupt, nur mit sehr moderaten Zinsanpassungen nach oben gerechnet. Kein Grund also in Panik zu verfallen.

Die aktuellen Hypothekenzinsen können übrigens bei baufi24.de nachgelesen werden. Dort befindet sich eine aktuelle Übersicht über die Konditionen von über 300 Banken. Auch ein Ratgeber zu Anschlussfinanzierungen mit Antworten von Experten ist hier zu finden.

Was bedeutet das für die Anschlussfinanzierung in 2017 konkret?

Läuft die Zinsbindung in Kürze, also in den nächsten Monaten aus, sollten Hauseigentümer nicht warten, bis die Bank ein Angebot für die Anschlussfinanzierung unterbreitet, sondern selbst auf die Bank zugehen und bereits jetzt um ein Angebot bitten. In vielen Fällen ist es schon ein bis drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung möglich, eine Anschlussfinanzierung zu vereinbaren. Aber auch für diejenigen, bei denen die Zinsbindung erst später in 2017 ausläuft, gibt es eine Möglichkeit, sich den niedrigen Zins bereits heute zu sichern.

Das geschieht mit einem sogenannten Forward-Darlehen. Mit diesen Darlehen werden die Zinsen von heute bereits für ein Darlehen gesichert, das erst in den nächsten Monaten in Anspruch genommen wird. Als Gebühr für diese Zinssicherung wird lediglich ein kleiner Aufschlag auf den Zins fällig. Dieser Aufschlag wird allerdings umso höher, je weiter das Datum für die Anschlussfinanzierung in der Zukunft liegt.

Wessen Zinsbindung noch um die drei Monate bis zu einem Jahr läuft, sollte die Möglichkeit eines Forward-darlehens prüfen und bei seiner finanzierenden Bank danach fragen.

Anschlussfinanzierung bei einer anderen Bank möglich

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, das Immobiliendarlehen bei einer anderen Bank weiterzuführen, wenn diese noch günstigere Konditionen anbietet. Falls die Zinsbindung nur noch kurze Zeit läuft, ist es sinnvoll, auch Angebote von anderen Banken einzuholen. So lässt sich im Einzelfall zusätzlich Geld sparen. Wenn das Ende der Zinsbindung jedoch noch weiter in der Zukunft liegt und mit der derzeit finanzierenden Bank eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit vereinbart wurde, kann das aktuelle Darlehen auch gekündigt und durch ein neues von einer anderen Bank ersetzt werden.

Doch Vorsicht Falle!

Die günstige Umfinanzierung durch eine andere Bank ist nicht in jedem Fall möglich. Wenn keine vorzeitige Rückzahlung in den Bedingungen des Darlehensvertrages vorgesehen ist, hat die Bank bei einer vorfristigen Kündigung des Darlehens einen Anspruch auf eine Entschädigung. Experten sprechen hier von der Vorfälligkeitsentschädigung, bei dem die Bank, vereinfacht gesagt, einen Schadenersatz für die eigenen Refinanzierungskosten erhält.

In den meisten Fällen führt die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung dazu, dass eine Umschuldung unter Einbeziehung einer anderen Bank nicht mehr wirtschaftlich ist. In diesem Fall sollte der Kunde Kontakt mit der Hausbank suchen und Möglichkeiten erörtern, wie die zukünftige Zinsbelastung bei der Anschlussfinanzierung in Grenzen gehalten werden kann.

Wie kann die Zinsbelastung sonst noch gesenkt werden?

Neben dem bereits genannten Forward-Darlehen gibt es weitere Möglichkeiten, die Zinsbelastung bei einer Anschlussfinanzierung zu senken. Zum einen kann eine höhere Tilgung vereinbart werden, die dazu führt, dass sich die Darlehenslaufzeit der Anschlussfinanzierung verkürzt.

Der Vorteil dabei ist, dass der Eigentümer nicht nur Zinsen spart, sondern auch noch schneller schuldenfrei wird. Ein anderer Weg steht denjenigen offen, die zumindest einen Teil der Darlehenssumme, die bei Ablauf der Zinsbindungsfrist noch offen ist, anderweitig ablösen können.

Das kann zum Beispiel aus ersparten Geld von einem Sparbuch oder Festgeldkonto, aber auch mit Geld aus einem Bausparvertrag geschehen. Aufgrund der sehr niedrigen Sparzinsen, die aktuell sogar gegen Null tendieren, ist das für viele Experten aktuell sogar der Königsweg. Mit dem bei der Anschlussfinanzierung eingesetzten Geld, kann die Schuldenlast insgesamt vermindert werden, was natürlich auch eine Senkung der Zinskosten, zusätzlich zu dem aufgrund der günstigen Zinsen eingespartem Geld zur Folge hat.




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