FULDAFrüherer Caritasverbands-Vorsitzender

Domkapitular i. R. Prälat Josef Mönninger mit 97 verstorben

05.01.17 - Im 98. Lebensjahr und im 68. Jahr seines Priestertums ist am 3. Januar in Fulda Domkapitular i. R. Prälat Josef Mönninger verstorben. Der frühere Leiter des Seelsorgeamtes der Diözese Fulda und langjährige Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes hat sich insbesondere um die Gemeindekatechese und die Förderung der Laien im Pastoralen Dienst verdient gemacht.

Geboren am 2. Dezember 1919 in Rüdigheim/Kreis Marburg, besuchte er die Bischöfliche Lateinschule in Amöneburg und wechselte dann auf das Konvikt in Fulda über. Nach dem Abitur 1938 in Fulda wurde er zunächst zum Arbeitsdienst und bei Kriegsausbruch sogleich zum Wehrdienst einberufen. Erst 1946 konnte er sein Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Fulda fortsetzen. Auf die Priesterweihe, die er am 24. Juli 1949 in Fulda empfing, folgten Kaplansjahre in Fulda St. Sturmius und der Stadtpfarrei. Ab 1951 wirkte er als Präses der Kolpingfamilie Fulda, wurde 1955 zum Diözesanpräses des Kolpingwerkes und ein Jahr später außerdem zum Diözesanjugendseelsorger für die Mannesjugend ernannt. Darüber hinaus war er an den Fuldaer Schulen Religionslehrer. 1960 wurde er zum Pfarrer in Giesel ernannt, wo er eine neue Kirche baute. Sechs Jahre später übertrug ihm Bischof Adolf Bolte die Seelsorge für die St.-Bonifatius-Gemeinde im Nordosten Kassels, in der er über zehn Jahre wirkte. Das Vertrauen seiner Mitbrüder berief den engagierten Pfarrseelsorger 1972 zum Dechanten des Stadtdekanates Kassel und zum Regionaldechanten der damaligen Region Kassel. Die Gründung der Kasseler Stadtkonferenz ebenso wie der Bau des Regionalhauses Adolf Kolping sind seiner Initiative zu verdanken.

1977 berief ihn Bischof Eduard Schick als Ordinariatsrat ins Bischöfliche Generalvikariat und übertrug ihm die Verantwortung für die territorial- wie personalstrukturelle Planung im Bistum. Am 1. März 1977 wurde er zum Ehrendomkapitular an der Fuldaer Kathedralkirche ernannt, Anfang 1978 zum Leiter des Seelsorgeamtes, wenig später zum Domkapitular und am 18. Dezember 1980 zum Päpstlichen Ehrenprälaten. Im September 1984 wurde er darüber hinaus zum Vorsitzenden des Diözesan-Caritasverbandes berufen. Im Sinne der Konzilsbeschlüsse war er von 1977 bis 1990 unter anderem auch Geistlicher Beirat des Katholikenrats der Diözese. Als Prälat Mönninger Ende 1989 von der Leitung des Seelsorgeamtes entpflichtet wurde, blieb er bis 1995 weiter Vorsitzender des Caritasverbandes der Diözese. Im Juni 2004 wurde er bei einem Besuch in England aus Anlass des 1250. Jahrestages des Martyriums des heiligen Bonifatius vom damaligen Bischof von Plymouth, Christopher Budd, zum Ehrendomkapitular des Kapitels der Kathedralkirche zu Plymouth ernannt.

Das Requiem für den Verstorbenen findet statt am Montag, 9. Januar, um 11 Uhr im Dom zu Fulda. Am Dienstag, 10. Januar, ist um 14 Uhr in Amöneburg-Rüdigheim ein Gottesdienst mit anschließender Beerdigung.+++


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