Kommandant Sebastian May ist seit 25 Jahren im aktiven Feuerwehrdienst. Zu diesem Jubiläum gratulierten Bürgermeisterin Birgit Erb und der stellvertretende Kommandant André Sandmann Foto: Marion Eckert

08.01.17 - OBERELSBACH

„Stolz auf das, was wir alles meistern“

Feuerwehr Oberelsbach: Ausrücken in der Silvesternacht mittlerweile Tradition

Der Neu- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses, zahlreiche Einsätze, Lehrgänge und Fortbildungen sowie das kameradschaftliche Leben prägten das Jahr bei der Feuerwehr Oberelsbach. Wie Kommandant Sebastian May berichtete gehören 38 Aktive, darunter 13 Atemschutzgeräteträger und neun Jugendfeuerwehrler zur Oberelsbacher Feuerwehr. 39 Einsätze waren im vergangenen Jahr zu bewältigen, darunter 19 Technische Hilfeleistungen und acht Brandeinsätze. Insgesamt wurden bei den Einsätzen 332 Stunden aufgewendet.

Es scheint schon beinahe Tradition zu sein, dass die Oberelsbacher Feuerwehr in der Silvesternacht ausrücken muss. Im vorigen Jahr brannte ein Kleidercontainer, in diesem Jahr nahezu vier Hektar Wiese auf der
Hochrhön. Bis in die frühen Morgenstunden des neuen Jahres waren die Feuerwehrler im Einsatz.
Im Jahresrückblick wurde deutlich, wie umfangreich die Arbeit bei der Feuerwehr ist. Da mussten unter Wasser stehende Keller gesäubert und Ölspuren auf der Straße beseitigt werden, Absicherungen bei Festen und
Lagerfeuern galt es zu gewährleisten, Hilfe bei verschiedenen Arten von Verkehrsunfällen war zu leisten und diverse Hilfsleistungen wie eine Wohnungsöffnung waren Aufgabe der Feuerwehr.

In zehn Übungen haben die Feuerwehrfrauen und -männer aus Oberelsbach die notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse vertieft und erweitert. „Ich bin mit der Übungsbeteiligung sehr zufrieden“, sagte der Kommandant.
Eine ganze Reihe an Feuerwehrlern haben Lehrgänge besucht, sich unter anderem mit dem Umgang mit der Motorsäge und dem Digitalfunk vertraut gemacht. Glückwünsche gab es für alle, die sich den Fortbildungen
unterzogen und die Prüfungen bestanden haben.Beschaffungen wurden in 2016 auch getätigt, unter anderem galt es die Überjacken und -hosen für die Atemschutzgeräteträger zu erneuern, was auch in 2017 fortgeführt werden soll.

Die Kameradschaft und die Gemeinschaft zu pflegen ist in der Feuerwehr Oberelsbach sehr wichtig. So gibt es jedes Jahr eine gemeinsame Familienwanderung und Zelten am Sulzfeldersee. Außerdem besuchten sie die Freunde in Hattingen-Niederwenigern und organisierten einen Gegenbesuch sowie ein Ferienprogramm für Kinder. Das Jahr 2017 werde ähnlich umfangreich und anspruchsvoll wie das vergangene, kündigte der Kommandant an. Neben der Fertigstellung und dem Einweihung der neuen Halle, gehe es an die Planungen für ein neues Feuerwehrfahrzeug. Außerdem sollen Leistungsprüfungen abgelegt werden.

„Ich bin stolz auf das, was wir alles meistern“, dankte Sebastian May allen. Über die Bauarbeiten und die umfangreiche Eigenleistung in Höhe von 1.400 Stunden, die die Feuerwehr Oberelsbach bisher beim Um- und Neubau des Feuerwehrgerätehauses erbrachte, informierte der stellvertretende Kommandant André Sandmann mit einer Bildershow. Kreisbrandrat Stefan Schmöger dankte der Oberelsbacher Feuerwehr und der Marktgemeinde für die großartige Arbeit. „Spitze gemacht“, zollte er der Feuerwehr seine Anerkennung. „Es wird hervorragendes geleistet.“

Bürgermeisterin Birgit Erb dankte dem Kreisbrandrat für die gute Zusammenarbeit und zielorientiert Kommunikation. Es gebe kein überzogenes Wunschdenken sondern eine gute Basis für eine vernünftige
und machbare Zusammenarbeit. Ihr Dank galt auch dem Kommandant und seinem Stellvertreter für die Flexibilität und Offenheit in der Diskussion sowie Alexander Heimgärtner, der die Bauaufsicht übernommen habe und überdurchschnittliches Engagement zeige. Erb ging auf die geplante Neuanschaffung des Feuerwehrfahrzeuges, die anstehende Änderung des Feuerwehrgesetzes ein sowie eine Verstärkung der Zusammenarbeit mit
den Gemeinden der Kreuzbergallianz. Was die Gestaltung des Vorplatzes des neuen Feuerwehrgerätehauses angehe, bat Erb um Geduld. Möglicherweise werde es erst in 2018 möglich sein, da das Umfeld des
Rathauses über die Städtbauförderung durch die Regierung von Unterfranken neu gestaltet werden solle.
Über die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr mit 47 Übungen, Wissenstest, Zeltlager, Ausflügen und Jugendleistungsprüfung berichtete Jugendwart Patrick Müller und dankte dem Feuerwehrverein für die
großzügige finanzielle Unterstützung der Jugend.

Getrübt wurde die gute Stimmung und positiven Berichte durch zwei Enthaltungen bei der Entlastung der Vorstandschaft. Schriftführer Florian Kraus und Johannes Hellmuth sprachen von zu wenig Abstimmung und
Kommunikation in Bezug auf den Neu- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses. Kommandant May verwies auf die Möglichkeit jederzeit Einsicht in die Unterlagen zu nehmen und Bürgermeisterin Erb stellte klar: „Das
Feuerwehrgerätehaus ist im Eigentum des Marktes Oberelsbach. Wir realisieren den Bau in enger Abstimmung mit der Feuerwehrführung. Auch wenn der Feuerwehrverein mit einigen Dingen in Vorleistung ging, es wird
eine saubere und ordentliche Abrechnung zwischen der Gemeinde und der Feuerwehr erfolgen.
Befördert wurden Jennifer Heimgärtner, Jonas Voll und Tim Ortl zum Feuerwehrmann, Alexander Heimgärtner und Michael Kraus zum Hauptfeuerwehrmann. Sebastian May wurde für 25 jährige Dienstzeit geehrt. Neu in die Wehr aufgenommen wurden Timo Budnik, Florian Herbert, Oliver Söder, Jonas Stumpf und von der Jugendwehr in die aktive Wehr wurden Luca Omert und Jan Müller übernommen. (Marion Eckert) +++




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