Ein wichtiger Botschafter zwischen Rhön und Vogelsberg: der Fuldaer Unternehmer Wolfgang Wehner. - Alle Fotos: Hendrik Urbin

10.01.17 - FULDA

"WW" - ein Vorbild und Botschafter

"Ich liebe unsere Region" - Unternehmer und Regionär Wolfgang WEHNER wird 80

Er ist Unternehmer durch und durch, ein Kaufmann mit Weitblick, ein Fuldaer Urgestein, ein Regionär mit Visionen. Die Rede ist von Wolfgang Wehner, dem Geschäftsführenden Gesellschafter der Wehner Lebensmittel GmbH & Co. KG (240 Mitarbeiter an drei Standorten: Fulda, Schweinfurt und Bad Neustadt). Heute feiert er seinen 80. Geburtstag. Es ist ein stolzes Jubiläum, denn Wehner ist eine Persönlichkeit, die mit großem Engagement und Herzblut viel für die Region Fulda, die heimische Gastronomie und den Tourismus im Dreiländereck Osthessen-Südthüringen-Unterfranken geleistet hat.

Wolfgang Wehner im Gespräch mit ...

Seine Familie und die engsten Freunde lassen "WW" - seine Initialien - bei einem guten Glas Wein zu seinem Geburtstag im Romantikhotel "Goldener Karpfen" in Fulda hochleben. "Der Wein ist meine Leidenschaft und viel mehr als nur Genuß, sondern Kulturgut", sagt der Jubilar im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS und schwärmt dabei von seinen guten Tropfen. Sein Credo: "Guter Wein muss nicht teuer sein!" In den letzten 40 Jahren hat der Vater und Begründer des bundesweit anerkannten Wettbewerbs "Riesling-Spätlesereiter-Pokal" über 200 Weingüter besucht. "Ich bin Steinbock, offen für Neues und muss immer etwas bewegen. Das ist schon immer so gewesen", blickt er hochzufrieden auf acht Jahrzehnte zurück.

In der Löherstraße im Herzen der Domstadt geboren, dort rund um den elterlichen Großhandelsbetrieb aufgewachsen, zog es den gelernten Großhandelskaufmann Wolfgang Wehner nach erfolgreicher Ausbildung in der Pfalz mit seiner Familie nach Fulda-Neuenberg. Dort wohnt er bis heute. Seine drei Söhne Marc, Christopher und Oliver lobt er in den höchsten Tönen. Sein jüngster Sohn Oliver - seit acht Jahren Prokurist bei GROMA - tritt in die Fußstapfen seines Vaters und wird in Kürze die Geschäftsführung der "gut aufgestellten Firma" von ihm übernehmen. Viel zu früh ist Wehners Gattin Hilde verstorben. "Ihr habe ich viel zu verdanken. Sie hat mir immer den Rücken frei gehalten", sagt der Unternehmer, der täglich ins Büro fährt und den Geschäftsalltag unverändert mit Leidenschaft verfolgt. 

"Ich liebe unsere Region und ...

Ein echter Fuldaer Jong...

"Ich bin Steinbock, offen für ...

"Ich liebe unsere Region und ganz besonders die Gastronomie", betont Wehner, der seit vielen Jahrzehnten für den Berufsstand der Gastronomie kämpft und für mehr Anerkennung wirbt. So hat der Regionär den traditionsreichen GROMA-Pokal zur Förderung des Nachwuchses von schwarzer und weißer Zunft eingeführt. In diesem Jahr feiert der Wettbewerb an der Eduard-Stieler-Schule seine 40. Auflage. "Meine Intention war, dass junge Menschen ihre Leistungskraft, Kreativität und ihre Freude am Kochen oder Servieren vor hochrangigem Publikum präsentieren können. Das ist gelungen." Heute müsse man noch mehr tun um den wohl größten Negativ-Trend aufzuhalten. "Es wird immer schwerer in der Gastronomie, denn es gibt keine Arbeitskräfte mehr. Darunter leiden viele inhabergeführten Betriebe."

"Der Wein ist meine Leidenschaft ...

O|N-Journalist Christian P. Stadtfeld hat ...

"Gesellschaftspolitisches Engagement ist elementar wichtig."

Besonders gern erinnert sich Wolfgang Wehner an die Zeit bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda. Dort war er über drei Jahrzehnete aktiv, 26 Jahre sogar als Vize-Präsident. Er und sein guter Freund Helmut Sorg (langjähriger IHK-Präsident und Geschäftsführender Gesellschafter der Autohaus-Gruppe Sorg) seien ein "unschlagbares Dream-Team" gewesen. "Zusammen haben wir viel bewegt" - er nennt die Gründung des Regionalen Standortmarketings als Beispiel par excellence. "Wir müssen unsere Region und ihre Schätze immer wieder verkaufen und überregional bewerben." Wehner war es, der die Fuldaer Wirtschaftstage in der Orangerie fest etablierte. Dabei setzte er dem Höhepunkt des Wirtschaftsjahres seine Handschrift auf - bis heute. Auch die Revolution der Wirtschaftsjunioren bleibt nicht unvergessen, ebenso wenig wie die Einführung des Wirtschaftsball. "Damit haben wir Weichen gestellt."

Ein Dream-Team: Helmut Sorg und ...

Beim Spätlese-Reiter: Wolfgang Wehner (re.)

Auf dem Fuldaer Weinfest: Wolfgang ...

Politisch mischte sich Wolfgang Wehner ebenfalls aktiv in die Kommunalpolitik ein, war für die CDU sogar acht Jahre Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung. Der Unternehmer voller Visionen hat sich dabei immer für das Gemeinwohl eingesetzt. "Doch drei Projekte konnte ich nicht realisieren - dafür hat mir der Einfluss gefehlt", schmunzelt er: "Das alljährliche Festival der Offenen Fernen in der Rhön, den Wolfgang-See ("ein See fehlt in unserer Region") und das Innenstadt-Parkhaus an der Affen-Gallerie, im oberen Teil des Schlossgartens." 1982/83 war der Chef des Hauses GROMA auch Präsident des Lions-Clubs Fulda. Sein Motto: "Einander verstehen - miteinander leben." Schon damals hatte er die notwendige Weitsicht. "Ich habe das Antoniusheim unterstützt, denn die Notwendigkeit für die Entwicklung dieses Netzwerks war klar. Die Arbeit hat mich überzeugt." Auch als vielfältiger Förderer von Kultur und Musik wie etwa der Pianale hat der Jubilar Maßstäbe gesetzt.

Wolfgang Wehner, der heute seinen 80. Geburtstag feiert, ist eine Marke in der Region Fulda. Er ist ein Vorbild für nachfolgende Generationen, ein wichtiger Botschafter zwischen Rhön und Vogelsberg - und das hoffentlich noch viele, viele Jahre. Chapeau für Deine große Leistung, lieber WW! (Christian P. Stadtfeld) +++




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