Foto: Stadt Hünfeld

11.01.17 - HÜNFELD

Hünfeld sieht erhebliche „Raumwiderstände

Magistrat beriet über Trassensuche für SuedLink-Erdverkabelung - Betreiber bestätigt Einwendung

Der Magistrat hat der Stadt Hünfeld sieht erhebliche Raumwiderstände gegen die geplante SuedLink-Erdverkabelung im Hünfelder Stadtgebiet. Beide Trassenvarianten, die das Stadtgebiet beträfen, führen nach den Worten von Bürgermeister Stefan Schwenk zu erheblichen Konflikten und einer Überbündelung.

Noch im ersten Quartal des neuen Jahres will TenneT seine favorisierte Trassenvariante veröffentlichen. Bislang liegen drei verschiedene Trassenkorridore vor, von denen zwei durch das Hünfelder Stadtgebiet westlich und östlich der Kernstadt verlaufen. Aus Sicht von Bürgermeister Stefan Schwenk ist das gesamte Hünfelder Stadtgebiet schon jetzt erheblich von überörtlichen Infrastruktureinrichtungen belastet. Neben der bestehenden TenneT-Fernstromleitung, die von Kirchhasel, Großenbach, Molzbach und Mackenzell nach Nüsttal verlaufe, seien dies Autobahn, die Bundesstraßen, die beiden Ferngastrassen, die Trasse von K & S zur Entsorgung von Salzlauge, die Schnellbahntrasse und die bestehende Bahnstrecke einschließlich der Bahnstromleitungen. Komme SuedLink und möglicherweise sogar noch eine weitere Fernstromtrasse hinzu, werde dies zwangsläufig zu einer Überbündelung führen und könne schlimmstenfalls auch Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt in Zukunft beschneiden.

Auch die Landwirtschaft in der Stadt habe durch die in den zurückliegenden Jahren verlegten Trassen bereits zahlreiche Belastungen ertragen müssen, betont der Bürgermeister. Ihn ärgere besonders, dass bei allen Planungen dieser Art, das treffe gleichermaßen auf die Windkraftpläne zu, weder naturschutzfachliche Fragen ausreichend berücksichtigt, noch die Summe all dieser Belastungen für Mensch und Natur hinreichend gewürdigt würden. Jede dieser Planungen werde insoliert betrachtet, ohne die Auswirkungen insgesamt zu sehen. Bei den drei Windkraftanlagen, die bei Dammersbach errichtet wurden, habe ihn der Umfang der Waldrodungen für diese Industrieanlagen geradezu erschrocken. Zumindest eine der von TenneT in die Diskussion gebrachte Trassenvariante erfordere weitere umfangreiche Rodungsarbeiten auf einer Länge von bis zu vier Kilometern, so dass von den geschlossenen heimischen Waldflächen, die für die Natur und Erholung suchende Menschen unverzichtbar seien, angesichts dieser Doppelbelastung durch Fernstromleitungen und Windkraft wenig übrig bleibe.

Deshalb, so kündigt Bürgermeister Schwenk an, werde er auch der Stadtverordnetenversammlung vorschlagen, sich intensiv mit diesen Plänen auseinanderzusetzen, sobald die favorisierte Trasse von TenneT bekanntgegeben werde. Der Magistrat habe bereits seine Bedenken und die möglichen sogenannten „Raumwiderstände“ an die Betreiberfirma mitgeteilt. Er hoffe, dass diese hinreichend berücksichtigt würden. Ansonsten seien sicher weitere Initiativen erforderlich, um den Interessen Hünfelds und den Interessen der Bürger der Stadt hinreichend Nachdruck zu verleihen.




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