KÜNZELL"Ein Praktikant? Nein, der Juniorchef!"

Max Bock (23) ist der jüngste Zahnarzt in Hessen und hat seinen "Traumjob"

12.02.17 - Während viele junge Leute noch keine konkrete Berufsvorstellung haben, ist Max Bock aus Fulda bereits studierter Zahnmediziner. Mit nur 23 Jahren ist er der jüngste Zahnarzt in ganz Hessen. "Das fühlt sich gut an und macht mich schon ein bisschen stolz", sagt der junge Fachmann, der den Patienten seit vergangenem Jahr in der Praxis seines Vaters, Dr. Manfred Bock in Künzell, auf den Zahn fühlt. 

"Manch einer könnte sich fragen: Zahnmedizin? Warum tut man sich so etwas an?", sagt Bock im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS: "Aber dadurch, dass mein Vater Zahnarzt ist, habe ich früh einen anderen Blick für den Beruf entwickelt, als die meisten es durch ihre Erfahrungen als Patient tun." Schon im jungen Alter habe ihn der Brückenschlag zwischen medizinischem und technischem Know-how, kombiniert mit handwerklicher Tätigkeit in diesem Beruf, gereizt und interessiert. "Die Arbeit ist einfach total vielseitig." Von kosmetischen Maßnahmen, über Zahnerhaltung, bis hin zu Zahnersatzplanungen - jeden Tag warten auf den jungen Zahnarzt neue Aufgaben.  

So kam es, dass Bock direkt nach seinem Abitur an der Winfriedschule nahtlos in sein Studium übergegangen ist. Gerade einmal fünf Jahre hat er in Würzburg Zahnmedizin studiert. Eine Zeit, auf die er sehr positiv zurückblickt, die allerdings auch oft stressbehaftet war. "In manchen Semestern hat man sich schon mal einen weniger gefüllten Stundenplan gewünscht.“ Während des Studiums hat der 23-Jährige das vollständige Know-how eines Zahnmediziners gelernt. Von dem Grundwissen, wie der Anatomie und Physiologie des Körpers, über praktische Übungen am Phantomkopf, bis zur echten Patientenbehandlung. "Im Studium übernimmt man alles selbst. Von der Einbestellung der Patienten, über die zahntechnischen Arbeiten, bis zur eigentlichen zahnärztlichen Therapie." Hier sei eine Menge Management gefragt.  

Erfolgreich hat der Künzeller im November 2016 sein Studium beendet und ist seit Dezember in der Praxis tätig. "Rechtlich gesehen, bin ich der Vorbereitungsassistent. Man muss zunächst zwei Jahre unter Aufsicht eines niedergelassenen Zahnarztes arbeiten, um die Kassenzulassung zu bekommen." Schon jetzt plant Bock eine Weiterbildung: Für die Zukunft denkt Bock über eine Spezialisierung nach. "Derzeit arbeite ich noch an meiner Promotion in Würzburg."

Oft hätten seine Kommilitonen zu ihm gesagt: "Du bist bestimmt der jüngste Zahnarzt." "Da habe ich aus Neugierde einfach mal bei der Landeszahnärztekammer nachgefragt und die haben mir bestätigt, dass ich der jüngste Zahnarzt in Hessen bin", sagt Bock erfreut. Das sorgt vor allem bei den Patienten oft für Verwunderung: "Wenn ich ins Behandlungszimmer komme, schauen viele immer erst einmal verdutzt auf das Namensschild." Er merke oft, wie sich die Leute die Frage stellen: Ist das der Praktikant? Doch der Name klärt schnell auf: Nein, es ist der Juniorchef. "Generell freuen sich alle, dass mal ein bisschen frischer Wind in die Praxis kommt", sagt Bock, der unter anderem die Website modernisiert und für Patienten einen Live-Chat einrichten möchte.

Bock ist mit viel Herzblut dabei und stellt sich auch in schwierigen Fällen immer der Herausforderung. Während des Studiums konnte er bereits viel praktische Erfahrung durch die Patientenbehandlung sammeln. „Im Praxisalltag gibt es trotzdem immer wieder Situationen, in denen ich froh bin von der jahrelangen Erfahrung meines Vaters profitieren zu können. Umgekehrt aber kann auch ich ihm einige neue Methoden aus dem Klinikalltag der Universität zeigen.“

Schon mit 23 Jahren hat der junge Fachmann seinen Traumjob gefunden. "Mir macht es ziemlich Spaß, mit Menschen und vor allem direkt am Menschen zu arbeiten. Man merkt, dass man den Patienten ein Stückchen Lebensqualität zurückgibt." In der Gesellschaft gehe es immer mehr um Ästhetik und Aussehen. "Da spielen die Zähne eine große Rolle. Den Patienten sind die Zähne wichtig und das spürt man auch." Für Bock spielt es eine große Rolle, dass er auch die ängstlichen und skeptischen Patienten wieder glücklich machen kann: "Es ist schön, wenn die Behandlungen gut laufen und die Patienten mit einem strahlenden Lächeln und einem ganz neuen Selbstbewusstsein hier raus gehen." (Julissa Bär) +++


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