Wer bekommt am Sonntag die meisten Stimmen im Reichstag? - Collage: Toni Spangenberg

BERLINO|N stellt sie vor

Das sind die fünf Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten

10.02.17 - Joachim Gauck hängt seinen Job an den Nagel. Nach fünf Jahren als Bundespräsident ist Schluss für ihn - aus Altersgründen. Wer übernimmt und besetzt nun das höchste Amt im Staat? OSTHESSEN|NEWS stellt die fünf Kandidaten vor.


Foto: Gerhard Manns

Frank-Walter Steinmeier

Der Sozialdemokrat geht als Favorit ins Rennen um die Wahl zum nächsten Bundespräsidenten. Sein Sieg gilt als sicher. Steinmeier ist ein Politprofi. Schon 1975 trat der heute 61-Jährige in die SPD ein, war seitdem Chef des Bundeskanzleramts, Außenminister und Vizekanzler. 2009 nahm er sich vor Kanzler zu werden - und scheiterte. Mit nur 23 Prozent der Stimmen fuhren die Sozialdemokraten ihr bis dato schlechtestes Ergebnis auf Bundesebene ein. Die SPD ging in die Opposition und Steinmeier wurde Fraktionsvorsitzender. Ende 2013 zog der studierte Jurist zum zweiten Mal ins Auswärtige Amt ein und arbeitete bis zuletzt als Bundesaußenminister. Sein Parteifreund und langjähriger SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel hat ihn am 27. Januar 2017 beerbt. Nun steht Steinmeiers Weg ins Schloss Bellevue nichts mehr im Weg.

Unumstritten ist der gemeinsame Kandidat von CDU, CSU und SPD aber nicht. Er gilt als Architekt der Agenda 2010. Dennoch ist er in Umfragen der zweitbeliebteste Politiker Deutschlands.


Foto: Karlheinz Schindler / DPA

Christoph Butterwegge

Er ist der Gegenkandidat der Partei Die Linke zu Frank-Walter Steinmeier. Die Linken lehnen Steinmeier ab. Sie werfen ihm vor, durch Agenda 2010 maßgeblich zur immer größer werden Schere zwischen Arm und Reich beigetragen zu haben. Mit dem Armutsforscher Butterwegge wollen die Linken daher vor allem ein deutliches Zeichen setzen.

Von 1970 bis 1975 sowie von 1987 bis 2005 war der heute 66-Jährige selbst Mitglied der SPD. Nach seinem Austritt äußerte er sich positiv über Die Linke, trat ihr jedoch nie bei.


Foto: Sammy Minkoff / DPA

Albrecht Glaser

Der Kandidat der AfD spiegelt die Parteilinie wider. Er ist gegen den Islam, gegen die Russland-Sanktionen und gegen die aktuelle Einwanderungspolitik. Eine Renationalisierung Europas befürwortet er. Der 74-Jährige Glaser wünscht sich, dass sich der Präsident als eine Art Volkstribun begreift.

Seine politische Heimat fand das AfD-Gründungsmitglied 1970 zunächst bei der CDU. Er war Bürgermeister in Baden-Württemberg und von 1997 bis 2001 Stadtkämmerer in Frankfurt/Main. Heute ist Glaser einer von drei stellvertretenden Parteisprechern der AfD.


Foto: Sven Hoppe / DPA

Alexander Hold

Er dürfte genauso chancenlos sein, wie die Kandidaten von Linke und AfD. Der TV-Richter tritt für die Freien Wähler zur Wahl des Bundespräsidenten an. Hold, bekannt aus der Sat.1-Show "Richter Alexander Hold", kämpft dafür, das Staatsoberhaupt direkt zu wählen. Seiner Meinung nach entfremdet die Bundesversammlung die Bürger von der Politik.

Der 54-Jährige positioniert sich klar gegen das Freihandelsabkommen TTIP der EU mit den USA. Er fordert mehr erneuerbare Energien, aber in einem Dialog mit den Bürgern. Auch die Stärkung des ländlichen Raums hat er sich auf die Fahne geschrieben.


Foto: Facebook

Überraschungkandidat Engelbert Sonneborn

Die PARTEI und die Piraten schlagen den Vater von Martin Sonnenborn, dem aus der heute show bekannten Satiriker, als nächsten Bundespräsidenten vor. Zur Kandidatur des 79-Jährigen schreibt die PARTEI auf Facebook: "Aus Respekt vor dem höchsten Amt & solidem Vorbehalt gegen den Kandidaten Steinmeier: Piraten und PARTEI mischen ab sofort mit, wenn es nächsten Sonntag um die Wahl zum Bundespräsidenten geht - Habemus Papa!"(Toni Spangenberg) +++


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