Marlene und Volkhard Pritsch (Oktober 2010) -

GELNHAUSEN"Sie waren von großem Wert"

MKK-Kreisausschuss zum Tod von Volkhard und Marlene Pritsch

14.02.17 - Mit tiefer Trauer und persönlicher Anteilnahme reagiert der Kreisausschuss auf die Nachricht vom Tod des langjährigen Vorsitzenden des Behindertenrates, Volkhard Pritsch. 2006 war er an die Spitze des Gremiums gewählt worden und übte diese Funktion bis zum Sommer 2014 aus. "Wir erinnern uns mit großer Dankbarkeit an eine verdiente Persönlichkeit und einen aufrechten Streiter für die Belange von Menschen mit Handicap“, erklären Landrat Erich Pipa, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Matthias Zach.

Volkhard Pritsch habe sich vor allem als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit und Anwalt für die Schwachen in der Gesellschaft hervorgetan. Seine Stimme wurde gehört und seine Meinung wurde respektiert. Er war ein kompetenter Ansprechpartner für eine Verringerung der Hindernisse und Einschränkungen. So entstand unter anderem ein überregionaler digitaler Wegweiser für Menschen mit Behinderung.

Seit 1984 war er Mitglied der Bezirksgruppe Hanau des Blinden- und Sehbehindertenbundes. Schon bald nach seinem Eintritt begann er, sich aktiv im Verein einzubringen. "Seither setzte er sich mit großem Engagement für die Belange des Vereins und seiner Mitglieder ein“, blicken Pipa, Simmler und Zach zurück. Von 1984 bis 1996 gehörte Volkhard Pritsch auch dem Landesvorstand des Blinden- und Sehbehindertenbundes an, von 1984 bis 1997 war er außerdem stellvertretender Vorsitzender der Bezirksgruppe Hanau.

1998 gehörte der Hasselrother auch zu den Gründungsmitgliedern des Behindertenrates des Main-Kinzig-Kreises, dessen stellvertretender Vorsitzender er bis 2006 war. Zu seinen Themen gehörten die barrierefreie und damit auch blinden- und sehbehindertengerechte Gestaltung von öffentlich zugänglichen Gebäuden, eine barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraumes und des öffentlichen Personennahverkehres.

Wie Pipa, Simmler und Zach betonen, wurde Volkhard Pritsch bei seinem Wirken auch stets von seiner Ehefrau Marlene unterstützt. Sie begleitete ihn zu Veranstaltungen, erledigte einen Großteil der Korrespondenz, übernahm Fahrten und fungierte bei Wanderungen und Ausflügen als Führerin. Sie leistete aktive Hilfe bei Veranstaltungen des Vereins, gab vielen Mitgliedern persönliche Hilfestellungen und war überall da zur Stelle, wo sie gebraucht wurde. Im Oktober 2010 wurde das Paar mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Wie jetzt bekannt wurde, ist Marlene Pritsch ebenfalls vor etwa drei Wochen verstorben.

"Persönlichkeiten wie Marlene und Volkhard Pritsch waren für eine Selbsthilfeorganisation wie den Blinden- und Sehbehindertenbund und das soziale Netzwerk in unserem Kreis von großem Wert“, würdigt der Kreisausschuss das Lebenswerk des Ehepaares. Der Verlust dieser außergewöhnlichen Menschen sei ein trauriger Tag für den Main-Kinzig-Kreis. Das tief empfundene Mitgefühl gelte der Familie sowie den Angehörigen und Wegbegleitern. +++


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