Foto (v.l.n.r.): E. Schütz, St. Flicker, M. Ziegler, Bischof H.J. Algermissen, M. Struß, Th. Ebert, Chr. Heigel, Pfr. Th. Renze - Foto: privat

FULDASorge um populistische Strömungen

Katholikenratsvorstand im Gespräch mit Bischof Algermissen

14.02.17 - Die Sorge um populistische Strömungen und deren Auswirkungen auf die politische Debatte war ein zentrales Thema des Gespräches zwischen Katholikenratsvorstand und Bischof Heinz Josef Algermissen in Fulda. Der zunehmende Populismus in der politischen Debatte in Deutschland und in europäischen Nachbarländern sei auch Ausdruck einer zunehmenden Unzufriedenheit vieler Menschen. Manche Bürger fühlten sich angesichts der Globalisierung und Digitalisierung der Gesellschaft "abgehängt" und verloren. Bischof Algermissen drückte seine Sorge über diese gesellschaftliche Entwicklung aus.

Es komme darauf an, dass Kirche in dieser Lage Position beziehe und Grundorientierungen vermittle, so der Bischof. Man könne beobachten, dass Populisten weder politische Ziele noch konkrete Antworten vermitteln könnten. Der Katholikenratsvorsitzende Steffen Flicker kündigte an, dass der Katholikenrat im Zusammenhang mit der Bundestagswahl Kriterien und Fragen veröffentlichen werde, die die Diskussion versachlichen und zu einer guten Entscheidung der Wähler führen könnten.

Weitere Themen des Gespräches waren die Bistumsentwicklung und die Konsultation der Strategischen Ziele, die derzeit veröffentlicht werden. Der Bischof betonte die hohe Notwendigkeit der Umsetzung dieser Strategischen Zielvorgaben. In den kommenden Jahren sei mit einem weiter fortschreitenden Mitgliederschwund zu rechnen und ebenso mit einem Rückgang der finanziellen Möglichkeiten des Bistums. Es komme darauf an, deutlich zu machen, dass das Bistum sich auf einem Entwicklungsweg befinde, der mühevoll sei, aber von Gott begleitet.

Auch der Rückblick auf die Katholikenratswahl 2016 und der geplante Zukunftskonvent am 4. März 2017 im Fuldaer Marianum waren Themen bei der Veranstaltung. Abschließend bezeichnete der Bischof die Feiern zum Reformationsgedenken als wichtiges gemeinsames Zeichen des Weges der Kirchen in die Zukunft. "Ökumene ist mir ein großes Anliegen, mein Leben lang“, so Bischof Algermissen abschließend. +++




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