17.02.17 - REGION

ON-WISSEN

Positive Bilanz - Wirtschaft in Hessen im Aufwärtstrend

Die Meldungen über die Wirtschaftslage in Hessen zum Jahresbeginn klingen alle positiv, weil von einem überzeugenden Start berichtet wird. Es ist sogar vom Übertreffen der Erwartungen die Rede. Gründe dafür sind zum einen die sinkenden Arbeitslosenzahlen, die ein rekordverdächtiges Tief erreicht haben, und die steigende Zahl der Erwerbstätigen. Zum anderen steht die Wirtschaftsleistung Hessens im bundesweiten Vergleich ebenfalls sehr gut da. Diese Stimmung macht sich auch beim Blick in die Zukunft bemerkbar, der mit einem anhaltenden Aufwärtstrend rechnet.

Die aktuelle Lage

42 Prozent der hessischen Unternehmen geben im Konjunkturbericht der IHK Frankfurt am Main an, dass sie mit der derzeitigen Geschäftssituation zufrieden sind. Daher überrascht es auch nicht, dass der Blick in die Zukunft bei vielen ebenfalls positiv ausfällt. Besonders vielversprechend ist die Lage im Baugewerbe, denn der Geschäftsklimaindex liegt bei 128 Punkten und damit auf einem Allzeithoch. Dass es auch in anderen Branchen gut läuft, zeigt sich ebenfalls im Beschäftigungsaufbau, der in Hessen weiterhin auf einem stabilen Niveau liegt. Unklar ist derzeit, wie sich die Wahl von Donald Trump auf die Exporte und Importe auswirken wird, da für die hessische Wirtschaft der Freihandel extrem wichtig ist. Dennoch zeigen sich die Unternehmen zuversichtlich und rechnen mit wachsenden Volumina bei den Ausfuhren.

Was sind die wichtigsten Branchen für Hessen

Neben dem Ruhrgebiet ist die größte Industriedichte Deutschlands in Hessen angesiedelt, wobei eine große Rolle die pharmazeutische und die chemische Industrie spielen. Wichtig für das Bundesland ist außerdem der Finanzsektor mit der Metropole Frankfurt am Main als seinem Zentrum sowie die IT- und Telekommunikationsbranche. Aufgrund von rund 10.000 Unternehmen mit ungefähr 122.000 Beschäftigten gehört Hessen in diesem Bereich zu den führenden Standorten weltweit. Pro Jahr erwirtschaftet die Informations- und Telekommunikationsbranche 40 Milliarden Euro Umsatz und ist damit auch in Zukunft für Hessen extrem wichtig. Doch die anderen Branchen besitzen ebenso eine große Bedeutung für die wirtschaftliche Lage. Diese ist derzeit recht positiv einzuschätzen, was sich unter anderem im Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zeigt. Demnach gehört Hessen zu den wohlhabendsten Flächenstaaten Deutschlands und wird beim BIP je Erwerbstätigen nur noch von der Hansestadt Hamburg übertrumpft. Und das soll laut Prognosen des „Hessenreports“ auch so bleiben. Es wird ein Wachstum der Bruttowertschöpfung von durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr erwartet, das vor allem durch eine positive Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und bei Finanz- sowie Unternehmensdienstleistungen erreicht werden soll.

Entwicklung des Bruttoinlandprodukts

Auch wenn das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 2,0 Prozent gestiegen ist, trübt der deutschlandweite Vergleich das Ergebnis im vergangenen Jahr ein wenig. Denn im Durchschnitt war das BIP in Deutschland um 2,3 Prozent angewachsen. Der Grund dafür liegt beim Großhandel, der sich weniger gut entwickelt hatte und dadurch die Wachstumsimpulse des Baugewerbes und der Unternehmensdienstleister relativierte. Doch im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich dennoch ein deutlicher Aufwärtstrend: 2015 lag das BIP zwar mit 1,7 Prozent im deutschen Durchschnitt, jedoch war es damit um 0,7 Prozentpunkte unter das vom Vorjahr gefallen. 2014 verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Hessen 2,4 Prozent. Im Jahresvergleich zeigt sich ebenfalls, dass die Unternehmen in Hessen mit dieser Situation ganz zufrieden sein können. Obgleich das BIP unter dem Durchschnittswert liegt, ist der Unterschied deutlich geringer als in den Vorjahren. So unterschied es sich 2011 um 0,8 Prozent und im Jahr davor sogar um 1 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt in Deutschland.

Ob das BIP auch in diesem Jahr einen Aufwärtstrend erlebt, bleibt abzuwarten. Derzeit ist die Entwicklung zum Beispiel in der Industrie als recht günstig einzustufen. Diese Branche verzeichnet einen starken Auftragsanstieg aus dem Ausland, dem eine nachlassende Inlandsnachfrage gegenüber steht. Um auf Schwankungen in der Auftragsbearbeitung optimal zu reagieren, ist ein effizientes Warenwirtschaftssystem für den Erfolg entscheidend. Dieses bietet unter anderem der erfahrene Software-Hersteller Lexware an, der sich auf Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert hat.

Gründe für die positive Wirtschaftsentwicklung

Als zentral gelegenes Bundesland ist Hessen ein wichtiger Verkehrsknoten, weshalb auf die Infrastruktur viel Wert gelegt wird. Ein optimal ausgebautes Straßennetz ist Grundvoraussetzung für den Erfolg zahlreicher hessischer Unternehmen. Daher wurden 2016 380 Millionen Euro in entsprechende Erhaltungsmaßnahmen gesteckt, das sind 80 Millionen mehr als noch vor zwei Jahren gewesen. Wichtig für eine leistungsstarke Wirtschaft ist des Weiteren die Versorgung mit Strom und Internetzugang. Breitband ist inzwischen zum wichtigen Standortfaktor geworden, sodass 2010 mit dem Breitbandausbau begonnen worden ist. Um das Ziel bis 2018 zu erreichen, wird seitdem mit Hochdruck gearbeitet, um Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde in allen Haushalten flächendeckend zu ermöglichen. Im vergangenen Herbst fiel dafür der Startschuss in Nord- und Osthessen und fünf Landkreisen. Des Weiteren bewegt sich auch einiges in Sachen Energiewende: Das Ziel ist, dass Hessen bis 2050 den Strom- und Wärmebedarf komplett aus erneuerbaren Energiequellen beziehen kann. In der jüngsten Vergangenheit wurde die Errichtung von Windparks stark vorangetrieben. Von 2010 bis 2014 konnte der Anteil der Erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung bereits verdoppelt werden und auch 2015 wurde die Zahl weiter von 5,3 auf 6,1 TWh erhöht.

Fortschritt wird in vielen Bereichen groß geschrieben, daher werden dort spätestens Ende kommenden Jahres auch innovative Elektro-Lastwagen auf einer Teststrecke fahren. Das Projekt soll in Zukunft einen umweltfreundlichen Gütertransport möglich machen. +++




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