Diese Maschine ist der Grund für die ganze Diskussion - Fotos: Julius Böhm

EICHENZELLKritik für Schredder-Gegner

Kreis-Grünen-Vize: "Solche Diskussionen gefährden die Demokratie"

17.02.17 - Rund um den Umzug der "Schredderanlage" mitsamt der Firma Weider in Eichenzell hören die Diskussionen nicht auf. Die IG "Kein Schredder" plädiert weiterhin auf: alternativen Standort suchen, kein Staub und Lärm für Eichenzell. Aus immer mehr Lagern kommt aber Kritik. So zum Beispiel Grünen-Kreis-Vize Helmut Schönberger:

"Die Vorgehensweise der IG ist fundamentalistisch und weltfremd", so der Grünen-Politiker, "hier wird nur Panik und Angst gemacht und mit einer 0-Emission geworben. Jeder Gegner soll sich selbst einmal fragen, wie viel er für eine 0-Emission tut. Fahren Sie Auto? Fliegen Sie mit dem Flugzeug in den Urlaub?".

Helmut Schönberger ist Kreis-Vize bei ...

Gerade für ihn als Grünen-Politiker sei jedes Gewerbegebiet, jede Ansiedlung und Vergrößerung eines Betriebes ein Grund für einen gründlichen Abwägungsprozess. "Aber die Diskussion muss sich an die gesetzlichen Leitlinien halten. Wenn so fundamental argumentiert wird wie in Eichenzell, ist das eine ganz große Gefahr für die Demokratie", ist sich Schönberger sicher, "das ist die Masche von AfD und PEGIDA: die Diskussion emotionalisieren."

Alle Grenzwerte würden eingehalten, die Staubbelastung einer modernen Schredderanlage sei verschwindend gering, und mit einer Reifenwaschanlage und dem versiegelten Gelände sei auch das Grundwasser sicher. "Es ist das gute Recht der Wirtschaft, etwas Planungssicherheit zu bekommen. Und dafür gibt es ein Baurecht", so Schönberger abschließend.

Andreas Blaschke ist der Vorsitzende ...

Ähnlich sieht das Andreas Blaschke, Vorsitzender des MIT-Ortsverbands Eichenzell: "Im unserem Staat gibt es Gesetze und Normen, die durch die Aufsichtsbehörden streng überwacht werden. Diese gelten für alle, auch für Unternehmer. Das macht unseren Rechtsstaat aus. Dass es uns in Eichenzell so gut geht, wir Vollbeschäftigung haben und im Wohlstand leben, das ist auch der Verdienst der Unternehmer und Firmen in Eichenzell, allen voran im Industriepark Rhön. Dessen müssen wir uns auch immer wieder bewusst sein."

Er wünscht sich eine sachliche Diskussion, die auf Fakten gestützt wird. "Wir brauchen eine Kompromisslösung und müssen auf unsere politisch Verantwortlichen vertrauen", so Blaschke, der sich zu den Aktivitäten des parteilosen Bürgermeisters Dieter Kolb bekennt, "Herr Kolb hat bisher nur den einstimmigen und fraktionsübergreifenden Beschluss aller 37 Gemeindevertreter umgesetzt. Die MIT Eichenzell versteht die Sorgen und Nöte der Bevölkerung und nimmt diese auch sehr ernst. Wir hoffen aber sehr, dass Fakten wieder mehr an Bedeutung gewinnen als Emotionen, sodass ein Dialog und eine Kompromissfähigkeit entstehen." (Julius Böhm) +++


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