GERSFELD/RhönBlickpunkt Wasserkuppe

Grünen-Appell: Historisches Groenhoff-Haus und Areal nicht verfallen lassen

10.03.17 - "Nachdem wir uns in einem ersten Schritt zur Grundsanierung des Groenhoff-Areals massiv für die Machbarkeitsstudie eingesetzt haben, sind wir sehr enttäuscht, dass sich seit Monaten nichts tut, obwohl die Studie bereits im Herbst vorlag," bemängelt Deborah Müller-Kottusch, Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

Die Wasserkuppe als höchster Berg Hessens, als Zentrum des Unesco - Biosphärenreservates Rhön (BRR), habe mit einer jährlichen Besucherzahl von fast 1 Million wahrlich eine andere Aufmerksamkeit verdient. Nachdem der Dreiklang Natur-Jugend-Segelflug im Masterplan eine neue Ausrichtung bekommen hatte, um die gesamte Wasserkuppe neu zu gestalten, sei es jetzt dringend geboten, das Groenhoff-Areal nicht verkommen zu lassen. Helmut Schönberger, stellv.Fraktionsvorsitzender, hat sich hier seit Jahren engagiert. „Es ist unerträglich, jetzt mitzubekommen, dass sich die Akteure vor Ort (Verwaltungsstelle BRR, Jugendbildungsstätte und Deutscher Wetterdienst) nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können. Der Bauzustand der Gebäude ist so desaströs, dass inzwischen schon einzelne Gebäudeteile für Besucher gesperrt werden mussten.

Die Verwaltungsstelle platzt aus allen Nähten, die Arbeitsbe-dingungen der Mitarbeiter sind katastrophal“, kritisiert Schönberger. Auch bei der Weiterentwicklung der Jugendbildungsstätte zu einer modernen Einrichtung herrsche Stillstand. Nicht nur Zwei- und Mehrbettzimmer, sondern auch moderne Aufenthaltsräume, um den gewachsenen Ansprüchen der Besucher gerecht zu werden, könnten geschaffen werden. Ebenso seien gemeinsam benutzte Bereiche für Veranstaltungen und Ausstellungen oder ein Bistro mit einem geräumigen Regionalladen vorstellbar. stattdessen herrsche auf dem Areal rund um das Groenhoffge-lände gähnende Leere, die Ausstattung der Büros der Biosphärenmitarbeiter sei extrem veraltet.

Für Besuchergruppen fehle es an den fundamentalen Voraussetzungen. "Man kann aufzählen, was man will, es fehlt an allem. In der Machbarkeitsstudie kommt deutlich zum Ausdruck, was möglich wäre, wenn endlich entschieden gehandelt würde," betont Müller-Kottusch. Schon bald würde sich an den steigenden Besucherzahlen zeigen, dass sich die Investitionen gelohnt haben, sind die Grünen sich sicher.

In den anderen Biosphärenreservaten Deutschlands, aber auch im bayrischen und thüringischen Teil des Biosphärenreservats Rhön könne man sehen, wie eine moderne Verwaltung-, Info- und Schulungsstätte gestaltet werden könne. Hier sei besonders das Land Hessen gefragt, endlich die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, so Schönberger: „Wenn jetzt nicht endlich etwas getan wird, können wir in einigen Jahren nur noch die immer weniger zu nutzende Bauruine der denkmalgeschützten Gebäudes hinter Zäunen als vertane Chance anstarren – oder sie abreißen.“ "Wir werden das Gespräch mit unserer Landesregierung forcieren, damit dieser Stillstand endlich beendet wird“, verspricht Müller-Kottusch. „Alle Akteure sollten sich endlich ihrer Verantwortung stellen"  +++


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