Birgit Kömpel erzählt über ihre Zeit in Berlin und wagt einen Blick zur Bundestagswahl im September - Fotos: Luisa Diegel/Julissa Bär

BERLINBilanz nach dreieinhalb Jahren in Berlin

Gespräch mit SPD-MdB Birgit Kömpel: Zwischen Erfolgen und Herausforderungen

13.03.17 - Dreimal jährlich laden die Bundestagsabgeordneten rund 50 Menschen aus ihrem Wahlkreis nach Berlin ein. Gemeinsam mit Birgit Kömpel (SPD) waren Luisa Diegel und Julissa Bär aus der O|N-Redaktion in der Bundeshauptstadt unterwegs. Natürlich ließ es sich die Sozialdemokratin nicht nehmen, ihre Gäste auch im Bundestag zu empfangen und gab einen kurzen Überblick über die aktuelle politische Lage.

Die Menschen im Blick

Die Bundestagsabgeordnete machte im Gespräch deutlich, dass es ihr bei ihrer politischen Tätigkeit immer um die Menschen gehe. Genau aus diesem Grund habe sie sich von Anfang an für eine Erdverkabelung bei der SuedLink-Trasse, die quer durch Fulda verlaufen sollte, ausgesprochen. Ihr sei klar gewesen, dass eine Stromtrasse unvermeidbar sei. "Nun soll die Vorzugsvariante über Thüringen gehen“, erklärte Kömpel: "Diese ist zwar länger, aber es sind weniger Menschen betroffen.“ Zwar haben sich viele Politiker dafür eingesetzt, doch die Abgeordnete dankt vor allem den zahlreichen Bürgerinitiative und Bürgern. "Wer sich engagiert, kann auch etwas bewegen. Das ist nicht nur die Politik von oben“, verdeutlichte Kömpel. Trotzdem sollten die Fuldaer auch weiterhin wachsam sein, da sich die Vorzugsvariante aufgrund umweltschützender Aspekte jederzeit auch wieder ändern könne.

MdB Birgit Kömpel bei der ...

Viele Fragen hatten die Fuldaer ...

Vieles dreht sich momentan um die Türkei

Die Türkei-Krise beschäftigt derzeit die Politiker in Berlin und viele Bürger in Deutschland. "Unsere Aufgabe ist es, die 40 Prozent der Menschen mit türkischem Hintergrund zu unterstützen“, sagte Kömpel. In so einer Situation sollte man auf die hier lebenden Bürger nicht noch "draufhauen“. In der Türkei gebe es laut der SPD-Abgeordneten eine starke Opposition, die jedoch verschwiegen werde. Deshalb sollte man die Menschen mit türkischen Wurzeln in Deutschland, die "pro Deutschland“ sind, auch unterstützen, sonst würde man nur das Gegenteil erreichen. 

Alle hören aufmerksam zu, was ...

Das Paul-Löbe aus direkt neben ...

Der Schulz-Effekt

"Momentan geht ein riesen Ruck durch die Partei“, freute sich Kömpel. Seit Martin Schulz als SPD-Bundeskanzlerkandidat bekannt gegeben wurde, seien in Fulda und auch im Vogelsbergkreis etliche Eintritte in die Partei der Sozialdemokraten zu verzeichnen gewesen. "Ich finde es richtig gut, dass viele junge Leute, Frauen und Menschen, die schon einmal in der Partei waren, eintreten oder zurückkommen. Man nimmt Martin Schulz ab, dass er den Job wirklich will. Er ist ein Mensch mit Leidenschaft, er spricht Gefühle an und ist dabei sehr authentisch“, sagte Kömpel. Die Bundestagsabgeordnete nehme eine Wechselstimmung wahr und hofft, dass diese bis zum Schluss durch alle Parteigremien getragen werde. "Ich denke, wir haben eine sehr gute Chance, stärkste Kraft zu werden. Und das muss auch unser Ziel sein.“

Auch im Bundestag hat die ...

Die Gruppe mit MdB Birgit ...

Julissa Bär und Luisa Diegel ...

Ein Leben zwischen Berlin und Fulda

Die meisten Bundestagsabgeordneten hetzen in Berlin von einer Sitzung zur nächsten. Kömpel war es besonders wichtig, ihren Gästen einen Einblick in ihre Arbeit zu geben. "Ich will aufzeigen, dass es nicht immer einfach ist. Aber ich mache meinen Job sehr gerne, sonst macht man ihn nicht“, sagte das SPD-Mitglied. In den dreieinhalb Jahren hat die 49-Jährige vieles erreicht. "Ein Meilenstein war die Einführung der Frauenquote. Als Berichterstatterin der SPD habe ich an dem Gesetz maßgeblich mitgearbeitet“, erklärte Kömpel stolz. "Ich sage den jungen Frauen immer: Das habe ich für euch gemacht." In Erinnerung ist ihr auch der Bundesverkehrswegeplan geblieben, der viel Arbeit gemacht habe. Als einziges SPD-Mitglied im Ausschuss habe sie versucht, die Wünsche ihres Wahlkreises zusammenzufügen. Ein weiteres Higlight war die letzte Bundespräsidentenwahl, die Frank-Walter Steinmeier für sich entscheiden konnte. "Natürlich gehört ein bisschen Demut dazu, aber ich habe mich wirklich für ihn gefreut - ich bewundere und schätze ihn als Menschen sehr.“

Eins machte Kömpel in Berlin deutlich: Auch wenn die Politiker schon viel erreicht haben, stehen sie aktuell noch vor vielen Entscheidungen und Herausforderungen. (Julissa Bär/Luisa Diegel) +++

In ihrem Büro erzählt Kömpel ...




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