Thomas Huber von den Huberbuam - Fotos: Miriam Rommel

11.03.17 - FULDA

Huberbua Thomas Huber in Fulda

"Man muss sich auch mal die Gummistiefel anziehen und durch die Scheiße stiefeln“

„Meine Familie lebt davon, dass ich aufs Schlachtfeld gehe und den Herkules spiele“, mit diesen Worten umschrieb Thomas Huber im Jahr 2007 seine berufliche Tätigkeit. Was der 50-Jährige macht? Er ist einer der beiden Huberbuam. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Alexander klettert der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer und lebt für seine Leidenschaft, das Bergsteigen. Mit ihren Speedkletter-Aktionen wurden beide weltberühmt. Für sich genommen zählt der eine wie der andere zu den besten Bergsteigern der Welt, zusammen bilden sie eine der stärksten Seilschaften unserer Zeit.

Fast nebenbei begeistert Thomas Huber aber auch gerne Publikum mit intensiven, humorvollen und leidenschaftlichen Vorträgen über seine Abenteuer. Zusammen mit seinem Bruder Alexander ist Thomas Autor verschiedener Bücher, Protagonist einiger Filme und gerne gesehener Gast bei Talk Shows. Am Freitag durften nun die Fuldaer ein wenig Höhenluft schnuppern: Zusammen mit Thomas Huber hatten Interessierte die Gelegenheit, im Media Markt die „kleine“ Eiger-Nordwand zu erklimmen und mit der Virtual Reality-Brille das Bergsteiger-Feeling hautnah zu erleben. Das Highlight dieses Events allerdings war, den Extrem-Bergsteiger persönlich bei einem kleinen Plausch kennenzulernen. Wer wollte, konnte sich auch gleich ein Autogramm vom sympathischen Bayern signieren lassen.


Angesprochen darauf, was Mut, Zufriedenheit oder Sehnsucht bedeutet, antwortete Huber: „Die Leute müssen sich auch mal die Gummistiefel anziehen und durch die Scheiße stiefeln“. Er meint damit, dass die Menschen mutig sein, auch mal unbequeme Wege gehen sollen. „Wir leben in einer Gesellschaft, in der nichts unbequem sein darf, in der die Grenzen des Machbaren im Prinzip vorgeschrieben sind.“ Diese Grenzen müsse man aber überwinden. „Und auch wenn ein Weg vielleicht dann am Ende doch nicht zum Ziel führt, hat man es versucht. Darauf kommt es an. Nie aufgeben eben.“


Zu einem Multivisionsvortrag „Sehnsucht Torre“ lud Huber um 19 Uhr ins Petersberger Probsteihaus ein. Mit den Zuschauern will er eine ca. 130-minütige Reise an das andere Ende der Welt unternehmen – nach Patagonien, in das Land des „Cerro Torre“. Ein wilder Berg, der das Verlangen vieler Bergsteiger in sich trägt.


„Auch meine Sehnsucht findet sich in dieser steilen, von den patagonischen Winden gezeichneten, vereisten Granitnadel. Ein Berg, der einen Teil meiner Lebensgeschichte erzählt: Es sind Erfolge, Niederlagen, Verluste. Es ist die Trauer, scheinbar belanglos Erlebtes und es sind große Momente, es ist mein Tagebuch als Bergsteiger“, so Thomas Huber. Wer gerne bei diesem Vortrag dabei sein möchte, kann an der Abendkasse noch ein Ticket kaufen. Der Erlös des Abends geht komplett an SMOG – Schule machen ohne Gewalt. (Miriam Rommel) +++




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