Von Dr. Manfred Neidert (rechts) von der GFS gab es ein ganz besonderes Geschenk für Josef Kurz (links): ein kleines Modell des Fliegerdenkmals - Fotos: Tobias Herrling

WASSERKUPPE„Ein Leben für die Fliegerei“

Großer Bahnhof zum 90. Geburtstag von Flugpionier Josef Kurz

12.03.17 - Er gilt als der „letzte Rhönindianer“. Die Wasserkuppe prägte ihn und er prägte die Wasserkuppe. Josef „Seppl“ Kurz feierte vergangenen Mittwoch seinen 90. Geburtstag, am Samstag gab es für den Jubilar einen großen Bahnhof.

Als Josef Kurz seinen ersten Flug absolvierte, herrschte in Deutschland Krieg. Vor 76 Jahren hob der damals 14-Jährige zum ersten Mal mit einem Segelflieger ab. Das war 1941, vier Jahre vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In seiner Lehrzeit zum Tischler begann Josef „Seppl“ Kurz, sich für den Flugsport zu faszinieren. Nur drei Jahre nach seinem ersten Flug wurde er als Flugzeugschreiner Gebietssieger für die Region Hessen-Nassau.

Gersfelds Bürgermeister Steffen Korrell

Der Jubilar: Josef Kurz wurde ...

Francis Norman sorgte an der ...

Steffen Korrel überreichte Josef Kurz ...

Es war quasi der Startschuss eines Lebens für die Fliegerei. Denn Kurz gilt in der Rhön als Pionier des Flugsports und ist eng mit dem Aufstieg der Wasserkuppe zum Mekka des Segelfliegens verknüpft. Nachdem er nach vier Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft 1949 zurückkehrte, fasste Kurz beruflich wieder Fuß in Deutschland. 1955 kam er zum ersten Mal zum Fliegen auf die Wasserkuppe - fortan ließ ihn die Magie des Berges nicht mehr los. Er prägte die Entwicklung von Hessens höchsten Berges – und der Berg prägte ihn.

Am Samstagmittag wurde im Deutschen Segelflugmuseum ihm der große Bahnhof gemacht. Denn am vergangenen Mittwoch wurde Kurz 90 Jahre alt – und sein Sohn Markus hatte für ihn eine besondere Überraschung parat. Er organisierte einen großen Empfang auf dem Berg, den Kurz so sehr liebt. „Ich wusste von alldem nichts“, sagte ein sichtlich ergriffener Kurz, „ich bin sehr überrascht.“

Vom großen Bahnhof zu seinem ...

Manfred Helfrich, Bürgermeister der Gemeinde ...

Auch von Helfrich gab es ...

Im Deutschen Segelflugmuseum auf der ...

Gut und gerne 50 geladene ...

Dr. Manfred Neidert von der ...

Knapp 50 Gäste folgten der Einladung von Kurz‘ Sohn Markus und sorgten für eine gelungene Überraschung. Roter Teppich inklusive. Claudia Stengele vom Deutschen Segelflugmuseum mit Modellflug (DSMM) und Frank Thies vom ROSC Wasserkuppe begrüßten die Gäste und hoben das Engagement und den Einsatz von Josef Kurz hervor. Ähnliche Worte gab es von Steffen Korrell (Bürgermeister Gersfeld), Manfred Helfrich (Bürgermeister Poppenhausen), Dr. Manfred Neidert (GFS) und Rudi Bauke (Buko Segelflug DAec).

Sie alle lobten die Leistungen des 90-Jährigen. „Sie waren Pionier und Triebfeder des Flugsports auf der Wasserkuppe. Sie haben das Fundament des Segelfliegens errichtet“, sagte etwa Gersfelds Bürgermeister Steffen Korrell. Und Dr. Manfred Neidert sagte: „Wer weiß, wie sich das Umfeld hier entwickelt hätte, wenn es den Flugsport dank Dir nicht geben würde. Das ist eine riesengroße Leistung“.

Zahlreiche Gratulanten unterschrieben

Markus Kurz, Sohn des Flugpioniers ...

Nachdem Kurz seinen Wohnsitz in den 1950er Jahren nach Fulda verlegt hatte, trat der Jubilar verschiedenen Vereinen bei und half ihnen mit seinem Engagement, den Flugsport rund um die Wasserkuppe aufzubauen. Als gelernter Tischler galt und gilt sein Interesse der Werkstattarbeit. Die Museumswerkstatt im Deutschen Segelflugmuseum wurde auf sein Bestreben eingerichtet und sei eine echte Besucherattraktion.

Seine Leidenschaft zur Fliegerei hat Josef Kurz, der seit 1966 wieder in Frankfurt lebt, im Buch „Ein Leben für die Fliegerei“ festgehalten. Und auch im fortgeschrittenen Alter und trotz körperlicher Einschränkungen ist „Seppl“ Kurz noch immer engagiert. Derzeit leitet einen flugfähigen Nachbau der RRG-Ente, mit der 1928 auf der Wasserkuppe der erste bemannte Raketenantrieb in der Geschichte durchgeführt wurde. 76 Jahre nach seinem ersten Flug, ist der Rhöner Flugpionier Josef Kurz noch immer voll dabei. Weil er für die Fliegerei lebt. (Tobias Herrling) +++


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