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REGIONViele Überstunden in Hochsaison

Main-Kinzig-Kreis kam 2016 auf 1,37 Millionen Gäste-Übernachtungen

17.03.17 - Solide Zahlen im heimischen Tourismus: Der Main-Kinzig-Kreis bleibt bei Urlaubern und Geschäftsreisenden ein beliebtes Ziel. Auf 1,37 Millionen Gäste-Übernachtungen kam der Landkreis im vergangenen Jahr – ein Prozent mehr als im Vorjahr. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitgeteilt. Die NGG bezieht sich dabei auf neue Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts. Der hessische Tourismus insgesamt erzielte demnach mit knapp 33 Millionen Übernachtungen ein neues Rekordjahr. "An der guten Bilanz haben die Beschäftigten in Hotels, Pensionen und Gaststätten einen enormen Anteil“, betont NGG-Geschäftsführer Peter-Martin Cox. Angesichts schon jetzt großer Belastungen seien Forderungen nach immer längeren Arbeitszeiten daher "vollkommen fehl am Platz“.

Arbeitgeber-Organisationen wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatten wiederholt gefordert, die tägliche Höchstarbeitszeit durch ein maximales Wochen-Pensum zu ersetzen. Die NGG Rhein-Main spricht von einem "Irrweg“: "Jeder, der im Gastgewerbe arbeitet, weiß, dass Überstunden gerade in der Hochsaison dazugehören. Das Arbeitszeitgesetz sorgt aber dafür, dass das für den Einzelnen erträglich bleibt“, sagt Peter-Martin Cox. Das Gesetz schreibt eine Regelarbeitszeit von acht Stunden täglich vor. Für die Dauer eines Monats kann sie jedoch auf zehn Stunden erhöht werden.

Nach den Vorschlägen der Arbeitgeber wären extrem lange Schichten möglich, befürchtet die Gewerkschaft. "Ein 14-Stunden-Einsatz an der Rezeption oder im Ausschank haut aber jedem die Füße weg“, so Cox. Zudem halte man mit solchen Arbeitszeiten Schulabgänger davon ab, eine Ausbildung im Gastgewerbe zu machen. Angesichts eines sich schon jetzt verschärfenden Fachkräftemangels in der Branche seien entsprechende Vorschläge "kontraproduktiv“.

"Die Umsätze im hessischen Gastgewerbe steigen seit Jahren kräftig an. Statt den Arbeitsdruck weiter zu erhöhen, ist es Zeit, mehr Menschen einzustellen und die Leistung der Beschäftigten stärker anzuerkennen“, so der Geschäftsführer. +++




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