Die Familie Seifert: v.l.n.r.: Jochen, Ellen und Nico - Fotos: Miriam Rommel

TANN/RHÖNMiss Ellie`s Burger in Wendershausen

Ein amerikanisches Diner in der Rhön: Leckere Burger aus regionalen Zutaten

31.03.17 - Wenn man an die Rhön denkt, fallen einem spontan Bilder von grasenden Kühen, großen Wäldern und niedlichen Kleinstädten ein. Die Gegend ist unglaublich schön, aber nicht dafür bekannt, besonders viele gut laufende Geschäfte zu beherbergen. Selbständig machen sich hier nicht viele potentielle Unternehmer, denn durch den demografischen Wandel kann dies schnell zum riskanten Unterfangen werden. Umso erfreulicher ist es, wenn – wie kürzlich die Familie Seifert aus Tann-Wendershausen – doch jemand den Mut dazu findet.

Nach über einem Jahr Planung, viel Arbeit und schlaflosen Nächten war es am 22. Februar 2017 soweit: Die 58-jährige Ellen Seifert eröffnete ihr Burger-Restaurant „Miss Ellie`s Burger“ an der Hauptstraße in Wendershausen. Ohne die Hilfe ihrer beiden Söhne Nico und Jochen wäre dies jedoch nicht möglich gewesen. „Jochen hat fast den gesamten Innenausbau in Eigenleistung erbracht“, erzählt die Unternehmerin, die auch Inhaberin einer Marketingagentur ist, sichtlich stolz. Und das kann sie auch sein: Das Lokal von „Miss Ellie`s Burger“ ist ganz im amerikanischen Stil eingerichtet, eine Freiheitsstatue begrüßt die Gäste bereits vor dem Eingang.

Der Cheeseburger sieht nicht nur ...

Ganz im Stil eines amerikanischen ...

Auch Naschkatzen kommen hier ganz ...


Viel Liebe zum Detail steckt im Interieur, im vorderen Bereich laden Möbel wie aus einem amerikanischen Diner des letzten Jahrhunderts zum Verweilen ein. „Vorne ist eher der Familienbereich“, erklärt Seifert. „Kinder“, schmunzelt sie, „werden bei uns immer bevorzugt behandelt.“ Aus diesem Grund gibt es im „Diner-Bereich“ auch keine alkoholischen Getränke. „Naja, zumindest fast“, sagt die Betreiberin. „Aber ein Bier ist wirklich das Äußerste.“


Die Burgerspeisekarte wird jeden Monat aktualisiert, Seifert legt viel Wert auf Abwechslung. Der Burger des Monats April wird so zum Beispiel neben 180 Gramm feinstem Rindfleisch auch Spargel, Sauce Hollandaise, Cheddar-Käse, gekochten Schinken, Zwiebeln und Blattsalat enthalten. „Wir haben lange getestet, bis wirklich alle Burger so waren, wie wir sie wollten“, erzählt Seiferts jüngerer Sohn Jochen. „Das Fleisch mit mehr oder weniger Fett, mehr Gewürze, aber welche genau? Ich habe vor der Eröffnung so viele Burger gegessen, dass ich zwischenzeitlich fast kein gebratenes Fleisch mehr sehen konnte“, lacht der Anfang 30-Jährige. Mittlerweile, so sagt er, habe sich dieses „Problem“ aber zum Glück wieder gelegt. Das Fleisch für die Patties, also die Rinderhackfleischscheibe, bekommen die Seiferts aus der Region. „Und genau nach unserer Rezeptur“, fügt die Ladeninhaberin an.

Herzlich Willkommen sind alle Gäste... ...

Gemütlich: Im hinteren Bereich mixt ...


Generell ist es der Familie wichtig, ihre Waren von Firmen aus der Gegend zu beziehen. Der Kaffee kommt so zum Beispiel aus der Kaffeerösterei Reinholz in Fulda, das Eis aus Dermbach. Wer glaubt, ein Burger müsse unbedingt immer ein saftiges Fleisch-Patty enthalten, der irrt. Auch für die vegetarischen Fans der amerikanischen Küche haben sich Seiferts etwas einfallen lassen: „Mit ohne Burger“, heißt hier das Motto, hinter dem sich das Sesambrötchen, belegt mit einem Kartoffel-Patty und leckerem Cheddar- Käse, Blattsalat, roten Zwiebeln, Tomaten, Gurken, Sauce und Ketchup sicherlich nicht verstecken muss.


Wer nach dem Essen gerne noch einen Cocktail genießen möchte, ist im hinteren Bereich des Lokals gut aufgehoben. Hier mixt von freitags bis sonntags Jochen Seifert leckere Drinks in gemütlicher Atmosphäre.

Mittlerweile hat sich das Angebot der „Rhön-Burger“ auch über die Grenzen des Ulstertals hinaus rumgesprochen. „Wir haben Gäste aus Fulda, Hünfeld, sogar Bad Hersfeld“, erzählt Ellen Seifert, die ab einem Bestellwert von 50 Euro auch liefert. Das neue Geschäft läuft so gut, dass die Betreiberin bereits auf der Suche nach Franchise-Nehmern im Umkreis von 30 Kilometern ist.

Kostenlose Parkplätze gibt es hinter ...

Eine Freiheitsstatue begrüßt die Gäste

Geöffnet von Mittwoch bis Sonntag...


Der Name „Miss Ellie's“ ist übrigens auf die "Dallas"-Serien-Clanmutter Eleanor „Miss Ellie“ Farlow zurückzuführen. „Ich war in den 80er Jahren ein unheimlich großer Fan der Serie. Miss Ellie war so etwas wie die Übermutter, die alle umsorgte und bekochte. Ich liebe ebenfalls das Kochen und mache das mit Leidenschaft und Herzblut“, sagt Seifert. Und das, in Zusammenspiel mit ihrem Vornamen „Ellen“, hätte doch einfach zu gut gepasst. (Miriam Rommel) +++


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