Elmar Steger -

HÜNFELDAltenheim in St. Ulrich

Unterstützung seit mehr als einem halben Jahrhundert für soziale Bedürfnisse

14.04.17 - Senioren in Altenheimen sollen am sozialen und kulturellen Leben teilhaben können. Denn bevor sie sich für das Leben im Heim entschieden haben, waren sie meist in ihr angestammtes Umfeld eingebunden. Teilhabe ist wichtig, um Isolation und Rückzug zu verhindern.

Die politisch Verantwortlichen für das Altenheim St. Ulrich in Hünfeld, das gebaut wurde, als es den Landkreis Hünfeld noch gab, waren sich durchaus bewusst, dass unterstützende Hilfe notwendig ist. So beschloss der Kreistag des ehemaligen Landkreises Hünfeld am 23. Mai 1962 die Errichtung einer Stiftung mit einem Stiftungskapital von 10.000 D-Mark. Die damit erwirtschafteten finanziellen Mittel wurden zur Förderung und Unterstützung der sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bewohner des St.-Ulrich-Heims bereitgestellt. Diese satzungsmäßige Verankerung besteht heute noch, auch wenn seit 2010 die Mediana St. Ulrich GmbH Träger der Einrichtung ist.

Durch die Stiftung könnten insbesondere Bewohner unterstützt werden, die nur über geringe Barmittel verfügten – und zwar unabhängig vom Träger, so Schatzmeister Elmar Heger. Die Verwaltungskosten werden vom Landkreis Fulda und der Mediana St. Ulrich GmbH getragen. Das Kuratorium der St. Ulrich-Stiftung entscheidet über die Verwendung der Gelder. Es wird vom Kreistag gewählt. Die Mitglieder, darunter mindestens zwei Frauen, müssen aus dem Altkreis Hünfeld stammen. Zurzeit gehören dem Kuratorium erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt als Vorsitzender, Rita Baier (Kreisausschuss), Martina Hering, Martin Becker und Gerhard Kaiser (alle Kreistag) sowie Chris Heumüller (Einrichtungsleitung) an. Beratende Mitglieder sind Elmar Heger und Pfarrer Eugen Kutzka als Hausgeistlicher.

Die Zustiftung durch den Landkreis Fulda aus Restmitteln der ehemaligen Altenhilfe GmbH Landkreis Fulda habe zwar das Stiftungskapital erhöht, aber durch die niedrige Verzinsung seien die zur Verfügung stehenden Mittel gering und daher immer willkommen, erläutert Elmar Heger. Die Ausschüttung lieg im dreistelligen Bereich. In den vergangenen Jahren hätten unter anderem ein elektrisches Piano angeschafft sowie Ausflüge, Kutschfahrten und ein Theaterbesuch finanziert werden können.

Eine neue Idee des Kuratoriums ist es, im Rahmen der Stiftungsverfassung die Entwicklung von generationsübergreifenden, sozialraumorientierten Angeboten zu unterstützen. Durch die Organisation von aktuellen Vorträgen und öffentlichen Veranstaltungen, die Kooperation mit Kindergärten und Schulen sowie die Initiierung und Koordination eines ehrenamtlichen Betreuungsdiensts, sollen eine größere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie eine engere Anbindung an die Stadt Hünfeld erreicht werden. Nachgedacht wird auch über die Ausschreibung eines Stiftungspreises für generationsübergreifende Pilotprojekte. +++




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