Absolventen und Referenten: Dr. Michael Dinkel (Dritter von rechts), Professor Dr. Ralf Roßkopf (Zweiter von rechts) Professorin Dr. Dagmar Unz (Zweite von links) und Professor Dr. Jürgen Seifert. - Fotos: Privat

BAD NEUSTADTZertifikate für Medizinpraktiker

Fit für die Zukunft in der medizinischen Akutversorgung

11.05.17 - „Die Fachweiterbildung zum Qualifizierten Medizinpraktiker ist für alle Beteiligten ein Gewinn“, fasst Chefarzt Dr. Michael Dinkel die Vorteile des Lehrgangs, der in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt angeboten und durchgeführt wird, kurz und knapp zusammen. Insgesamt neun Absolventen nahmen ihre Zertifikate nach nunmehr drei arbeits- und lernintensiven Semestern zum Qualifizierten Medizinpraktiker am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt entgegen.

Der Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin Dr. Michael Dinkel betont: „Zum einen wird eine zunehmend anspruchsvolle, bedarfsgerechte akut- und intensivmedizinische Versorgung durch den Einsatz speziell weitergebildeter Pflegekräfte sichergestellt, wie unsere Erfahrungen der letzten 10 Jahre belegen“, so der Chefarzt. „Zum anderen erhalten die Lehrgangsteilnehmer das notwendige Rüstzeug für den täglichen Einsatz in der Praxis und einen hervorragenden Einstieg in die akademische Ausbildung.“

Drei Semester dauert die Weiterbildung, die Gesundheits- und Krankenpfleger wesentlich nach vorne bringt. Durch die Kooperation von Klinik und Hochschule ist gewährleistet, dass den Teilnehmern ein kontinuierliches Kursangebot auf hohem Niveau angeboten wird. Der Lehrgang vermittelt nicht nur Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und Führungskompetenz, sondern es werden mehrere Fachzertifizierungen erreicht, wie zum Beispiel die Algesiologische Fachassistenz, MPG-Beauftragter, Sedierung in der Endoskopie, QM-Beauftragter und ACLS-Provider.

Die Herz- und Gefäß-Klinik hat in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Würzburg- Schweinfurt den berufsbegleitenden Zertifikatslehrgang zum Qualifizierten Medizinpraktiker ausgearbeitet und bietet diesen den eigenen, wie auch Pflegekräften anderer Kliniken an. „Auf der praktischen Ausbildung liegt in der Weiterbildung das Hauptaugenmerk“, sagt Matthias Scholz, pflegerischer Lehrgangsbetreuer in der Herz- und Gefäß-Klinik. Vor einigen Jahren schon hat Scholz das Zertifikat zum Qualifizierten Medizinpraktiker, damals noch Medizinassistent genannt, erhalten. Scholz rät allen Pflegekräften, die sich beruflich weiterentwickeln wollen, den Lehrgang zu besuchen. „Die Kombination aus jahrelanger pflegerischer Erfahrung in der Akutmedizin und das neu vermittelte aktuelle medizinische Wissen machen den Qualifizierten Medizinpraktiker zu einem wichtigen Glied in der Patientenversorgung.

Der Zertifikatslehrgang erstreckt sich über drei Semester und vier Module, die komplett wie auch einzeln besucht werden können. Die Unterrichtseinheiten finden berufsbegleitend an einem Tag pro Woche, in Blockveranstaltungen und an Wochenenden sowohl an der Hochschule in Würzburg als auch in der Herz- und Gefäß-Klinik am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt statt. Da die Pflegekräfte die praktischen Anteile in ihren Kliniken absolvieren, ist der Aufwand für die jeweiligen Dienstplanungsabteilungen gering. Mit Erlangung des Zertifikats erreichen die Kursteilnehmer 60 ECTS-Punkte.

Die Teilnehmer erwarten mit der anerkannten akademischen Weiterbildung in den vier Modulen (Vermittlung von Basiskompetenzen im Bereich der Führung und Organisation, medizinische Basiskompetenzen und Notfallversorgung, Basis- und vertiefte Kompetenzen in der Intensivmedizin sowie wissenschaftliches Arbeiten) ebenso ein fundiertes Grundlagenwissen für Führungsaufgaben wie eine Vertiefung des Fachwissens in der Intensiv- und Notfallmedizin. Parallel zu den theoretischen Inhalten trainieren sie die Umsetzung hinein in den klinischen Alltag auf Basis praxisorientierter Lehrmethoden wie zum Beispiel dem Simulatortraining. Als Dozenten und Prüfer stehen Professoren und Hochschuldozenten als wissenschaftliche Experten für die entsprechenden Themengebiete sowie ausgewiesene Praktiker aus dem klinischen Alltag bereit. +++


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