Gina Salewski, Professor Dr. Joachim Schmitt, Maike Münkel und Lena Langendörfer (von links) freuen sich über den den dritten Platz beim Trophelia Wettbewerb Deutschland 2017. - Foto: Daniela Kinkel

FULDAMit einem gesunden Gemüsesnack

Angehende Lebensmitteltechnologinnen überzeugen beim Trophelia Wettbewerb

Über den Ideenwettbewerb TropheloaTrophelia ist ein Wettbewerb von Studierenden der Lebensmittelwissenschaften aus ganz Europa um die besten Ideen für neue, innovative Produkte mit ökologischem Benefit. Organisiert wird der Wettbewerb durch den Dachverband der europäischen Lebensmittelindustrie, die CIAA. Für Deutschland übernimmt die Vorauswahl der "Forschungskreis der Ernährungsindustrie", bekannt als FEI in Bonn. Sechs Teams werden zur Jury-Präsentation nach Bonn eingeladen. Das Gewinnerteam erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Der Wettbewerb findet seit 2010 statt.

16.05.17 - Für ihre Produktidee, die sie "Gemüsezipfel" genannt haben, sind drei Fuldaer-Studentinnen der Lebensmitteltechnologie mit dem dritten Platz beim Ideenwettbewerb Trophelia Deutschland 2017 ausgezeichnet worden. In Bonn nahmen Gina Salewski aus Nienburg, Maike Münkel aus Dipperz und Lena Langendörfer aus Langenleiten ihren Preis entgegen, nachdem sie dort vor einer Jury aus Fachleuten präsentiert hatten.

Insgesamt 16 Ideen waren zu dem studentischen Wettbewerb eingereicht worden, sechs davon kamen in die Endausscheidung. "Das ist eine phantastisch gute Platzierung", kommentierte Professor Dr. Joachim Schmitt, der die Studentinnen bei der Produktentwicklung und der Umsetzung unterstützt hatte, das gute Abschneiden. "Es ist die beste Platzierung, die ein Fuldaer Team bislang erreichen konnte." 

Vegan, kalorienarm, ohne Konservierungsstoffe

Vegan und kalorienarm ist der Gemüsesnack, mit dem die drei Studentinnen, die im 6. Semester studieren und zwischen 22 und 24 Jahre alt sind, die Jury überzeugten. "Wir haben uns sehr gefreut, dass unsere Produktidee so gut ankam", sagen sie. Der "Gemüsezipfel" ist als Zwischenmahlzeit gedacht und kann kalt oder warm verzehrt werden. Im kalten Zustand ist er schnittfest, nach dem Erwärmen wird er streichzart. Aufgrund seines geringeren Fett- und Kohlenhydratgehalts ist das Produkt kalorienreduzierter als vergleichbare Brotaufstriche: Fünf- bis siebenmal weniger Kalorien sind in ihm enthalten. Auf Farb- und Konservierungsstoffe haben die Studentinnen komplett verzichtet. Zwei Geschmacksvarianten werden angeboten: die Sorte Karotte-Paprika hat eine fruchtige Note, die Spinat-Mais-Variante ist würziger.

Kreativ verpackt, verbraucherfreundlich portioniert

Um die Konsumentinnen und Konsumenten von den gesundheitlichen Pluspunkten der veganen Zwischenmahlzeit zu überzeugen, haben sich die drei angehenden Lebensmitteltechnologinnen eine kreative Verpackung in Rüben-Optik einfallen lassen. So soll schon auf den ersten Blick klar werden: Hier ist Gemüse drin. Verbraucherfreundlich ist auch die Portionsgröße: 150 Gramm enthält eine Packung.

Neben den gesundheitlichen Vorteilen punktet das Produkt mit ökologischen Daten: Verarbeitet werden Rohstoffe aus der Region, damit entfallen lange Transportwege. Das Erhitzen ist mit geringstem Energieeinsatz möglich, nur 30 Sekunden werden in der Mikrowelle benötigt. Die Verpackung ist recyclebar. Und das Wasser, in dem das Gemüse gekocht wird, wird wiederverwendet: um Ressourcen zu sparen, aber auch möglichst viele Vitamine zu erhalten.

Durchhaltevermögen trainiert

Die Idee für das Produkt entstand im Rahmen eines Projekts in einer regulären Lehrveranstaltung, in die Studierende sich im vierten Semester im Bachelor-Studiengang Lebensmitteltechnologie einwählen können. "In solchen Projekten trainieren wir mit den Studierenden die Fähigkeit, aus einer Idee ein Produkt zu machen", sagt Professor Dr. Joachim Schmitt. "Es geht darum, Durchhaltevermögen zu üben, um Schwierigkeiten auf dem Weg zu einem guten Produkt zu überwinden. Denn Durchhaltevermögen ist der Schlüssel, um auch später im Beruf zu bestehen."

Wie sie die beruflichen Weichen nach Abschluss ihres Studiums stellen wollen, wissen die drei Studentinnen noch nicht. Aber sie sind sich einig: "Für uns war die Teilnahme am Ideenwettbewerb eine tolle Gelegenheit, sich mal in Fachkreisen vorzustellen. Sehr viele Vertreter aus der Industrie waren da. Es war der erste Kontakt für uns mit Fachpublikum. Und wer weiß, vielleicht treffen wir den ein oder anderen nochmal wieder, der sich dann an uns erinnert." +++


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