Vachas Bürgermeister Martin Müller (rechts) überreicht den Wanderstab an Manfred Helfrich, Bürgermeister aus Poppenhausen. - Fotos: Freies Journalistenbüro der Rhön / Franz-Josef Enders

RHÖN/VACHA8. Rhöner Wandertag

Auf Wanderschaft rund um das „Tor der Rhön“

16.05.17 - Ein Rhöner Wanderevent jährte sich am Wochenende bereits zum achten Mal: der Rhöner Wandertag, der Länder übergreifend das Mittelgebirge verbindet und alljährlich wechselt. In diesem Jahr veranstaltete ihn die thüringische Stadt Vacha, deren Konzept die Regionale Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rhön überzeugt hatte. Gleichzeitig feierte Vacha nämlich 1200 Jahre Ersterwähnung.

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Im Rahmen der Großveranstaltung gab es ein vielfältiges Veranstaltungsspektrum, beispielsweise die acht unterschiedlichen vom Rhönklub-Zweigverein Vacha auserwählten Wandertouren, den Vitus-Markt auf dem Markplatz, den Mittelaltermarkt rund um die Burg Wendelstein oder auch die Live-Covershow mit Helene-Fischer-Double „Victoria“ und der „Peter Maffay Fakeband“ im „Vachwerk“. Zur feierlichen Eröffnung des 8. Rhöner Wandertags mit Übergabe des Wanderstabes konnte Vachas Bürgermeister Martin Müller viele Ehrengäste wie Schirmherrin Christine Lieberknecht, Präsidentin des Landesverbandes Thüringen im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e.V. und ehemalige Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, den stellvertretenden Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld Peter Suckfüll, Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt, den Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs und als Vertreter des letztjährigen, bzw. nächsten Rhöner Wandertages die beiden Bürgermeister Armin Warmuth (Hammelburg) und Manfred Helfrich (Poppenhausen) begrüßen.

Vacha richte an diesem Wochenende nicht nur den 8. Rhöner Wandertag aus, sondern feiere zugleich auch den 1200. Jahrestag seiner Ersterwähnung mit einem zünftigen Stadtfest, sagte Bürgermeister Müller. „Ich lade sie ein, die historische Stadt Vacha – das Tor zur Rhön – zu entdecken, die herrliche thüringische Vorderrhön auf den geführten thematischen Wandertouren zu erwandern und Geschichte im Rahmen der Stadtführungen und Nachtwächterrundgänge hautnah zu erleben.“ Schirmherrin Lieberknecht hob hervor, dass man nur von dem richtig zu berichten weiß, was man zu Fuß gegangen ist. „Nehmen wir diese wunderbare Landschaft unter die Füße, genießen wir mit offenen Augen das Land der offenen Fernen heute einmal im Werratal am Tor zur Rhön“. Er freue sich, dass Vacha als nördlichste Stadt der Rhön den Rhöner Wandertag austrage, so Landrat Reinhard Krebs. Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze sei es nun möglich, einen Rhöner Wandertag in allen drei Bundesländern gemeinsam zu feiern. Der Rhönklub, sagte er, sei für den Rhöner Wandertag ein ganz wichtiges Bindeglied. Krebs überreichte daher an Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt einen Scheck in Höhe von 1000 Euro als Zuschuss für die Markierung und Instandhaltung von Wanderwegen durch die Wanderwegewarte des Werragaus.

Rhönklub-Präsident Reinhard erinnerte an die Gründung des heimischen Rhönklub-Zweigvereins im Jahr 1877 durch den großherzoglichen Oberförster Richard Schmidt. Mit der Erschließung des „Öchsenberg“, dem nördlichsten Berg der Rhön, habe Vacha dann auch touristische Werbung betrieben. Nach der Wende habe der Zweigverein seine Arbeit wieder aufgenommen und verfüge inzwischen über weit über 100 Kilometer Wanderwege. Mit der Übergabe des Rhöner Wanderstabs durch Vachas Bürgermeister Martin Müller an seinen Kollegen Manfred Helfrich aus der hessischen Gemeinde Poppenhausen, die im kommenden Jahr den 9. Rhöner Wandertag ausrichten wird, endete der 8. Rhöner Wandertag in Vacha.+++




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