- Foto: Facebook

STEINAUFacebookpost schlägt hohe Wellen

Bürgermeister Malte Jörg Uffeln wehrt sich: "Bin nicht rechts!"

17.05.17 - Ein uns anonym zugeschickter Facebook-Screenshot sorgt nicht nur im Rathaus von Steinau an der Straße aktuell für Aufregung. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine persönliche Widmung, die Bürgermeister Malte Jörg Uffeln in eine Biografie über Martin Bormann geschrieben hat. Sowohl die Art der Zueignung wie auch das Datum 20. April (Hitlers Geburtstag) haben für erhebliche Irritationen gesorgt - auch über die Grenzen der Brüder-Grimm-Stadt hinaus. Dem Bürgermeister wird von einigen Kommentatoren deshalb eine rechte Gesinnung unterstellt.

Bürgermeister Uffeln gab uns heute bereitwillig Auskunft über die Hintergründe dieses Eklats. Er vermutet einen ehemaligen Mitarbeiter, mit dem er sehr eng zusammengearbeit habe, hinter den Attacken gegen seine Person. Dazu sagt Uffeln: "Ich habe einen großen Fehler in einem Vertrauensverhältnis zu meinem engsten Mitarbeiter gemacht, für den ich mich entschuldige. Ich bin keineswegs rechtsaffin."

Bürgermeister Jörg Malte Uffeln Foto: Carina Jirsch

Die Personen, die das Foto mit dem Buchtitel und Uffelns seltsamer Widmung auf Facebook gepostet haben, kenne er nicht und vermutet, dass es sich um gefakte Profile handelt. Dies habe er auch Facebook gemeldet. "Aus meiner Sicht sind es Fake-Accounts, deren bewusstes Ziel es ist, Stimmung gegen mich zu machen." Das besagte Foto stamme definitiv aus einem Buch, das er dem Mitarbeiter "privat" geschenkt habe. Weil sich dieser Kollege ihm gegenüber als "absolut loyal und vertraulich" ausgegeben habe und sie gemeinsam "die Neuen" in Steinau gewesen seien und sich gegen viele Anfeindungen gemeinsam zur Wehr gesetzt hätten, habe er ihm die besagte Widmung mit "Mein Sekretär" in das Buch geschrieben. Ihr Verhältnis sei sehr eng gewesen: "Wir haben Zimmer an Zimmer gesessen und viel Zeit miteinander verbracht. Das war fast wie eine Ehe", sagt der 53-Jährige in der Rückschau.

Doch dieses einst so vertrauensvolle Verhältnis endete im Streit, der Mitarbeiter befindet sich seit längerem im Krankenstand. Uffeln und er hätten sich gerade in einem Schlichtungsverfahren beim hessischen Städte- und Gemeindebund gegenüber gestanden - bisher aber ergebnislos. 

Dass sich der Bürgermeister nicht nur Freunde in Steinau gemacht hat, ist ihm selbst durchaus bewusst: "Ich gefall denen halt nicht, ich hab ein dickes Maul", sagt er über seine Gegner, die offensichtlich anstrebten, ein Abwahlverfahren gegen ihn einzuleiten. "Das läuft nicht offen, eher so subkutan!" In der Stadtverordnetenversammlung heute Abend will Uffeln eine persönliche Erklärung zu den Vorfällen abgeben und sich für seinen "privaten" Fehler öffentlich entschuldigen. Weitere Konsequenzen will er nicht ziehen und sieht auch keine Veranlassung, seine demokratische Grundhaltung zu beteuern: "Ich bin alles andere als braun!" Ob mit seiner Erklärung die Wogen nachhaltig geglättet werden, bleibt abzuwarten. (Carla Ihle-Becker) +++





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