- Fotos: Yannick Stork

WÄCHTERSBACHGottesdienst und Prozession

„Fronleichnam lädt ein, unser Leben miteinander zu teilen“

15.06.17 - Fronleichnam ist auch für die katholische Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Wächtersbach ein ganz besonderer Feiertag. Zur Eucharistiefeier am „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, wie der Fronleichnamstag in der kirchlichen Fachsprache heißt, versammelten sich heute Morgen mehr als 250 Gläubige in der Pfarrkirche. In seiner Predigt sprach Pfarrer Reiner Heller von der verbindenden Kraft der Eucharistie. „So wie sich Jesus uns in der Eucharistie in einem kleinen Stückchen Brot schenkt, so sollen auch wir uns einander schenken. Fronleichnam lädt uns ein, das Leben miteinander zu teilen, Freude und Leid miteinander zu tragen und auch unsere Gaben und Güter miteinander und mit den Menschen in Not zu teilen.“

Pfarrer Heller rief dazu auf, dass so wie Jesus die Wege der Menschen mitgehe, auch wir immer wieder miteinander die Lebenswege gehen sollten. Im Anschluss an den Gottesdienst zog die Gemeinde zusammen mit Pfarrer Heller, der unter dem „Himmel“ in einer goldenen Monstranz die gewandelte Hostie, von der die katholischen Christen glauben, dass in ihr Jesus Christus selbst gegenwärtig ist, trug, durch die Straßen der Stadt Wächtersbach. Auf dem Prozessionsweg wurden im Wechsel mit der Gemeinde von Franziska Nix und Daniel Stehling Texte und Gebete gesprochen. Musikalisch wurde der Prozessionsweg von Markus Leis mitgestaltet.

An zwei Altären stoppte die Prozession. Dort wurde ein Abschnitt aus dem Evangelium gelesen, von den Kommunionkindern Fürbitten vorgetragen und der Segen gespendet. Musikalisch begleitete an den Altären der evangelische Posaunenchor unter Leitung von Pfarrer Schilling den Gesang der Gemeinde. Einer der Altäre wurde von den Pfadfindern des Stammes St. Bonifatius Wächtersbach (DPSG) aufgebaut und thematisierte mit einer großen Taube auf einer Wolke und den Gaben von Brot, Weintrauben und Fisch das Wirken des Gottesgeistes, der uns in der Eucharistie, aber auch in der Schöpfung Gottes reich beschenkt. Der zweite Altar wurde von Frauen der Gemeinde zum Thema „Schöpfung bewahren“ an einer großen, alten Linde gestaltet.

Begleitet wurde das Allerheiligste in der Monstranz von den Erstkommunionkindern in ihren festlichen Gewändern, den zahlreichen Messdienern mit Fahnen, Flambos, Schellen und Weihrauch, sowie den Pfadfindern mit ihrem Banner.  +++




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