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REGION MKKFachkräftesuche im Bereich Altenpflege

Bis 2025 fehlen 700 Fachkräfte - "Zahlen sind alarmierend"

10.07.17 - Bis 2025 fehlen im Main-Kinzig-Kreis 700 Fachkräfte in der Altenpflege, bis 2030 könnten es nach aktuellen Berechnungen sogar 1.000 sein. „Diese Zahlen aus dem Regionaldossier Pflegearbeitsmarkt sind alarmierend, wir steuern hier auf ein erhebliches Problem zu“, bringt es Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) wie auch der Alten- und Pflegezentren Main-Kinzig, auf den Punkt. Simmler hatte schon 2015 mit „Wir machen Helden“ eine Fachkräfte-Kampagne gestartet, um in Kooperation mit zehn stationären Pflege-Einrichtungen frühzeitig die Weichen für neues Pflegepersonal zu stellen. Eine Kooperation zwischen Jobcenter und Pflegeeinrichtungen soll nun weitere Lösungen finden.

„Dem Fachkräftemangel begegnen wir nicht mit einer Maßnahme allein“, erklärt Simmler. Parallel hat auch der Beirat für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung des Main-Kinzig-Kreises den Fachkräftemangel in der Pflege beraten. Unter Federführung seines Vorsitzenden Lothar Klemm will der Beirat Arbeitsuchende für einen Pflegeberuf motivieren und qualifizieren. Dazu hat der ehemalige hessische Wirtschaftsminister ein Projekt beim Jobcenter des KCA initiiert.

„Fachkräftemangel plus Arbeitsuchende gleich Problem gelöst – so einfach funktioniert die Formel natürlich nicht“, erläutert Klemm und fährt fort: „Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Personen unter den Empfängern von Arbeitslosengeld II zu identifizieren und diese für einen Einstieg in die Pflege zu überzeugen, zu qualifizieren und zu begleiten.“ Susanne Simmler, die dem KCA-Verwaltungsrat vorsteht, ergänzte: „Damit das Projekt ein Erfolg wird, sind wir auf die Pflegeeinrichtungen aus der Region angewiesen. Daher war der erste Schritt, alle Akteure an einen Tisch zu bringen.“ Hierzu hatte Simmler kürzlich Arbeitgeber in das Alten- und Pflegezentrum nach Rodenbach eingeladen.

Verschiedene Fragen stellten sich die Teilnehmer dieses Treffens. „Wie finden wir geeignete und motivierte Menschen für den Pflegeberuf?“ „Welche Unterstützung können Arbeitgeber in Anspruch nehmen?“ „Auf welche Weise können Pflegeeinrichtungen auch das Jobcenter unterstützen – etwa durch Praktikumsplätze, flexible Arbeitszeitmodelle oder Übernahmegarantien?“ Neben dem KCA-Jobcenter steuerten auch die Hanauer Agentur für Arbeit sowie die Gesellschaft für Wirtschaftskunde in Hanau wichtige Informationen und Impulse bei, mit welchen unterschiedlichen Strategien man das drängende Problem des Fachkräftemangels eindämmen kann.

Im Anschluss an die Diskussion trugen sich erste Pflege-Unternehmer in einer Liste ein, um die Zusammenarbeit mit den Arbeitsmarktakteuren zu intensivieren. Auch jene Häuser, die nicht zum Treffen nach Rodenbach kommen konnten, haben noch die Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit dem KCA zu suchen und sich informieren zu lassen. „Auf dieser Basis gehen wir konkret die nächsten Schritte an“, verkündet Simmler.

Abschließend stellt sie fest: „Natürlich hat sich das Jobcenter auch schon vorher mit Altenpflege befasst. Neu ist aber, dass wir auf eine breite Partnerschaft mit der Branche setzen. Wir wollen gemeinsam Verantwortung dafür tragen, unsere Probleme zu lösen und dadurch werden wir gemeinsam erfolgreich sein.“ +++




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