Sie stehen hinter "Levensgaarn": Christian und Andrea Sauer, zwei gebürtige Bad Hersfelder, die es vor sieben Jahren nach Hamburg zog. - Fotos: privat

HAMBURGFair, nachhaltig, schick: "Levensgaarn"

Gebürtige Bad Hersfelder wollen Lebensperspektiven in Afrika schaffen

12.07.17 - Sie wollen die Welt ein Stückchen besser machen, ihrem Lieblingsreiseland Afrika etwas zurückgeben und dort neue Perspektiven schaffen. „Menschen und Land haben uns verzaubert“, betonen Andrea und Christian Sauer, zwei gebürtige Bad Hersfelder, die es vor sieben Jahren nach Hamburg zog. „Bei unseren Trips in die weite Welt haben wir zu schätzen gelernt, wie gut es uns in Deutschland geht“, sagt das Ehepaar, das die Vision hat, faire und schicke Mode in Afrika herzustellen.

Das Business-Hemd: Das Ehepaar hat ...

Design und Logo haben Sauers ...

„Levensgaarn“ haben die beiden Quiddjes (Zugezogene) ihr Label genannt. Hinter diesem Namen verbirgt sich die plattdeutsche Bezeichnung für Schicksalsfaden. Die beiden Kaufleute, die sich unter anderem bei den SOS Kinderdörfern und der Hamburger Social Business Stiftung engagieren, sind fest davon überzeugt, dass fairer Handel der Schlüssel zur Selbsthilfe ist. „Wir wollen die komplette, transparente Wertschöpfung von hochwertiger und stilvoller Kleidung in Afrika unter fairen und umweltgerechten Bedingungen umsetzen“, meint Christian Sauer. Gerade das Thema Nachhaltigkeit komme bei Business-Mode viel zu kurz. Und hieran will „Levensgaarn“ anknüpfen.

Ziel ist es, das erste Business-Hemd auf den deutschen Markt zu bringen, das auf dem afrikanischen Kontinent, genauer gesagt: in Benin, einem Staat in Westafrika, genäht wird. Design und Logo haben Sauers in Hamburg entwickelt – mit der tatkräftigen Unterstützung ihrer 17-jährigen Nichte Alicia, die für den kreativen Part zuständig ist und Kirchheim-Reckerode ihre Heimat nennt. „Die Bio-Baumwolle stammt aus Afrika, und sichert durch faire Bezahlung die Existenz der hiesigen Bauern und deren Familien“, berichtet der ausgebildete Industriekaufmann. „Gleiches gilt für die Näherinnen unserer Partnerfabrik in Benin.“

Ansinnen ist es, zunächst eine erste Produktionscharge von circa 500 weißen Herrenhemden in Afrika fertigen zu lassen. „Neben fairen Löhnen sowie der Provision für unsere Partnerinitiative ‚Ethical Apparel Africa‘, müssen allerhand Rohstoffe, wie Biobaumwolle, GOTS-zertifizierte Knöpfe und Nähgarn, besorgt werden“, erläutert Christian Sauer. „Zudem fallen Transport- und Zollkosten an.“ Die Fundingschwelle liege bei 10.000 Euro.

Und hier kommt der „Nordstarter Crowdfunding Contest 2017“ ins Spiel, den die Hamburg Kreativ Gesellschaft und das Stadtmagazin Szene Hamburg ausgerufen haben. „Das ist die Chance, unser Projekt voranzutreiben“, bekräftigen die beiden Start-up-Unternehmer, die sich mit „Levensgaarn“ auf der Plattform präsentieren und auf zahlreiche Anhänger hoffen. Schließlich dürfen sich die drei Projekt-Initiatoren mit den meisten finanziellen Unterstützern über Preisgelder im Gesamtwert von 3.000 Euro zusätzlich zu den eigenen Crowdfunding-Einnahmen freuen.

„Alle Herren, die bevorzugt weiße Business-Hemden tragen und denen es wichtig ist, wo ihre Kleidung herkommt, sollten ‚Levensgaarn‘ ihren Rückhalt geben“, untermauern Andrea und Christian Sauer. Die afrikanische Textilindustrie könne nur langfristige Lebensperspektiven schaffen, wenn Nachfrage nach fairer und nachhaltiger Ware bestehe. „Genau hier wollen wir ansetzen. Und: Welche Stadt eignet sich besser für ‚Levensgaarn‘ als die tolerante Fairtrade-Metropole Hamburg?!“ Mehr Infos: https://www.startnext.com/de/levensgaarn. (Stefanie Harth) +++




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