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ULRICHSTEINFrühschoppen und zwei Tage Krämermarkt

668. Jakobimarkt - Discoparty, Marktschoppentreff, 1. Spiel ohne Grenzen

12.07.17 - Zahlreiche Städte und Gemeinden im Vogelsberg und in ganz Hessen haben alljährlich einen besonderes Fest- und Markttag. So feiert man in Lauterbach den „Prämienmarkt“, in Schotten und Alsfeld den „Pfingstmarkt“, in Altenschlirf die „Wurstkirmes“ und in Stockhausen den „Johannimarkt“. Im nordhessischen Fritzlar gibt es den „Pferdemarkt“, in Ziegenhain die „Salatkirmes“ und in Frankfurt die „Dippemess“. In Hessens höchst gelegener Stadt, Ulrichstein feiert man den „Jakobimarkt“. Am diesem Wochenende jährt sich dieses größte Volksfest im Hohen Vogelsberg nun schon zum 668. Mal. An vier Tagen wird zünftig gefeiert und getanzt. Beginn ist am Samstag, den 15. Juli ab 21 Uhr mit „DISCO – Best oft he 90`s mit MUSIC + MORE“. Von 21 bis 22 Uhr heißt es „Happy Hour“ mit der Nachwuchsband „Straght to the End“.


Das Programm am Sonntag beginnt ab 12 Uhr mit dem ganztägigen Marktschoppentreff mit Unterhaltung im Festzelt und um 13 Uhr fällt der Startschuss zum 1. Ulrichsteiner „Spiel ohne Grenzen“ aller Stadtteile. Die Mannschaftsstärke beträgt 15 Personen, davon je fünf Männer, Frauen und Kinder. Siegerehrung ist im Anschluss an das Turnier. Nach einem Ruhetag geht es am Dienstag, den 18. Juli ab 10.30 Uhr mit dem großen Frühschoppen mit der Blaskapelle „blech.Quadrat“ weiter. Um 11 Uhr erfolgt der Bierfassanstich durch Bürgermeister Edwin Schneider und ab 15 Uhr gibt es Musik und Stimmung mit der Band „Windows“.Ganztägig ist außerdem Krämermarkt.

Abschluss ist am Mittwoch mit einem „Großen Volksfest und ganztägigem Krämermarkt. Ab 16 Uhr ist Tanz im Festzelt mit der Band „Windows“ und ab 20.30 Uhr laden wieder „Sir Amos“ und Music + More zur Oldie-Disco ein.  An allen Tagen ist ein großer Vergnügungspark der Firma Doris Kopf in Betrieb.


Der Ulrichsteiner Jakobimarkt hat eine lange Tradition. Bereits im Jahre 1347 erhielt man durch Kaiser Ludwig den Bayern die Stadtrechte sowie die Berechtigung jede Woche einmal Markt zu halten und pro Jahr zwei Hauptmärkte in den Mauern der Stadt zu veranstalten. Im Jahre 1350 wurde dann der „Jakobimarkt“ zum ersten Mal feierlich begangen. Der Markt hat in der Mitte des 19. Jahrhunderts seine Blütezeit gehabt, denn in Aufzeichnungen aus dem Jahre 1852 findet man vermerkt: Es waren anwesend 38 Wirte, 184 große und 243 kleine Krämer, aufgetrieben wurden 854 Stück Großvieh und 637 Schweine und Ferkel. Gemeldet waren weiterhin Karussells, sieben Zirkusunternehmen mit „Mohren, chinesischen Gauklern und englischen Reitern“, sowie ein Wachsfigurenkabinett, ein Panorama und drei Kegelbahnen. Auch „Seiltänzer und Künstler“ waren dabei und in acht Zelten wurde Musik gemacht. Acht Jahre später finden wir eine Marktordnung für Ulrichstein für die Erleichterung des Verkehrs und zur Handhabung der Ordnung auf Jahrmärkten. Hier ist auch bestimmt, dass die Marktstände jedes Jahr neu verlost werden und zwar immer „Mittwoch um 9 Uhr am so genannten Jakobimarkt“. Die Höhe des Standgeldes und die Gebühr für das aufgetriebene Vieh sind ebenfalls darin geregelt.

Bis gegen 1840 wurde in den Sommermonaten wöchentlich einmal Markt gehalten, dann allerdings gab es nur noch den Ferkelmarkt zu Ostern, den Jakobimarkt und im Herbst einen „Kalten Markt“ bei dem hauptsächlich Sachen für den Winter eingekauft wurden. 40 Jahre später ging auch der „Kalte Markt“ ein und schließlich gab es nach einigen Jahren auch das „Aus“ für den Ferkelmarkt zu Ostern.


Nun konzentriert sich alles auf den Jakobimarkt, dessen Gestalt sich in den letzten Jahren immer wieder verändert und den jeweiligen Zeitverhältnissen angepasst hat. So findet alle zwei Jahre eine Bezirkstierschau statt, die früheren Heimatabende sowie bunte Abende haben den Disco-Veranstaltungen weichen müssen. Der „Jobbesmaart“, wie er mundartlich auch heute noch genannt wird, war in früherer Jahren eine Art Abschluss der Heuernte und wurde von den Bewohnern des Ohm-, Gilgbach- und Streitbachtales sowie des Junkerlandes und einigen Dörfern aus dem Feldatal zu einem groß angelegten Einkaufsbummel genutzt. Haushaltsgeräte, Gewürze und Bekleidungsstücke aller Art standen dabei im Vordergrund. Für den diesjährigen „Jobbesmaart“ haben sich wiederum über 100 „fliegende Händler“ aus dem ganzen Bundesgebiet angemeldet. (gr) +++




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