- Fotos: Walter Dörr

SCHLÜCHTERNReise durch die Welt der Farben

Emotionen und Seelenbilder: Ausstellung von Irmi Roth in Zahnarztpraxis

13.07.17 - Der Gang zum Zahnarzt, sei es prophylaktisch oder wegen einer akuten Schmerzsituation, ist zurzeit in der Praxis von Dr. Dr. Uwe Uffelmann und Dr. Jung-Zen Chan in Schlüchtern, Bahnhofstraße 6 a, besonders schön. Die Künstlerin Irmi Roth stellt nämlich im Foyer und im Wartezimmer Gemälde aus, die sehr sehenswert sind. „Emotionen und Seelenbilder“ nennt die Sterbfritzer Künstlerin ihre Ausstellung.

Dr. Jung Zen Chan

Die abstrakt expressionistischen Werken nehmen den Betrachter mit auf eine Reise durch die Welt der Farben. Dr. Dr. Uwe Uffelmann sagte bei der Ausstellungseröffnung, dass er gerne einer weiteren Künstlerin aus der Region in seiner Praxis eine Plattform zur Präsentation zur Verfügung stelle. Wolfgang Roth, der Ehemann von Irma Roth, sagte, dass der Drang zur Kreativität in jedem vorhanden sei. Eine Grundausstattung sozusagen. Diese Sehnsucht, schöpferisch tätig zu sein, könne sich auf verschiedenste und vielfältige Art und Weise äußern. Einige fühlten sich zum Schreiben hingezogen, andere dränge es zum Musizieren, zum Tanzen, zur Bildhauerei, zur Gartengestaltung oder zu einer anderen Kunst. Unabhängig vom Medium gehe es bei jeder schöpferischen Tätigkeit einzig und allein darum, mit den eigenen tiefsten Gefühlen verbunden zu sein.

Die Werke von Irmi Roth seien überwiegend abstrakt. Die Bezeichnung abstrakter Expressionismus sei der Sammelbegriff für die verschiedenen abstrakten Stile der amerikanischen und europäischen Nachkriegskunst von 1945 bis 1960. Hauptvertreter des abstrakten Expressionismus sind Mark Rothko, Jackson Pollock, Sam Francis und Helen Frankentaler. „Charakteristisch wird der abstrakte Expressionismus vor allem durch das Malerische geprägt,“ so Wolfgang Roth. „Reduziert und vereinfacht bildet die Farbe an sich und der Farbauftrag den gegenstandslosen Inhalt.

Dr. Dr. Uwe Uffelmann

Nur durch die Malerei, ihr Material und die Maltechnik werden Gefühle wiedergegeben und die Abstraktion damit an ihre Grenzen geführt. Die Farbe verändert sich durch den Duktus des Farbauftrages: Abhängig von der Richtung des Pinselschwunges oder Gegenbewegung verändert sich der Rhythmus. Auch das Werkzeug, mit dem sie aufgetragen wird, hat Einfluss auf ihre Wirkung.“ Das geschaffene Bild sei ein starrer Gegenstand, der durch die Intelligenz und das Einfühlungsvermögen des Betrachters wieder in Bewegung kommt, zitierte Roth Professor Dr. Markus Lüperz.

Roth‘s Frau begebe sich in ihren Werken auf eine emotionale Reise, deren Ausgang sie oft unbeantwortet lasse. Farben und Formen seien für sie eine brillante Möglichkeit, uneingeschränkt dem inneren Bild Raum und Freiheit zu geben, sozusagen einen Fingerabdruck der Seele auf der Leinwand zuzulassen, eine anonyme Offenlegung der innersten Gefühle und Beweggründe, warum dieses Bild entsteht. Irmi Roth arbeitet auf unterschiedlich vorbereiteten Bildgründen, die teils pastos oder auch transparent. Das Farbspektrum in einem Bild ist meist auf zwei oder drei Farben reduziert, um eine größere Intensität zu erzielen.

Irma Roth kommt es darauf an, nicht Sichtbares darzustellen. Ihre Intension beim Gestalten eines Bildes ist für den Betrachter unerheblich. Wolfgang Roth: „Kunst fordert zum Schauen, Schweigen und Tolerieren auf, denn hinter jedem schöpferischen Werk spiegelt sich auch eine Künstlerseele.“ Die Ausstellung in der Zahnarztpraxis von Dr. Dr. Uwe Uffelmann und Dr. Jung-Zen Chan in Schlüchtern ist werktäglich von 7 bis 19 Uhr zu besichtigen. (Walter Dörr) +++




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