Mischung zwischen Tintenfisch und Seestern - und riecht ziemlich eklig - Foto: privat

REGIONRiecht ziemlich eklig!

Seltener Tintenfischpilz sieht aus wie faules Fleisch und zieht Fliegen an

17.07.17 - Ein ungewöhnlich aussehendes und eklig riechendes "Objekt"hat einer unserer Leser kürzlich in seinem Garten entdeckt und uns über seinen Zufallsfund sogleich in Wort und Bild informiert. Fast könnte man meinen, ein Wesen aus der Tiefsee habe ich aus Versehen in ein Gartenbeet verirrt. Tatsächlich handelt es sich aber um einen mitteleuropäischen Pilz, der aber ziemlich seltsame Eigenschaften hat.

"Hallo", schreibt unser Leser, "ich hab mal ein Foto von einem Tintenfischpilz aus unserem Garten angehängt. Vor ein paar Wochen wusste ich noch gar nicht, was das ist, es sah aus wie rohes Fleisch und roch auch nach verfaultem Fleisch. Über Google kam ich dann auf diesen Pilz, den wir wohl mit Rindenmulch in unseren Garten geholt haben. Er ist zwar nicht giftig, aber ungenießbar. Er riecht nach verfaultem Fleisch, um Fliegen und Käfer anzulocken, damit diese seine Sporen aufnehmen und woanders hin tragen ,um so seiner Verbreitung zu dienen."

Laut wikipedia wächst der junge Pilz zunächst als 3 bis 5 cm breites so genanntes Hexenei, das sich von den ähnlichen Hexeneiern der Stinkmorchel durch rosa gefärbte Rhizomorphen unterscheidet. Außerdem könne man beim Durchschneiden der Hexeneier bereits das rot gefärbte Receptaculum erkennen. Das Receptaculum besteht aus einem kurzen (etwa 4 cm langen) Stamm, der in der volvaartigen Hülle stecken bleibt, und 4 bis 6 etwa 10 cm langen Armen. Diese sind zunächst an der Spitze verbunden und treten gemeinsam aus der Peridie aus. Nach der Streckung trennen sie sich und breiten sich sternförmig aus. Die oberseits leuchtend, unterseits blassroten Arme tragen auf der Oberseite die olivschwärzliche, netzartig geteilte Gleba. Der Tintenfischpilz strömt einen starken Aasgeruch aus. Der Tintenfischpilz wächst als Saprobiont auf mehr oder weniger sauren Böden, teilweise auch auf morschem Holz oder Rindenmulch. Er kommt in Mitteleuropa in verschiedenen Waldtypen vor, oft entlang von Waldwegen, seltener ist er außerhalb des Waldes zu finden. Die Fruchtkörper erscheinen in Mitteleuropa vom Frühsommer bis zum Spätherbst. Der starke Geruch nach Aas und wahrscheinlich auch die verrottendes Fleisch imitierende Farbe locken Fliegen und Mistkäfer an, die die Sporen verbreiten. Auf die Idee, diesen Pilz zu essen, kommt sciher niemand.+++


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