(v.l.) Präsident der Hochschule Worm,s Prof. Dr. Hermsdorf, Präsident der Allameh Tabatabai University, Prof. Dr. Salimi, stellv. Wissenschaftsminister Dr. Amoli, HRK-Vizepräsident Prof. Dr. Khakzar - Foto: privat

FULDAHoher Stellenwert

Zu Gesprächen in Teheran: Hochschule will Zusammenarbeit ausbauen

26.07.17 - Eine Delegation aus Vertretern deutscher Hochschulen unter Leitung des Fuldaer Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar in seiner Funktion als Vize-Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) besuchte mehrere Universitäten in Teheran mit dem Ziel, die deutsch-iranische Zusammenarbeit im Hochschulbereich auszubauen.

Im Mittelpunkt des Zusammentreffens stand ein zweitägiges Seminar an der Allameh Tabatabai Universität in Teheran, an dem 20 Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten aus dem Iran und Deutschland sowie rund 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Leiter internationaler Büros aus beiden Ländern teilnahmen. Besonderes Interesse galt der Umsetzung von Internationalisierungsstrategien und dem Ausbau bestehender Kooperationsstrukturen. Die Teilnahme zahlreicher Präsidenten der bedeutendsten iranischen Universitäten dokumentierte das große Interesse an Kooperationen mit deutschen Bildungseinrichtungen.

So betonte der stellvertretende iranische Wissenschaftsminister Dr. Amoli in seiner Eröffnungsrede, dass die Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen einen ganz besonderen Stellenwert besitzt. In der Vergangenheit gab es im Bildungsbereiche sehr gute und intensive Kontakte zwischen beiden Ländern. Ein Beispiel hierfür ist die in den 1970er Jahren gegründete Guilan Universität am kaspischen Meer, die seinerzeit als deutsch-iranische Universität mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) entstand und die seit 2008 Partneruniversität der Hochschule Fulda ist.

„Das iranische Hochschulsystem öffnet sich zunehmend internationalen Kooperationen. Deutsche Hochschulen genießen einen hervorragenden Ruf im Iran und sollen daher eine zentrale Rolle spielen“, erklärte der Fuldaer Hochschulpräsident Khakzar. „Insbesondere die renommierten, staatlichen iranischen Universitäten zählen zu den erfolgreichsten im Mittleren Osten und verfügen über ein herausragendes Potenzial. Von der Zusammenarbeit in den Bereichen Lehre, Forschung und des Wissenstransfers profitieren somit beide Seiten. Insgesamt kann der Wissenschaftsbereich eine wichtige Funktion bei der Annäherung beider Länder einnehmen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, die man nicht verkennen darf“, ist Khakzar überzeugt.

Im Iran leben derzeit ähnlich viele Menschen wie in Deutschland, die Bevölkerung ist jedoch deutlich jünger. Von den circa 82 Millionen Einwohnern sind knapp 15 Millionen im Alter von 15 bis 24 Jahren. Der Zulassung zu einer der renommierten, staatlichen Universitäten geht ein äußerst harter Auswahlprozess mit zentraler Aufnahmeprüfung voraus. Entsprechend motiviert und talentiert sind die Studierenden. Allerdings finden nur wenige Absolventinnen und Absolventen auf Grund der schwierigen Wirtschaftslage eine angemessene Tätigkeit. Die großen Hoffnungen in einen Aufschwung nach dem Atomabkommen im Jahr 2015 haben sich bisher noch nicht erfüllt.

Neben der Hochschule Fulda, die auch durch Hashem Savoji aus dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik vertreten war, beteiligten sich auch die Universitäten Gießen und Hannover, die Hochschule Worms und die Filmuniversität Babelsberg an der Delegationsreise. Derzeit bestehen insgesamt 62 Abkommen zwischen deutschen und iranischen Hochschulen. Über 7.000 iranische Studierende besuchen eine Hochschule in Deutschland. Dass es die iranische Regierung mit der Intensivierung der deutsch-iranischen Zusammenarbeit ernst meint, belegt die Eröffnung eines Verbindungsbüros in Bonn im Mai dieses Jahres. Zur federführenden iranischen Universität wurde die renommierte Iran University of Science and Technology in Teheran bestimmt, die die deutsche Delegation im Rahmen des Aufenthalts ebenfalls besuchte und zu der der Fuldaer Hochschulpräsident Khakzar eine besondere Verbindung hat: In den 1970er Jahren war sein Vater, Prof. Dr. Haybatolah Khakzar, an dieser Hochschule Rektor. +++


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