Gut sichtbar hängen die Banner am Geländer der Brücke über die B 27 bei Bebra-Breitenbach - Fotos: Gerhard Manns

WALDHESSENGelbe Spannbänder warnen Autofahrer

Achtung - Schulanfang in Kürze - Tempo runter - Rücksicht bitte"

06.08.17 - In neun Tagen, am Montag, den 14. August 2017, beginnt ein neues Schuljahr. Voraussichtlich über 1.000 Schulanfänger werden am Dienstag, den 15. August 2017 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg auf ihrem ersten Schulweg unterwegs sein. Dieser neue Lebensabschnitt birgt für die Kinder Gefahren und Risiken, wie uns einige Unfälle in der Vergangenheit gezeigt haben. Deshalb fordert die Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg alle Kraftfahrer auf Rücksicht gegenüber den Schülern und hier besonders den Schulanfängern zu üben, denn „ein Toter oder Verletzter im Straßenverkehr, ist einer zu viel“.

An vielen Brückengeländern im Kreisgebiet ...

Torsten Stöcker, Jörg Zimmer von ...

 Durch gezielte Aktionen, wie Spannbänder, Plakate, Pressebericht und Aktionen der Polizei soll die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer und der Eltern auf diesen Schulanfang gelenkt werden. Hilfreich zur Seite steht der Verkehrswacht Hef-Rof bei diesen Aktionen die Straßenmeistereien in Rotenburg und Bad Hersfeld, die ‚Busunternehmen, die Schüler fahren, die Polizei mit ihren Aktionen und die regionale Presse mit ihren Berichten zum Schulanfang. Zusätzlich gibt die Verkehrswacht Hef-Rof noch wichtige Tipps zum Schulweg.

Fleißige Kreisverkehrswacht, das Schulwegetraining fand ...

Rolf Kettner zeigt den Kids ...

Schulwegetraining: Damit die kleinen Schulanfänger gegen solche Gefahren besser gewappnet sind, empfiehlt die Verkehrswacht: Eltern sollen die gefährlichsten Stellen des neuen Schulweges – wie Ampeln, Zebrastreifen, Kreuzungen oder Schulbushaltestellen, gemeinsam mit den Erstklässlern Schritt für Schritt abgehen. Die Eltern sollten sich auch vergewissern, ob ihr Kind den Schulweg meistert, denn nicht der kürzeste Schulweg, sondern der sicherste Schulweg ist der beste.

Überqueren der Straße: An der Bordsteinkante halten, nach allen Seiten schauen und Geschwindigkeit und Entfernung der Autos richtig einschätzen und wenn möglich Blickkontakt zu den Autofahrern herstellen. Kinder können Geschwindigkeit und Entfernung herankommender Fahrzeuge nicht genau einschätzen. Ihr Gefahrenbewußtsein ist noch nicht ausgeprägt – auch ist das Blickfeld eines Grundschülers sehr viel enger als das der Erwachsenen und schließlich können Kinder kaum über parkende Autos hinwegsehen, sind daher auch für die Fahrer schlecht zu sehen. Deshalb die Fahrbahn nicht zwischen parkenden Autos überqueren – auf stark befahrenen Straßen stets gesicherte Überwege benutzen (Fußgängerampeln, Zebrastreifen)

An Bushaltestellen: Drängelei der Kinder an Bushaltestellen bedeutet Gefahr. Niemals unvorsichtig zu einem abfahrbereiten Bus über die Straße laufen. Beim Aussteigen aus dem Bus mit dem Überqueren der Straße so lange warten, bis der Bus abgefahren und das Blickfeld wieder frei ist. Kinder sollten an Bushaltestellen auch ganz klar wissen, dass die Bushaltestelle kein Spielplatz ist. Spielen an Bushaltestellen kann tödlich sein, denn durch das Spielen werden Kinder abgelenkt und achten nicht mehr auf den Straßenverkehr. Auch Busfahrer könnten die Bushaltestellen noch sicherer gestalten, wenn sie „Warnblinklicht außerhalb geschlossener Ortschaften ca. 150 m bzw. innerorts ca. 50 m vor der Haltestelle einschalten“.

Auf dem Schulweg: Kinder sollten im Straßenverkehr stets helle Kleidung tragen. Ein Schulranzen aus reflektierendem Material bringt zusätzlich Sicherheit. Wenn Eltern ihre Kinder zu Fuß zur Schule bringen, müssen die Eltern immer an der Straßenseite gehen, um unvorhergesehene Reaktionen der Kinder zum Straßenverkehr absichern zu können. Auf Landstraßen und bei einem fehlenden Bürgersteig sollten die Kinder links gehen, mit direktem Blickkontakt zu entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer. Schulanfänger sollten unter keinen Umständen mit dem Fahrrad zur Schule fahren, da sie in ihrem Alter im Straßenverkehr überfordert sind. Hier ist die Radfahrausbildung abzuwarten, die Polizei und Verkehrswacht in der vierten Grundschulklasse in den Jugendverkehrsschulen anbieten.

Im Auto: Kinder nur im zugelassenen, altersgerechten Kindersitz zur Schule fahren und an der Schule nur an ungefährlichen Stellen aussteigen lassen und auch nur dort, wo es erlaubt ist. Oberster Grundsatz dabei ist: Kinder immer nur zur sicheren Gehwegseite aussteigen lassen. Niemals den Schulbusfahrern die Sicht nehmen, oder sie beim Anfahren oder Verlassen der Haltestellen behindern. Niemals auf Bushaltestellen anhalten oder parken.

Als Erwachsener stets Vorbild sein: Vorbild macht Schule – im Guten wie im schlechten. Als Fußgänger bei „rot“ über die Ampel zu gehen, macht mühevolle Arbeit der Eltern und Verkehrserzieher zunichte. Unsere Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen. Das Vorbild der Erwachsenen heute wird das Verhalten der Kinder später prägen. Also hängt es von den Erwachsenen ab, ob Kinder den Gefahrenbereich Straßenverkehr sicher bewältigen können und lernen, dass Rücksicht, Vorsicht und Partnerschaft tagtäglich gelebt werden muss.

„Elterntaxi“ nicht sinnvoll. Die Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg bittet die Eltern ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen. Die Eltern schaffen nämlich durch das Elterntaxi vor der Schule selber gefährliche Verkehrssituationen. Viele parkende Autos erzeugen für die Kinder unübersichtliche Situationen die zu Unfällen führen können. Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, wird das Erfolgserlebnis verwehrt den Schulweg eigenständig zu bewältigen.
Kinder des 1. Und 2. Schuljahres sollten unter Beaufsichtigung eines Elternteiles (Eltern könnten sich bei der Betreuung abwechseln) in Gruppen zur Schule gehen. In einer Entfernung von 300 bis 500 Metern könnten sie den Weg zur Schule alleine bewältigen.

Dabei lernen sie noch folgendes:
--- Kenntnisse und Fertigkeiten im praktischen Verkehrsalltag
--- Förderung der Selbstständigkeit und Entscheidungsfähigkeit
--- Körperliche Ertüchtigung und Beeinflussung des Mobilitätsverhalten
--- Förderung klassenübergreifender, multikultureller, sozialer Beziehungen
--- Reduzierung des Kfz-Aufkommens im Schulumfeld
---Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
--- Aktive Sensibilisierung für die Umwelt und Umgebung
--- Ausschluss von Belästigungen und Übergriffen auf Kinder
--- Elternteile sind immer Ansprechpartner bei Fragen, Probleme, Unsicherheiten

Sicherer Weg zur Kita
Schon im Kindergarten werden die zukünftigen Erstklässler auf ihren Schulweg vorbereitet. Dazu führt die Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg immer wieder Fortbildungsseminare für Erzieherinnen durch - auch in diesem Jahr. Zusätzlich bieten die Verkehrswacht und die Polizeibeamten der Jugendverkehrsschulen ein Schulwegtraining an. Ergänzt wird dies durch Elternabende zum Thema Verkehrserziehung und die Ausstattung der Kindergärten mit entsprechendem Lernmaterial. Die Vorbereitung der Schulanfänger auf ihren ersten Schulweg durch die Kindergärten ist vorbildlich. 
Die Frauen und Männer im grünen Outfit der Kreisverkehrswacht haben vom Anfang des Jahres 2017 bis jetzt, in 18 Kitas in vielen Gemeinden des Kreises Hersfeld-Rotenburg, ca. 350 Kinder mit dem Programm „Schulwegetraining“ in Theorie und Praxis auf die Gefahren im Straßenverkehr hingewiesen und geschult. Mit dem pensionierten Polizeibeamten Rolf Kettner steht der Kreisverkehrswacht ein kompetenter Trainer für diese wichtige Sache zur Verfügung, der von einigen Helfern tatkräftig unterstützt wird. Deswegen fordert die Kreisverkehrswacht alle Verkehrsteilnehmer auf, auch auf die Kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer zu achten, die auf dem Weg zum Kindergarten sind.

Die Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg erhofft sich als Ergebnis der Aktionen stets einen unfallfreien Schulanfang und für die weitere Zukunft immer ein unfallfreies Schuljahr. (Gerhard Manns)  +++


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