Von links: Peter Geffe, Carsten Froß, Torsten Jahn - Fotos: Marius Auth

PETERSBERGGeffe, Froß und Jahn im Interview

Transparenz, Bürgernähe und Know-how: Petersberger haben die Qual der Wahl

12.09.17 - Am 24. September wird der neue Bürgermeister von Petersberg gewählt. Zur Wahl stehen Peter Geffe (parteilos), Carsten Froß (CDU) und Torsten Jahn (Die Linke. Offene Liste). 

Peter Geffe

Die Ausweitung alternativer Betreuungsangebote wird ...

Peter Geffe (parteilos): "Bewährtes erhalten. Neues gestalten."
Peter Geffe wurde 1963 in Schlüchtern geboren. Von 1980 bis 1982 absolvierte er eine Schreinerlehre mit dem Gesellenbrief. Auf dem zweiten Bildungsweg erlangte er die Fachhochschulreife, 1987 sein Bauingenieur-Diplom. Seit diesem Zeitpunkt wohnt Geffe in Fulda. Durch die Arbeit von 1987 bis 1992 in Fuldaer Ingenieurbüros und seine Tätigkeit beim Abwasserverband Fulda seit 1992 bildete sich seine Expertise: "Ich habe von 1999 bis 2000 eine Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt absolviert und bin seit 2003 Leiter der Kanalabteilung im Abwasserverband Fulda mit Personalverantwortung für 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich verantworte jährlich ein Haushaltsvolumen von 10 Millionen Euro. Als stellvertretender Vorsitzender im Gutachterausschuss für Grundstücks- und Gebäudewerte sowie als Sprecher des Beirats im Verband zertifizierter Sanierungs-Berater für Entwässerungssysteme bin ich vertraut mit administrativen Prozessen. Für die Gemeinde Petersberg und alle ihre Einwohner möchte ich tätig sein und gemeinsam Lösungen erarbeiten: Dazu gehört, die Attraktivität der Gemeinde für Gewerbebetriebe zu steigern und Gewerbeflächen zu erweitern, indem Leerstände und Baulücken reduziert werden. Petersbergs Haushalt steht gut da, die zielorientierte Verwendung von Mitteln erlaubt es, Verbindlichkeiten abzubauen und trotzdem etwa die Jugendarbeit der Vereine zu stärken. Angesichts der modernen Arbeitsbedinungen gilt es, eine Ausweitung der alternativen Betreuungsangebote zu realisieren. Im Dialog von Rathaus und Bürgern muss eine transparente Zweiwege-Kommunikation etabliert werden: Die Einwohner wollen gehört und ernst genommen werden", so Geffe. Ehrenamtlich ist Geffe im DRLG Schlüchtern als Rettungsschwimmer engagiert, als Ortsvereinsvorsitzender der SPD Fulda-Süd war er bis zu seinem Parteiaustritt vor 12 Jahren auch Mitglied im Kreisausschuss, dort war er unter anderem im Umweltausschuss und der Kreiswege-Baukommission tätig. 10 Jahre Tätigkeit als Schiedsperson Fulda-Nord verleihen Kompetenz in Sachen Mediation. Der Vater von zwei Töchtern ist verheiratet.

Carsten Froß

Keinen Sanierungsstau sieht Froß bei ...

Carsten Froß (CDU): "Vereinbarkeit von Familie und Beruf"
Carsten Froß wurde 1969 in Petersberg geboren. 1985 begann er eine Lehre bei der Gemeindeverwaltung Petersberg als Verwaltungsbeamter, 1993 machte er seine Abitur an der Abendschule. Bei der Stadtverwaltung in Frankfurt am Main ist er im gehobenen Verwaltungsdienst tätig:" Ich bin dort seit über 20 Jahren in unterschiedlichen Positionen tätig und kann so inzwischen auf 30 Jahre Erfahrung in der Verwaltung zurückschauen. Parallel dazu bin ich in Bad Vilbel stellvertretender Ortsvorsteher und bin im Ortsbeirat, kenne also das politische Geschehen auf der anderen Seite und und würde gerne für die Einwohner Petersbergs die Erfahrung beider Seiten zusammenbringen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mir als verheiratetem Vater zweier Kinder im Alter von 11 und 15 Jahren besonders wichtig. Dazu gehört bei meinen Mitarbeitern etwa Spielraum für Teilzeit, Telearbeit, aber auch Sonderurlaub, wenn ein Kind krank ist. Um die Attraktivität von Petersberg zu verbessern, gilt es, die Fahrwege des öffentlichen Personennahverkehrs zu optimieren, für wohnortnahe Arbeitsplätze zu sorgen, aber auch dafür, dass die Gemeinde für ältere Bürger lebenswert bleibt. In Petersberg gibt es glücklicherweise keinen Sanierungsstau: Sowohl die Kindergärten als auch die Vereinshäuser sind gut in Schuss. Ich habe mir das Thema transparente Kommunikation auf die Fahne geschrieben, von einer Kultur der offenen Tür profitieren Administration und Bürger gleichermaßen. Am runden Tisch mit dem Gewerbeverein wird der Bedarf ermittelt, der Bürgermeister kann die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen", so Froß. Zu den Hobbies von Froß gehören Tennis, Laufen, das Engagement im Schützenverein sowie Klarinette- und Saxofonspielen.

Torsten Jahn

Auf eine intensive Zusammenarbeit mit ...

Torsten Jahn (Die Linke. Offene Liste): "Verwaltung fit für die Zukunft machen"
Torsten Jahn wurde 1968 in Fulda geboren und legte sein Abitur 1990 an der Ferdinand-Braun-Schule im Fachbereich Elektrotechnik ab. Die politische Betätigung fing bereits dort an: "Ich war als Schulsprecher tätig, auch bei der Bundeswehr, wo ich zwei Gesellenbriefe als Elektroniker erlangte, war ich gewerkschaftlich engagiert. Im Jahr 2006 wurde die Piraten-Partei gegründet, 2008/2009 der Ableger der Piraten in Fulda. Dort war ich Gründungsmitglied. Über die Jahre hinweg hat sich die Zusammenarbeit mit der Linken.Offene Liste intensiviert, von dort wurde ich auch gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, die Interessen der Bürger als Bürgermeister zu vertreten. Einer meiner Themenschwerpunkte ist die soziale Verträglichkeit der Politik: Menschen dürfen nicht abgehängt werden, es gilt, den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Die Transparenz der Entscheidungen im Rathaus sollte verbessert werden - die Menschen müssen die politischen Entscheidungen nachvollziehen können. Ich bin seit 1991 selbstständiger IT-Consultant und habe 15 Jahre Erfahrung im Bereich Erwachsenenbildung in diesem Bereich. Vor 10 Jahren kam über meine Tätigkeit im Verein Zeitsprung der Kontakt zur Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld zustande, wo ich seitdem einen Lehrauftrag in Informatik habe. Die Arbeitswelt erfährt durch die Digitalisierung eine rapide Veränderung, die Unternehmen müssen fit für die Zukunft gemacht werden. Meine unternehmerische Perspektive kommt neben der Tätigkeit als selbstständiger IT-Consultant, auch für Rathäuser der Region, durch den Vorsitz im Gewerbeverein Neuhof zustande. Neben dem Digitalisierungs-Schwerpunkt ist es mir wichtig, den Ortskern von Petersberg zu beleben und Jugendparlamente in Petersberg zu etablieren. Ein konsolidierter Haushalt ist wichtig, aber das Rathaus darf nicht zur Bank werden", so Jahn. Der Vater zweier Töchter lebt in einer festen Beziehung, ist Hunde- und Motorsportfreund, als ehemaliger Jugendwart des Rhönklubs zudem Wanderfreund. (mau) +++


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